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Immer neue Wörter schießen, brodeln und ploppen hervor aus der Alltagssprache. Annette Klosa-Kückelhaus vom Leibniz-Institut für Deutsche Sprache, Sandra Richter vom Literaturarchiv Marbach, Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen und weiteren Expert*innen erklären, was die Neuschöpfungen bedeuten.

Wort der Woche Digital Detox - erklärt von Bernhard Pörksen

Ein Sehnsuchtsbegriff in Zeiten der Dauer-Erreichbarkeit, unter der mittlerweile viele Menschen leiden. In Coronazeiten durch das überbordende Homeoffice vielleicht noch mehr als zuvor. Die „digitale Entgiftung" treibt bereits bunte Blüten - in etlichen Ländern, auch in Deutschland, gibt es sogenannte „Digital Detox Camps” – Urlaub von der vernetzten Welt, ohne Internetzugang und mit Handyverbot.  mehr...

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Wort der Woche Digitalscham – erklärt von Bernhard Pörksen

Die Pandemie zwingt uns in den digitalen Raum und das hat nicht nur Nachteile: Wir sparen Dienstreisen, machen auch privat Videokonferenzen mit Menschen, die wir schon lange nicht gesehen haben, laufen durch virtuelle Ausstellungen und verfolgen Kulturveranstaltungen im Livestream. Doch Strom und Speicherkapazitäten sind nicht umsonst zu haben: Auch das digitale Leben wirkt sich auf unseren ökologischen Fußabdruck aus. Zeit für Digitalscham also?  mehr...

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Wort der Woche Generation Instagram

Wer den direkten Zusammenhang zwischen einem Telefon mit Wählscheibe und einem Bleistift herstellen kann gehört nicht dazu. Die Generation Instagram ist sehr jung, um das Jahr 2000 geboren und kann sich ein Leben ohne Smartphone nicht mehr vorstellen. The place to be sind die sozialen Netzwerke, besonders bei Instagram wird gepostet und gepost. Nicht immer sinnvoll, auch diese Kritik schwingt mit wenn von der „Generation Instagram" die Rede ist.  mehr...

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Wort der Woche von A bis Z

Wort der Woche Alternative Fakten - erklärt von Bernhard Pörksen

Kellyanne Conway, die frühre Beraterin des us-amerikansichen Präsidenten Donald Trump, hat den Begriff erfunden: alternative Fakten. Das heißt Gefühle und Gerüchte als Tatsachen auszugeben, sich die Welt so hinzubiegen, wie es einem gefällt. Seitdem Donald Trump an der Macht ist, macht er nichts anderes. Die New York Times hat bereits bis zum vergangenen Juni 20.000 Lügen gezählt. Der Tübinger Medienwissenschaftler Prof. Bernhard Pörksen bezeichnet alternative Fakten eine "neue Schamlosigkeit des Lügens" und sieht unsere Diskussionskultur in Gefahr.  mehr...

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Wort der Woche Alternative Medien - erklärt von Bernhard Pörksen

Mit dem Internetzeitalter hat sich die Medienlandschaft deutlich verändert. Neben den klassischen Leitmedien - öffentlich-rechtliche und private Sender sowie große Zeitungen und Magazine - verzeichnen die sogenannten „Alternativen Medien" einen Zuwachs. Während mit dem Begriff in den 1970er Jahren und danach noch das Lebensgefühl der linksalternativen Generation beschrieben wurde, ist der Begriff mittlerweile von rechts besetzt. Wir alle - so das Fazit von Bernhard Pörksen - sind im Internetzeitalter zwar medienmächtig geworden - aber noch lange nicht medienmündig: eine große und bislang unterschätzte Bildungsaufgabe unserer Zeit.  mehr...

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Wort der Woche Anthropozän - erklärt von Bernhard Pörksen

Das Anthropozän bezeichnet ein neues geologisches Zeitalter, eine von Menschen dominierte Epoche. Vor 20 Jahren haben der Atmosphärentechniker Paul J. Crutzen und der Biologe Eugene F. Stoermer den Begriff in die umweltwissenschaftliche Diskussion eingeführt, um die starken Auswirkungen des menschlich verursachten Klimawandels zu fassen. Im kommenden Jahr wird die Internationale Kommission für Stratigraphie entscheiden, ob die geologische Epoche des Holozäns durch den Begriff Anthropozän abgelöst wird. Der Medienwissenschaftler Prof. Bernhard Pörksen hält das für sehr wahrscheinlich, da der Begriff die nicht zu leugnende Zerstörungsmacht des Menschen und damit auch eine moralische Komponente deutlich mache.  mehr...

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Wort der Woche Archaismen - erklärt von Adriana Popescu

Veraltete Wörter, die sich nur noch selten in unserem Sprachgebrauch finden, nennt man Archaismen. Sie erscheinen wie aus der Zeit gefallen. Manche sind aus gutem Grund aus der Mode gekommen, etwa die „wilde Ehe“ - zum Glück haben wir heute andere Moralvorstellungen. Andere Wörter wiederum sind durch neue, modernere Begriffe ersetzt worden (Oheim / Onkel). Und dann gibt es jene, sagt die Schriftstellerin Adriana Popescu, auf die sie ungern verzichten möchte, weil sie wunderbar klingen und eine große Bereicherung für unsere Sprache darstellen: zum Beispiel Kokolores.  mehr...

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Wort der Woche aufgleisen

Geradezu viral verbreitet sich in der Szenesprache zur Zeit das Wort "aufgleisen". Vertraut ist uns der Begriff aus dem technischen Bereich, wenn Eisenbahnwaggons - real oder bei der Spieleisenbahn - wieder aufs richtige Gleis gesetzt werden. Aber was bedeutet es, wenn in einem Beratungsunternehmen der eine Kollege den anderen bittet, ihn "aufzugleisen"?  mehr...

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Wort der Woche Aus der Nummer wieder herauskommen

Es steht für "Ich mach nicht mehr mit" oder "Da droht ein Ende". Wenn Menschen "aus der Nummer wieder rauskommen" möchten, geschieht das immer unter einem gewissen Druck. "Irgendwas was einem die Zukunft blockiert", erklärt Prof. Ulrich Raulff, Direktor des Deutschen Literaturarchivs in Marbach.  mehr...

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Samstagnachmittag - Wochenende: Endlich Zeit für Dinge, für die sonst keine Zeit bleibt: Besuche bei Künstlern, Schriftstellern und Musikern, Literatur zum Lesen und Hören, DVDs und Blu-rays, Mode und Design, neue CDs vom Klassikmarkt. Dies alles begleitet von einer ungewöhnlichen Mischung von Musikgenres und -Stilen, von Klassik, Pop und Jazz.  mehr...

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