Live-Blog zu Corona in Baden-Württemberg (Foto: SWR)

Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Mittwoch, 31. August 2022

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Das war der Mittwoch in Baden-Württemberg

EMA könnte erstmals Omikron-Vakzin in der EU zulassen

20:18 Uhr

Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) könnte morgen erstmals an die Omikron-Variante angepasste Corona-Impfstoffe in der EU zulassen. Die Zulassungsanträge für die Impfstoffe gegen den Omikron-Subtyp BA.1 hatten neben dem Mainzer Biotechnologie-Unternehmen BioNTech und seinem US-Partner Pfizer auch der US-Pharmakonzern Moderna eingereicht. Das dafür zuständige Gremium der EMA hält dazu morgen eine außerordentliche Sitzung ab. Mitte August hatte die britische Arzneimittelbehörde grünes Licht für den sogenannten bivalenten Corona-Impfstoff von Moderna gegeben, der ebenso wie das BioNTech-Vakzin sowohl gegen den ursprünglichen Coronavirus-Stamm als auch gegen die Omikron-Subvariante BA.1 wirkt. Die aktuell dominanten Subtypen der Omikron-Variante sind allerdings BA.4 und BA.5. In den USA genehmigte die Arzneimittelbehörde FDA heute zwei auf diese Subtypen zielende angepasste Impfstoffe von Moderna sowie von BioNTech/Pfizer per Notfallzulassung.

Corona-Pandemie US-Behörde macht Weg für Omikron-Booster frei

Die USA-Gesundheitsbehörde FDA hat den an die Omikron-Variante angepassten Corona-Impfstoffen von BioNTech und Moderna eine Notfallzulassung erteilt.  mehr...

Zahl der Covid-Fälle auf Intensivstationen in BW leicht gesunken

17:30 Uhr

Die Zahl der Patientinnen und Patienten, die in Baden-Württemberg mit Covid-19 auf Intensivstationen behandelt werden müssen, ist im Vergleich zu gestern um acht Personen auf 79 gesunken. Das geht aus den aktuellen Daten des Landesgesundheitsamts (Stand: 16 Uhr) hervor. Vor einer Woche wurden 75 Personen auf den Intensivstationen behandelt. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus stieg in Baden-Württemberg um 10. Den Behörden wurden insgesamt 4.417 Neuinfektionen gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg leicht auf 165,2. Vor einer Woche lag sie bei 186,8.

Impfbooster gegen Omikron-Variante von US-Behörde genehmigt

17:00 Uhr

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat den Weg für Impfauffrischungen gegen die Omikron-Variante des Coronavirus in den USA frei gemacht. Die Behörde genehmigte am Mittwoch veränderte Rezepturen der Mittel von Biontech/Pfizer und Moderna. Er selbst werde sich ganz vorn in der Schlange zum Impfen anstellen, sagte FDA-Impfchef Peter Marks. Bevor die Impfungen beginnen dürfen, muss die Seuchenkontrollbehörde CDC noch eine Empfehlung aussprechen, wer die Impfung bekommen soll.

Corona-Pandemie auch Thema beim Weltkirchentreffen in Karlsruhe

13:55 Uhr

Heute hat in Karlsruhe die Vollversammlung des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK) begonnen. Sie findet erstmalig in Deutschland statt. Die Delegierten aus aller Welt wollen neben religiösen Themen aktuelle Zeitfragen wie die Folgen des Ukraine-Kriegs, der Corona-Pandemie und des Klimawandels besprechen. Die Corona-Pandemie habe bei vielen Menschen das Bedürfnis nach Versöhnung gestärkt, so ÖRK-Generalsekretär Ioan Sauca in Karlsruhe.

Neue Arbeitsschutzverordnung sieht keine Homeoffice-Pflicht vor

13:02 Uhr

Das Recht auf Homeoffice wird nicht wieder eingeführt. Die Bundesregierung hat bei der Kabinettsklausur in Meseberg bei Berlin eine neue Corona-Arbeitsschutzverordnung angenommen. Ursprünglich wollte Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD), dass Arbeitgeber im Herbst wieder verpflichtet werden, Homeoffice für ihre Angestellten anzubieten - sofern nichts Betriebliches dagegenspricht. In der neuen Verordnung ist nur noch von einer Kann-Regelung die Rede. Ebenfalls gestrichen wurde die Pflicht, zwei Mal pro Woche einen Corona-Test anzubieten. Stattdessen sollen Unternehmen Hygienekonzepte entwerfen, mit denen Infektionen verhindert werden. Offenbar hat die FDP Druck auf den Arbeitsminister gemacht - auch der Bund der Arbeitgeber hatte sich in den vergangenen Tagen ablehnend zur Homeoffice-Pflicht geäußert.

