Rita Simon aus Rennerod im Westerwald erklärt den Mundart-Begriff „Bäister“ auf Wäller Platt

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„Hier ist Heimat“, sagt Rita Simon (70) über Rennerod im Westerwald. „Hier kenne ich meinen Paulinenclub, das sind meine Sängerfrauen.“

Die trifft Rita regelmäßig seit 46 Jahre. Benannt sind sie nach dem „sauren Paul“, einem Likör, den die Damen bei ihren Treffen immer gerne getrunken haben. Auch wenn heute nicht mehr so viel getrunken wird, gesungen wird immer noch einmal im Monat.

Ein Leben ohne den Paulinenclub und vor allem außerhalb von Rennerod, kann sie sich deshalb nicht vorstellen. Schon ihre Eltern und Großeltern kamen aus der 4.000-Einwohner-Gemeinde. Ihre Mutter besucht Rita täglich für zwei Stunden im Altenheim und berichtet ihr über das „Neueste vom Dorf“.

Außer, wenn sie mit ihrem Mann Werner zwischen März und November mit dem Wohnmobil unterwegs ist. Dann sind sie manchmal auch einige Wochen am Stück unterwegs, gehen entlang der deutschen Flüsse Rad fahren, oder reisen auch mal bis nach Spanien. „Wir sind aber auch immer froh, wenn wir wieder daheim sind.“