Privileg und Segen: Altenpfleger sein

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Er selbst nennt seine Arbeit ein „Privileg“ und einen „Segen“: José aus Heilbronn. Vor sechs Jahren kommt er nach Deutschland. Heute ist er bereits Teamleiter in seinem Pflegeheim.

„Die Wertschätzung, die man von den Leuten bekommt, ist etwas ganz Besonderes. Das hat mich damals dazu gebracht zu sagen: Das ist genau das Richtige für mich.“

José, 33, Altenpfleger in Heilbronn

Wurzeln in der Dominikanischen Republik

José stammt aus der Dominikanischen Republik. Dort muss er schon früh arbeiten gehen, um sich und seine Geschwister zu versorgen.

„Ich habe im Tourismus gearbeitet, in verschiedenen Hotels, und eine Ausbildung als Koch gemacht“.

Neue Heimat: Deutschland

Vor sechs Jahren kommt er der Liebe wegen nach Spanien. Von dort aus geht es über ein EU-Programm für Fachkräfte nach Deutschland - ohne Sprachkenntnisse. José besucht einen Deutschkurs und macht eine Ausbildung zum Altenpfleger. Er schließt die Ausbildung als Jahrgangsbester ab. Heute ist er Teamleiter in einem Pflegeheim in Heilbronn. Von der Gesellschaft wünscht sich José mehr Wertschätzung für seinen Job. Er sagt aber auch: Diese Wertschätzung muss vorgelebt werden.

„Wenn wir uns als Altenpfleger nicht schätzen, warum sollten die anderen das machen? Wir sind die, die Verantwortung dafür tragen sollten, den anderen das klarzumachen, dass es nicht nur Popo sauber machen ist.“

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