Blitz am Himmel  (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance (Symbolbild))

Deutlich mehr als im Vorjahr

In Baden-Württemberg sind 2021 die meisten Blitze eingeschlagen

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Viel Niederschlag und trotzdem heiß: 2021 waren die Bedingungen für Blitze günstig. Nirgends sind so viele Blitze eingeschlagen wie in Baden-Württemberg.

In keinem anderen deutschen Bundesland ist der Blitz im vergangenen Jahr so oft eingeschlagen wie in Baden-Württemberg. Das geht aus den Messungen des Blitz-Informationsdienstes von Siemens hervor. Mit einer Dichte von 2,61 Blitzeinschlägen pro Quadratkilometer liegt Baden-Württemberg vor Bayern (2,18) und Schleswig-Holstein (1,67).

Deutlich mehr Blitzeinschläge als in den Vorjahren

Im Jahr 2020 hatte es in Baden-Württemberg 1,3 Einschläge pro Quadratkilometer gegeben, 2019 waren es nur 0,88 gewesen. Im Vergleich der Landkreise führen deutschlandweit die bayerischen Kreise Starnberg mit 7,6 und Augsburg mit 5,9 vor dem Bodenseekreis (ebenfalls 5,9).

Blitzreichster Tag im Juni

Deutschlandweit stieg die Zahl der Blitze vergangenes Jahr um knapp ein Viertel auf etwa 491.000. Jeder elfte davon schlug am 29. Juni ein, dem blitzreichsten Tag in Deutschland. Damals hatten Unwetter in Teilen der Bundesrepublik für schwere Schäden gesorgt. Insgesamt schlugen mehr als die Hälfte aller Blitze im Juni ein.

"2021 war gegenüber den Vorjahren wieder deutlich niederschlagsreicher bei dennoch hohen Temperaturen vor allem im Juni", sagte der Leiter des Blitz-Informationsdienstes von Siemens, Stephan Thern. "Damit waren die Grundvoraussetzungen für Gewitter - Feuchtigkeit und heiße Temperaturen - vorhanden, um ein doch deutlich blitzintensiveres Jahr zu registrieren." Dennoch lag die Blitzdichte 2021 in etwa im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre.

Am wenigsten Einschläge in Solingen

Am seltensten schlugen deutschlandweit in Solingen in Nordrhein-Westfalen Blitze ein (0,18 pro Quadratkilometer). Auch Brandenburg an der Havel mit 0,20 und der Stadtkreis Bremen mit 0,26 waren 2021 ausgesprochen selten von Blitzeinschlägen betroffen. Unter den Bundesländern traf es Bremen, Sachsen-Anhalt und das Saarland im Verhältnis zu ihrer Größe am seltensten.

Die Blitze werden mit Hilfe von rund 160 miteinander verbundenen Messstationen in Europa gemessen. Obwohl zwischen den Sensoren bis zu 350 Kilometer liegen, können die Blitzeinschläge damit auf bis zu 50 Meter genau ermittelt werden.

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