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Lily engagiert sich ehrenamtlich im Christophorus Hospiz in Mainz – zusätzlich zu ihrer eigentlichen Tätigkeit als Dozentin an der Uni. „Viele Ehrenamtliche sind berufstätig und es lässt sich meistens sehr gut vereinen.“

Mit gerade mal 31 Jahren ist sie im Hospiz-Kollegium auffallend jung. Doch der Gedanke, dass sie selbst und alle anderen Menschen irgendwann gehen müssen, hat Lily dazu bewogen, sich näher mit diesem Thema zu befassen: „Ein Grund, warum ich hier angefangen habe, war, dass mich das Thema Sterben zunehmend beschäftigt hat. Es war ein Versuch, damit in Kontakt zu kommen und mehr darüber zu erfahren, wie man damit umgehen kann.“

Lily empfängt Besucher richtet Mahlzeiten her oder dekoriert die Räume

„Wir versuchen, den Pflegern und Pflegerinnen den Rücken freizuhalten.“ Der Umgang mit den Gästen ist ein Gewinn für beide Seiten. Die Arbeit hat sie zwar nicht zu einem anderen Menschen gemacht, dennoch konnte Lily bereits wichtige Erfahrungen sammeln: „Es ist nicht so, dass man hier das Ehrenamt macht und plötzlich weiß man, was wichtig ist im Leben. Aber man wird immer wieder an Dinge erinnert, die man mehr wertschätzen könnte. Man fragt sich öfter: Was ist jetzt wirklich wichtig?“

Ihr Bild von Hospizen hat sich für Lily nachhaltig verändert

Anfangs hätte sie nicht damit gerechnet, dass es so ein heller und schöner Ort sein würde. Die Menschen kommen, um ihre letzten Tage und Wochen so angenehm wie möglich zu erleben.  Dementsprechend sind auch alle Emotionen und Gefühle präsent: „Es ist schon so, dass es hier sehr traurige Momente geben kann, aber das darf auch so sein. Es gibt aber auch sehr lustige und gesellige Momente. Das Hospiz ist ein sehr vielseitiger Ort.“

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