Banker mit Burnout wird Foodtrucker – Michael ist Don Terrino

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ONLINEFASSUNG
Meike Soldner
Patrizia Schmitt
AUTOR/IN
Markus Bundt
Bild von einem mittelalten Mann (Foto: SWR)
„Da war ein Punkt, wo ich sagte, das geht nicht mehr. Ich war regelrecht ausgepowert und verlor auch zunehmend die Freude, zur Arbeit zu gehen.“ (Michael aus Koblenz)
Mann wie er eine Zitrone in eine Suppe reibt. (Foto: SWR)
Michael war Bänker und ist mittlerweile mit seinem Foodtruck bekannt als Don Torino.
Suppe in Becher mit Dressing. (Foto: SWR)
Sein Wissen über Finanzen und Unternehmensgründung half ihm bei Umstieg auf den Foodtruck.
Bild von einem Mann, der gerade Suppe in Becher füllt und sie verschließt. (Foto: SWR)
Selbstverständlich bringe ich Zahlenverständnis mit. Ich bin in der Lage, zu wissen, wie ich mein Produkt kalkuliere und an welcher Stelle ich Geld verdiene.
Frau kauft Suppe am Food-Truck (Foto: SWR)
Der soziale Kontakt tut ihm gut. Den hat er vorher im Büro vermisst.

Für Michael war ein Berufswechsel der notwendige Schritt, um wieder Freude am Beruf zu haben. Jahrelang arbeitete er als Bankmanager. Auch sein Vater hatte schon diesen Beruf ergriffen, wodurch Michael in der Kindheit erste Erfahrungen gesammelt hat.

Wenn dann irgendwas war, klingelte bei uns am Wochenende das Telefon und dann mussten wir als Kinder auch mal drangehen und waren mitten in der Thematik drinnen.

Michael machte später Karriere als Bankmanager. Er stellte aber mit den Jahren fest, dass er mehr und mehr den Bezug zu den Menschen verlor. Ihm fiel es schwer, unvoreingenommen auf Personen zuzugehen, weil er durch seinen Job als Manager dazu neigte, Menschen nach Schubladen zu kategorisieren. Außerdem fehlte ihm das direkte Feedback von seinen Kundinnen und Kunden. Das hat sich geändert, als er mit Hilfe seines Arbeitgebers die Branche wechselt und einen eigenen Foodtruck eröffnet.

Ich kriege plötzlich Feedback für meine Arbeit. In der Form, wie ich es vorher nie hatte.

Ohne Plan ist Michael aber nicht in seinen neuen Job gewechselt. Sein früherer Job als Bänker hilft ihm auch als Foodtruck-Besitzer, den Überblick über die Steuer und die Kalkulationen zu behalten.

Seit er unter dem Namen `Don Terrino´ Suppe kocht, hat er täglich wieder viel mit Menschen zu tun und geht unvoreingenommen auf die Menschen zu. Am wichtigsten ist ihm jedoch, dass er immer ein offenes Ohr für seine Gäste hat. Manche Leute haben nicht mehr so viele soziale Kontakte und seien unfassbar dankbar, selbst für ein kurzes Gespräch. Aus diesem Grund nimmt sich Michael auch in stressigen Situation Zeit dafür.

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