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Das Goethe-Institut auf Sinnsuche

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Die weltweit 157 Goethe-Institute gelten als Prestigeprojekt der deutschen Kulturpolitik. Doch die Corona-Pandemie hat vielen der ohnehin schon klammen Häuser noch größere Geldsorgen beschert.

Ihr Kerngeschäft, die Deutschkurse im In- und Ausland, steht unter großem Konkurrenzdruck durch günstigere Anbieter und brach während der Pandemie zeitweise fast vollständig ein. Und auch der einstige Auftrag, deutsche Kultur zu exportieren, wirkt mittlerweile angestaubt.

Mit ihrer neuen Präsidentin Carola Lentz sucht Deutschlands bekannteste Kulturinstitution nach einer neuen Bestimmung.

9.8.1951 Das Goethe-Institut wird gegründet

Der Papst, Schlagesänger Costa Cordalis, Opernsängerin Renée Fleming und viele mehr: Jedes Jahr lernen fast 250-tausend Ausländer*innen Deutsch an einem Goethe-Institut.  mehr...

SWR2 Zeitwort SWR2

70 Jahre Goethe-Institut Schutzräume für Andersdenkende bieten

Wie derzeit in Belarus habe es in Ländern mit restriktiven Regierungen immer wieder Versuche gegeben, die Goethe-Institute im Laufe ihrer 70-jährigen Geschichte unter Druck zu setzen, sagt Friederike Möschel in SWR2. Möschel hat Goethe-Institute in unterschiedlichen Ländern der Welt geleitet, war Leiterin der Sprachabteilung und führt jetzt das Institut im brasilianischen Salvador da Bahia.
Gerade in autoritär regierten Staaten könnten die Einrichtungen Schutzräume bieten, damit Oppositionelle ihre Meinung kundtun könnten. Besucherprogramme könnten dazu beitragen, dass Menschen in solchen Ländern mit anderen Gesellschaften in Kontakt bleiben könnten.
Gerade deshalb sei es eine gute Idee gewesen, das Goethe-Institut nach dem Krieg als unabhängigen Verein zu gründen, so Möschel. Im Ausland werde wahrgenommen, dass die Institute nicht an ein Ministerium angebunden seien. Zugleich sei von Anfang an auch Europa „mitgedacht“ worden, sehe sich das Institut immer auch als „europäischen Player“.
Ein wichtiges Thema sei auch die Unterstützung von Künstlerinnen und Künstlern, die sich kritisch mit ihrem Land auseinandersetzten, und ihre Stimmen „nach Europa, nach Deutschland zu spiegeln“. Die Rückgänge bei den Anmeldungen zu Deutsch-Sprachkursen der Goethe-Institute seien vor allem als Auswirkung der Corona-Pandemie zu betrachten. In Flächenländern wie Nigeria habe man mit digitalen Sprachkursangeboten sogar noch mehr Menschen erreichen können als früher. Friederike Möschel: „Ich sehe da nicht das Ende der Deutschkurse an den Goethe-Instituten.“  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Carola Lentz

Gespräch Carola Lentz: „Ich freue mich auf das Amt der Präsidentin des Goethe-Instituts“

Mainzer Ethnologie-Professorin Carola Lentz freut sich auf Amt als Präsidentin des Goethe-Instituts. Die Professorin für Ethnologie an der Universität Mainz will neben ihren wissenschaftlichen Interessen und Erfahrungen in Südamerika und Afrika auch ihre Kulturbegeisterung mit in das Ehrenamt einbringen.  mehr...

SWR2 Journal am Mittag SWR2

Gespräch Carola Lentz: „Wir wollen ein zeitgemäßes Deutschlandbild vermitteln“

Mit der Wahl einer Afrika-Spezialistin setze man einen „Schwerpunkt, der der Bundesregierung besonders am Herzen liege“, so Außenminister Heiko Maas zur Ernennung von Prof. Carola Lentz zur Präsidentin des Goethe-Instituts. Seit 2002 arbeitet Carola Lentz als Ethnologie-Professorin an der Uni Mainz. Carola Lentz ist nach Jutta Limbach die zweite Frau an der Spitze des Goethe-Instituts.  mehr...

SWR2 Zeitgenossen SWR2

Ausstellung

Netzkultur „Take Me to the River“: Internationale Kunst zur Klimakrise digital erleben

„Take Me to the River“ heißt ein großangelegtes Projekt des Goethe-Instituts, das gemeinsam mit dem niederländischen „Prinz Claus Fund" für Kultur und Entwicklung ein Förderprogramm für Künstlerinnen und Künstler aus dem globalen Süden ausgeschrieben hat. Unterstützt wurden Werke über die Folgen des Klimawandels. Die ersten fünfzehn internationalen Projekte sind als multimediale Ausstellung auf einer Webseite digital ausgestellt.  mehr...

SWR2 am Samstagnachmittag SWR2

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