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Immer neue Wörter schießen, brodeln und ploppen hervor aus der Alltagssprache. Sandra Richter vom Literaturarchiv Marbach und Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen erklären, was die Neuschöpfungen bedeuten.

Wort der Woche Politische Korrektheit - erklärt von Bernhard Pörksen

Der Begriff political correctness - politische Korrektheit - ist mehr als 200 Jahre alt und steht heute in erster Linie für eine nichtdiskriminierende Sprache in der öffentlichen Meinungsäußerung. Kritiker empfinden ihn aber als große Freiheitsbeschränkung. Ein hoch kontroverses Thema, nicht erst seit Alice Weidel auf einem AfD-Parteitag sagte, die politische Korrektheit gehöre auf den „Müllhaufen der Geschichte“.  mehr...

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Wort der Woche Bodyshaming - erklärt von Bernhard Pörksen

Zu dick, zu dünn, zu hässlich - in den Medien wird schnell über das vermeintlich falsche Aussehen geurteilt. Der Begriff Bodyshaming gehe da noch weiter, sagt Prof. Bernhard Pörksen, denn er verurteile Menschen, weil sie nicht der Norm entsprechen. Doch die Frage ist, wer diese Norm bestimmt. In den Medien herrsche ein gefährlicher Trend, sich einem zweifelhaften Schönheitstrend zu unterwerfen, meint der Tübinger Wissenschaftler.  mehr...

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Wort der Woche Himmelszelt - erklärt von Sandra Richter

Das Himmelszelt zählt ähnlich wie seine Synonyme Firmament und Himmelsgewölbe zu längst veralteten Worten, zugehörig etwa dem biblischen oder babylonischen Weltbild. Hier hatte man die Vorstellung, die Himmelskörper wären am Firmament befestigt, das eine Trennschicht zur darüber befindlichen überirdischen Sphäre bildete. Heutzutage dient das Wort Himmelszelt deutschlandweit auffallend oft als Name für Kindertagesstätten und vermittelt die Assoziation von Schutz und Geborgenheit.  mehr...

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Wort der Woche Achtsamkeit - erklärt von Bernhard Pörksen

Es ist gar nicht so einfach in der heutigen Zeit abzuschalten. Hilfreich kann dabei Achtsamkeit sein, das seinen Ursprung in der buddhistischen Meditationslehre hat.  mehr...

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Wort der Woche Alternative Medien - erklärt von Bernhard Pörksen

Mit dem Internetzeitalter hat sich die Medienlandschaft deutlich verändert. Neben den klassischen Leitmedien - öffentlich-rechtliche und private Sender sowie große Zeitungen und Magazine - verzeichnen die sogenannten „Alternativen Medien" einen Zuwachs. Während mit dem Begriff in den 1970er Jahren und danach noch das Lebensgefühl der linksalternativen Generation beschrieben wurde, ist der Begriff mittlerweile von rechts besetzt. Wir alle - so das Fazit von Bernhard Pörksen - sind im Internetzeitalter zwar medienmächtig geworden - aber noch lange nicht medienmündig: eine große und bislang unterschätzte Bildungsaufgabe unserer Zeit.  mehr...

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Wort der Woche Anthropozän - erklärt von Bernhard Pörksen

Das Anthropozän bezeichnet ein neues geologisches Zeitalter, eine von Menschen dominierte Epoche. Vor 20 Jahren haben der Atmosphärentechniker Paul J. Crutzen und der Biologe Eugene F. Stoermer den Begriff in die umweltwissenschaftliche Diskussion eingeführt, um die starken Auswirkungen des menschlich verursachten Klimawandels zu fassen. Im kommenden Jahr wird die Internationale Kommission für Stratigraphie entscheiden, ob die geologische Epoche des Holozäns durch den Begriff Anthropozän abgelöst wird. Der Medienwissenschaftler Prof. Bernhard Pörksen hält das für sehr wahrscheinlich, da der Begriff die nicht zu leugnende Zerstörungsmacht des Menschen und damit auch eine moralische Komponente deutlich mache.  mehr...

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Wort der Woche Archaismen - erklärt von Adriana Popescu

Veraltete Wörter, die sich nur noch selten in unserem Sprachgebrauch finden, nennt man Archaismen. Sie erscheinen wie aus der Zeit gefallen. Manche sind aus gutem Grund aus der Mode gekommen, etwa die "wilde Ehe" - zum Glück haben wir heute andere Moralvorstellungen. Andere Wörter wiederum sind durch neue, modernere Begriffe ersetzt worden (Oheim / Onkel). Und dann gibt es jene, sagt die Schriftstellerin Adriana Popescu, auf die sie ungern verzichten möchte, weil sie wunderbar klingen und eine große Bereicherung für unsere Sprache darstellen: zum Beispiel Kokolores.  mehr...

