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Die Erforschung des Blauhöhlensystems

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Pia Fruth
Pia Fruth (Foto: SWR, privat)

Nach fünf Jahrzehnten Erkundung sind knapp 15 Kilometer des Blauhöhlensystems vermessen. Dutzende weitere werden vermutet – im größten Höhlenlabyrinth der Schwäbischen Alb.

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Tief unter der Erde, "in Gängen steinig, wüst und kraus", lebte einst eine zauberhafte Wasserfrau. So schreibt Eduard Mörike in seiner "Historie von der Schönen Lau".

Bevor Höhlenforscher einen trockenen Zugang zu diesem sagenumwobenen Reich unter der Schwäbischen Alb entdeckten, gelangten nur hoch spezialisierte Taucher dorthin: durch das türkisfarbene Wasser des Blautopfs in Blaubeuren.

Tauchpionier Jochen Hasenmayer hatte in der Blauhöhle 1985 den berühmten "Mörikedom" entdeckt, an den sich weitere Gänge anschließen. Inzwischen sind mehr als 13 Kilometer erforscht. Die Blauhöhle wurde damit offiziell zur "Riesenhöhle" – und zum Ort der Forschung.

SWR 2008/2019

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