Weihnachten, Liebe & Familie im antiken Gutshof

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Von Autor/in Rico Wolf

Weihnachten im Gutshaus Pöthen: Das antike Gutshaus bei Gommern ist das Zuhause von Francesca, Alexander und ihrer Familie. Der Liebe wegen zog Francesca aus dem Schwarzwald nach Sachsen-Anhalt zu Alexander in das alte Gutshaus. Gemeinsam kümmern sie sich nun um dessen Erhalt und verleihen ihm besonders zu Weihnachten wieder seinen alten Glanz.

Altes Gutshaus erstrahlt im weihnachtlichen Glanz

1587 erbaut, war das ehemalige Gutshaus Pöthen lange Eigentum des Landadels und der Großgrundbesitzer. Nach der Enteignung durch die Bodenreform 1947 wurde das alte Gutshaus erst durch die Gemeinde genutzt und stand schließlich leer.

Mit 23 Jahren wird Alexander zum Gutsherrn

1998 erwarb Alexanders Vater das antiken Gutshaus und das ganze Anwesen und übergab ihn dann 2010 in die Hände seines damals 23-jährigen Sohnes. Alexander wurde damit zum Gutsherrn, der sich seither sehr verantwortungsvoll um den Erhalt, die Sanierung und die Bewirtschaftung des historischen Hauses kümmert. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, dem Gutshaus wieder seinen alten Glanz zu verleihen und ihm neues Leben einzuhauchen – und das nicht nur an Weihnachten.

Leidenschaft für Kunst und Antiquitäten

Seine Leidenschaft für Kunst und Antiquitäten ist dabei überall spürbar. Bei der liebevollen Restauration der historischen Bausubstanz ebenso wie bei der stilgerechten Einrichtung und Dekoration der Räume mit antiken Möbeln oder restaurierten Ritterrüstungen. Auch eine kleine Ausstellungsfläche für seinen Antiquitätenhandel hat er in seinem alten „Antikgut Pöthen“ untergebracht.

Deutsch-italienische Großfamilie unter einem Dach

Alexander und Francesca leben inzwischen mit ihren drei Kindern und den Großeltern im Gutshaus Pöthen. Die gebürtige Italienerin hat Alexander noch während seines Studiums in München kenngelernt. Er hatte gehofft, eine Frau zu finden, die die Verantwortung für das alten Gutshaus mit ihm teilt. Umso größer war die Freude, dass Francesca der Liebe wegen für ihn aus dem Schwarzwald nach Sachsen-Anhang zog und diese Mammutaufgabe nun mit ihm gemeinsam meistert: die Arbeit am Gutshaus, die Fürsorge für zwei pflegebedürftige Familienmitglieder, drei Kinder und mehrere Haustiere.

Historische Restauration: Mit Liebe zum Detail und zur Geschichte

Die Liebe gibt dem jungen Paar die Kraft, die Herausforderungen bei der Sanierung des alten Hauses gemeinsam zu meistern. Kein Bauvorhaben ist zu schwierig, als dass es selbst mit Alexanders perfektionistischen Vorstellungen nicht umgesetzt werden könnte. Das Parkett im Kaminzimmer des Gutshauses wird nicht im Baumarkt besorgt, sondern in Wien in einem ehemaligen Tanzsaal ausgebaut und nach Sachsen-Anhalt gebracht. Ob schon der Kaiser darauf getanzt hat? Auch die Gutshaus-Küche kann nicht im Küchenstudio in Magdeburg bestellt werden. Alexander kauft eine Vintage-Küche und verbaut darin mit seinem Vater modernste Technik, sodass diese Möbelstücke wie alles im Haus einzigartig sind.

Nicht nur an Weihnachten ein offenes Haus

Die Gutsherrin und der Gutsherr zweiter Generation öffnen ihr Haus mitunter für Feierlichkeiten und teilen es gern mit Familie, Freunden, Nachbarn und Gästen. Besonders in der Weihnachtszeit, wenn sie ihre italienisch-deutschen Weihnachtsfeste feiern und auf diese Weise ihre ganz persönliche Weihnachtsgeschichte im Gutshaus Pöthen weiterschreiben.

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Autor/in
Rico Wolf
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