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Wort der Woche Binge Watching – erklärt von Bernhard Pörksen

Der Begriff Binge Watching - auch "Komaglotzen" genannt - ist vor allem ein Netflix-Phänomen und bezeichnet das exzessive Konsumieren mehrerer Folgen einer Fernsehserie am Stück. Der Trend wurde erst durch das Video-on-Demand-Angebot möglich, denn früher strahlte das Fernsehen nur einzelne Folgen einer Staffel über mehrere Monate verteilt aus. In Zeiten verordneter Häuslichkeit durch die Corona-Krise kann es unter Umständen noch häufiger zu Binge Watching kommen.  mehr...

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Wort der Woche Bodyshaming - erklärt von Bernhard Pörksen

Zu dick, zu dünn, zu hässlich - in den Medien wird schnell über das vermeintlich falsche Aussehen geurteilt. Der Begriff Bodyshaming gehe da noch weiter, sagt Prof. Bernhard Pörksen, denn er verurteile Menschen, weil sie nicht der Norm entsprechen. Doch die Frage ist, wer diese Norm bestimmt. In den Medien herrsche ein gefährlicher Trend, sich einem zweifelhaften Schönheitstrend zu unterwerfen, meint der Tübinger Wissenschaftler.  mehr...

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Wort der Woche Corona - erklärt von Bernhard Pörksen

Vor der Pandemie war der Begriff, nach dem auch eine Biermarke benannt ist, positiv besetzt. Heute ist Corona Synonym für eine weltweit gefürchtete Gefahr und markiert möglicherweise Ende und Anfang einer Epoche.  mehr...

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Wort der Woche Derailing - erklärt von Bernhard Pörksen

Derailing bedeutet eine verbale Entgleisung als Mittel zum Zweck. Statt einen Dialog zu führen und zu argumentieren, reißt jemand das Wort an sich - er polemisiert, attackiert und lenkt strategisch vom eigentlichen Thema einer Diskussion ab.  mehr...

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Wort der Woche Digital Detox - erklärt von Bernhard Pörksen

Ein Sehnsuchtsbegriff in Zeiten der Dauer-Erreichbarkeit, unter der mittlerweile viele Menschen leiden. Die „digitale Entgiftung" treibt bereits bunte Blüten - in etlichen Ländern gibt es sogenannte „Digital Detox Camps“ – Urlaub von der vernetzten Welt, ohne Internetzugang, mit Handyverbot.  mehr...

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Wort der Woche Digitalscham - erklärt von Bernhard Pörksen

Dieses zerknirschte Gefühl, die Bücher doch schon wieder bei Amazon bestellt zu haben, obwohl man von den Arbeitsbedingungen in den Logistikzentren weiß. Oder aber, weil man erneut Essen, Filme oder ein Taxi im Internet geordert hat – obwohl die damit verbundenen Probleme von Arbeitnehmerrechten bis zur Nachhaltigkeit auf der Hand liegen.  mehr...

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Wort der Woche Durchdrehen - erklärt von Ulrich Raulff

Nordsyrienkonflikt, Migrationskrise in Europa, Klimawandel. Themen, die die Welt fast durchdrehen lassen. Der Begriff fällt nicht nur in Zusammenhang mit der weltpoltischen Großwetterlage, er wird auch in vielen anderen Kontexten gebraucht und es gibt eine lange Liste von Synonymen.  mehr...

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Wort der Woche Erreichbarkeitsfalle - erklärt von Annette Klosa-Kückelhaus

Die Möglichkeit im Homeoffice zu arbeiten, gab es bereits vor der Corona-Pandemie. Spätestens seit dem Lockdown gehört das Arbeiten von zu Hause aus aber für viele Menschen zu ihrem Alltag. Was so angenehm klingt, birgt allerdings die Gefahr der Erreichbarkeitsfalle. Denn per Mail, WhatsApp oder Mobiltelefon kann man jederzeit von seinem Vorgesetzten kontaktiert werden. Die fehlende Trennung zwischen Privat- und Arbeitsleben führt unter Umständen zu gesundheitlichen Problemen - man kann nicht mehr abschalten.  mehr...

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