DIVI-Chef: "Wir stehen besser da als 2021"

11:53 Uhr

In einem Interview mit der Bild-Zeitung hat der Chef der Deutschen Intensivmediziner-Vereinigung DIVI, Gernot Marx, einen positiven Ausblick auf die kommenden Monate gegeben: "Wir können wirklich hoffen, dass wir einen anderen Herbst und Winter erleben werden." Viele Menschen seien mittlerweile mehrfach gegen Corona geimpft oder auch genesen. "Wir stehen auf jeden Fall viel besser da als im vergangenen Jahr", so Marx. Er forderte ältere Menschen auf, sich "in diesem Herbst unbedingt gegen die Influenza impfen lassen, sonst werden wir das auf den Intensivstationen merken." Zudem habe sich das Tragen von Masken in Innenräumen als sehr effektiv erwiesen - dies sollte beibehalten werden, so der Mediziner.

Weniger verunglückte Kinder im Straßenverkehr in 2021

10:48 Uhr

Im zweiten Jahr der Corona-Pandemie hat die Zahl der im Straßenverkehr verunglückten Kinder erneut einen historischen Tiefststand erreicht. Besonders niedrig war die Zahl in Baden-Württemberg. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, kamen im Jahr 2021 rund 22.300 Kinder unter 15 Jahren bei Unfällen im Straßenverkehr zu Schaden, etwa 0,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Ein Grund für den Tiefststand dürfte die zeitweilige Schließung der Schulen sowie vieler Freizeiteinrichtungen sein, so die Behörde. Regional betrachtet lassen sich bei den Zahlen Unterschiede erkennen. So verunglückten Kinder in Schleswig-Holstein relativ häufig bei Verkehrsunfällen: 271 verunglückte Kinder kamen dort auf 100.000 Kinder. Am niedrigsten lagen die Werte in Baden-Württemberg mit 158 sowie in Rheinland-Pfalz mit 162 Verunglückten je 100.000 Kinder.

Doch keine Homeoffice-Pflicht?

10:24 Uhr

Die Bundesregierung setzt heute ihre Kabinettsklausur auf Schloss Meseberg bei Berlin fort. Ein Thema dabei ist die Corona-Pandemie. Nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios hat Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) einen Gesetzentwurf zum Homeoffice abgeschwächt. Unternehmen werden demnach - anders als zunächst geplant - nicht verpflichtet, Homeoffice für ihre Beschäftigten anzubieten.

RKI registriert bundesweit 49.303 Neuinfektionen

9:42 Uhr

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat heute Morgen die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz mit 243,7 angegeben. Am Vortag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 247,3 gelegen (Vorwoche: 275,3; Vormonat: 551,8). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 49.303 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 52.939) und 181 Todesfälle (Vorwoche: 147) innerhalb eines Tages. Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen. Expertinnen und Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Verband: Bei Messen gut halb so viele Besucher wie vor Corona

5:08 Uhr

Viele Messen sind beim Neustart in diesem Sommer weniger gut besucht als vor der Corona-Pandemie. Seit Mai liegen die Ausstellerzahlen im Durchschnitt bei 70 Prozent des Vor-Pandemie-Niveaus, die Besucherzahlen erreichen rund 55 Prozent, wie der Verband der deutschen Messewirtschaft (Auma) der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Derzeit bremsen demnach vor allem noch Reisebeschränkungen asiatischer Länder, die vor Corona stark auf Messen in Deutschland vertreten waren. Der Verband sieht die aktuellen Besucherzahlen deshalb als Erfolg. Weil zu Jahresbeginn keine Messen möglich waren, ist der Messekalender in diesem Sommer voll: Bundesweit 144 Messen sind laut Auma schon gelaufen, weitere 142 folgen bis Jahresende.

Hausärzte bemängeln "kommunikatives Chaos" bei Corona-Impfstoffen

2:13 Uhr

Der Deutsche Hausärzteverband hat klare Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (Stiko) zu den neuen Corona-Impfstoffen gefordert. "Dass nun angepasste Impfstoffe zur Verfügung stehen, ist eine sehr positive Nachricht", sagte der Bundesvorsitzende des Verbandes, Ulrich Weigeldt, der "Rheinischen Post" (Mittwochsausgabe). "Weniger schön ist das kommunikative Chaos rund um die verschiedenen angepassten Impfstoffe." Patientinnen und Patienten würden sich fragen, ob es sinnvoll sei, sich Anfang September mit dem an BA.1 angepassten Impfstoff impfen zu lassen, oder ob man auf den an BA.4/BA.5 angepassten Impfstoff warten sollte, sagte Weigeldt. "Hier braucht es sehr zeitnah eine klare Empfehlung der Stiko, an welcher sich auch die Hausärztinnen und Hausärzte orientieren können." Bisher lägen dazu keinerlei Informationen vor. Am Montag hatte Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) Lieferungen eines an die Virusvariante BA.1 angepassten Impfstoffes für Anfang September angekündigt. Eine EU-weite Zulassung steht noch aus, wird aber erwartet.

Mittwoch, 31. August 2022

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