Knigge für die Auslandsreise

Das sollten Sie im Urlaub vermeiden

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Wolfgang Vichtl (Österreich)
Hans-Günter Kellner (Spanien)
Karin Senz (Türkei)
Tilmann Kleinjung (Italien)
Julia Wäschenbach (Dänemark)
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SWR1

Eins vornweg – in den meisten Ländern gehören die Deutschen zu den beliebtesten Gästen, ob nun in Österreich oder Spanien. Aber es gibt Angewohnheiten, die wir als selbstverständlich nehmen, im Ausland aber nicht so gerne gesehen werden.

ARD Korrespondenten in Dänemark, Spanien, Österreich, der Türkei und in Italien haben zusammengefasst, was die Gastgeber an deutschen Touristen nervt.

Dänemark

Wen es in den hohen Norden zieht, sollte in Dänemark das Bargeld lieber stecken lassen. Dort wird (fast) alles mit der Karte – wie in vielen skandinavischen Ländern – bezahlt. Das Hantieren mit dem Kleingeld kommt dort weniger gut an und hält das Personal oft nur auf. Auch sollte man in dem Land nicht immer davon ausgehen, dass alle Deutsch sprechen – das tun zwar viele, aber nicht alle. Und das konsequente Ansprechen auf Deutsch kommt dann weniger gut an. Wen es in die Hauptstadt Kopenhagen verschlägt und als Transportmittel das Fahrrad wählt, sollte auf die herrschenden Regeln achten, um nicht unangenehm aufzufallen.

Ein Mann und eine Frau prüfen die Rechnung in einem Café
Was andere Länder an den Deutschen im Urlaub stört, hat viel mit Bezahlung zu tun. Also lieber die Karte zücken und in einer Gruppe alles zusammen zahlen.

Italien

Eigene Regeln für das Essen gibt es auch in Italien. Die Zahlungsart ist dabei erst einmal egal, aber verlangen Sie wenn möglich keine Einzelrechnungen, wenn Sie mit einer Gruppe unterwegs sind. Das sollten sie eher intern klären und die Gesamtsumme begleichen. Eine Unterscheidung zwischen einzeln und zusammen gibt es in der Regel nicht. Wer dennoch darauf besteht, macht sich dort nicht sonderlich beliebt.

Türkei

Ähnlich sieht es in der Türkei aus. Unter "Alman usulü" versteht man genau diese deutsche Eigenart, im Restaurant nur für sich selbst zu zahlen. Ansonsten stört die Türken nur, dass nicht so viele Deutsche bei Ihnen Urlaub machen, wie sie es gerne hätten. Mit einer Ausnahme – manche Deutsch-Türken, die Erdogan gewählt haben, seien bei den Oppositionellen nicht gerne gesehen.

Spanien

Sparen Sie sich die Kritik an der spanischen Küche, dem Olivenöl, dem schönen Land und den Spaniern selbst oder ihrer Lebensfreude. Darauf sind sie selbst sehr stolz und den erhobenen Zeigefinger sieht man in diesem Zusammenhang nicht gerne. Wenn also der Koffer am Flughafen etwas länger auf sich warten lässt, warten Sie halt ein bisschen länger, statt sich zu beschweren.

Österreich

Mit nur einem Satz kann man sich bei den Österreichern sofort unbeliebt machen: "Bei uns in Deutschland machen wir das aber so…". Das will natürlich niemand hören. Aber auch Rechthaber, Nörgler und Leute, die beim Trinkgeld geizig sind, werden nicht gerne gesehen und dann auch mal als sturen "Piefke" abgetan. Abgesehen davon sind Touristen in Österreich grundsätzlich sehr willkommen, schließlich wird mit dem Tourismus auch der Lebensunterhalt verdient. Schwieriger wird es, wenn Deutsche sich dort so wohlfühlen, dass sie direkt bleiben wollen. In einer Studie wurden in Österreich lebende Ausländer über ihr neues Leben befragt. Das Ergebnis: Österreich erhält den Titel des unfreundlichsten Lands der Welt. Das gilt aber nicht für Touris!

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