Zwei Jahre nach der Katastrophe

Tipps für Ferien im Ahrtal

Stand
Autor/in
Andreas Müller
Onlinefassung
Fabian Jutzi

Endlich Ferien: Viele fahren oder fliegen im Sommer ans Meer. Wer hier bleibt, kann im Ahrtal zum Beispiel Radfahren oder Wandern. Dort läuft nach der Flut der Tourismus wieder an.

SWR1 Redakteur Andreas Müller war mit unserem Moderator Veit Berthold erst kürzlich im Ahrtal unterwegs und hat noch ganz frische Eindrücke, ob sich ein Abstecher in das Tal, trotz der noch sichtbaren Schäden nach der Flut, wieder lohnt.

Wandern im Ahrtal

An der Ahr kann super gewandert werden. Zum einen gibt es den Ahrsteig von Blankenheim an der oberen Ahr bis runter an den Rhein nach Sinzig. 100 Kilometer schönste Wanderstrecke, für jeden Wandertyp ist etwas dabei. Ob steile Anstiege mit garantierten herrlichen Ausblicken oder eher ruhige sanfte Streckenverläufe mit weiten Feldern und flachen Anhöhen.

Blick vom Rotweinwanderweg nach Dernau
Vom Rotweinwanderweg hat man einen guten Blick nach Dernau.

Und natürlich der berühmte Rotweinwanderweg. Er schlängelt sich von Altenahr nach Bad Bodendorf und ist rund 36 Kilomenter lang. Andreas Müller und Veit Berthold sind eine kleine Strecke von Rech nach Dernau Richtung Walporzheim gegangen. Man läuft mit Blick ins Tal durch die Steillagen der Weinreben. Und oberhalb von Walporzheim hat er einen neuen Höhepunkt: die Flutkapelle im Ahrtal, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Die neue Flutkapelle "St. Donatus" Walporzheim steht oberhalb der Ahr in den Weinbergen.
Die neue Flutkapelle "St. Donatus" Walporzheim steht oberhalb der Ahr in den Weinbergen.

Fahrradweg im Ahrtal noch unterbrochen

Für Fahrradfahrer gibt es leider auch schlechte Nachrichten: Eine der beliebtesten Strecken zwischen Ahrweiler und Altenahr ist immer noch unterbrochen. Und das wird auch noch eine Weile andauern, bis die Bahnstrecke, die Brücke, die Tunnel und damit auch der Radweg wieder aufgebaut sind. Was aber wirklich schön ist, ist die Strecke von Altenahr ins hintere Ahrtal über Insul, Schuld bis nach Blankenheim. Hier hat man eine ganz neue Trasse angelegt, die für jeden – ob mit klassischem Rad oder mit E-Bike – locker zu befahren ist. Die obere Ahr fühlt sich zwar schon mehr nach Eifel an, hat aber auf jeden Fall seinen Reiz.

Wirklich schön ist die Strecke von Altenahr ins hintere Ahrtal.

Unterkunftssuche an der Ahr ist schwierig

Die Flut hat hier deutlich Spuren hinterlassen. Ungefähr die Hälfte der Betriebe sind wieder offen und freuen sich auf Gäste. Trotzdem findet man von einer einfachen Unterkunft bis zu einem schicken Hotel etwas für jeden Geldbeutel.

Wer übernachten will, sollte aber etwas vorplanen. Denn grade in der Hauptsaison ist das Ahrtal natürlich auch bei vielen Stammgästen immer noch sehr beliebt. Trotzdem lohnt sich ein Besuch auch für Tagesausflügler. Denn Restaurants und Cafés sind geöffnet und hier kommt man schnell in Kontakt mit den Menschen aus der Region. Und jeder Besuch hilft dem Ahrtal und den Menschen, die hier leben.

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Andreas Müller
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Fabian Jutzi