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Für die Besetzung Violoncello und Klavier hat Ludwig van Beethoven ein überschaubares Œuvre hinterlassen: fünf Sonaten und zwei Variationswerke – sie finden Platz auf zwei CDs, die Nicolas Altstaedt und Alexander Lonquich jetzt in einem erlesen eingespielten Doppelpack vorgelegt haben.

Dass damals das, was Beethoven selbst komponiert hat, nicht unbedingt begeisterte Zustimmung fand, ist in diversen Sendungen, Artikeln und Büchern inzwischen ausgebreitet worden. Beethoven hatte Lust am Ausloten der Tiefen, am Ungewöhnlichen, am Queren. Erwartungshaltungen zu befriedigen war nicht so seine Sache, weder formal noch harmonisch, zumindest ab der Zeit, als er Probleme mit seinem Gehör bekam und da war er gerade mal 27 Jahre alt. 

Beethoven war es, der sich das Modell solcher Cellosonaten als Duo zwischen Klavier und Cello ausgedacht hat. Seine ersten beiden Sonaten hat der 25-Jährige dem Cellobegeisterten preußischen König Friedrich Wilhelm II. gewidmet, nachdem er dessen Starcellisten Jean-Louis Duport am Hof in Berlin gehört hatte. Da konnte er erleben, dass man auf so einem Cello alles spielen kann, wenn man es kann, die aller schönsten Kantilenen und auch das virtuoseste Zeug.

 

Schöner, finde ich, geht es nicht! Nicolas Altstaedt und Alexander Lonquich gehen faszinierend aufeinander ein, entwickeln spannende Dialoge. Altstaedt bezaubert mit seinem sanglichen und zugleich kernigen Ton, Lonquich mit seiner Delikatesse, seinem perlenden und zugreifenden Spiel. Und der Klang der historischen Instrumente harmoniert wunderbar; das Cello mit den Darmsaiten und ein Wiener Graf Flügel von 1826.

Die Doppel-CD mit den beiden Variationswerken und den 5 Cellosonaten – den beiden frühen, der romantischen A-Dur Sonate in der Mitte und den beiden späten Sonaten op. 102 – ist ein großer Wurf!

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Zum Beethovenjubiläum ist die „Beethoven 2020 - The New Complete Edition" bei der Deutschen Grammophon erschienen. Es ist die aktuellste und umfassendste Werksammlung von Beethovens Œuvre auf 123 Discs, darunter Neuaufnahmen und Welt-Ersteinspielungen.  mehr...

SWR2 Treffpunkt Klassik SWR2

SWR Symphonieorchester Nicolas Altstaedt spielt Mieczysław Weinberg

Ludwig van Beethoven: Coriolan-Ouvertüre c-Moll op. 62 , Mieczysław Weinberg: Concertino für Violoncello und Streichorchester op. 43, Nicolas Altstaedt (Violoncello), Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 1 C-Dur op. 21, SWR Symphonieorchester, Leitung: Krzysztof Urbanski. Konzert vom 17.7.2020 in der Stuttgarter Liederhalle.  mehr...

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