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"Das ist krass, sowas hatten wir schon sehr lange nicht mehr." Mit so viel gespendeten Lebensmitteln hätte Anna Gieraths nicht gerechnet. Eigentlich wollte sich die selbstständige Mutter in diesen Tagen mehr auf ihr Tiefbauunternehmen konzentrieren, aber nun ist sie bis zu zehn Stunden am Tag damit beschäftigt, Lebensmittel vor der Mülltonne zu retten und wieder zu verteilen.

Mehr als 11 Millionen Tonnen Lebensmittel werden laut des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft in Deutschland jährlich weggeworfen. Zu viel, findet Anna. Sie gründete erst im Herbst den Foodsharing-Bezirk in Ahrweiler. Was mit der Verteilung in ihrem Wohnzimmer anfing, musste nun in Zeiten von Corona auf die Straße verlegt werden.

„Aufgrund der Corona-Pandemie werden die Leute in Kurzarbeit geschickt, kriegen weniger Gehälter und sind noch mehr auf Lebensmittelspenden angewiesen als vorher.“

Viele Tafeln sind geschlossen und können das Essen von Discountern und Lebensmittelmärkten nicht mehr einsammeln. Die Tafel in Ahrweiler zum Beispiel bietet nun ihren Tafelkunden an, nach telefonischer Anfrage, Tüten mit Lebensmitteln nach Hause zu liefern. Anna versucht, so viel Essen wie möglich zu retten und weiterzugeben.

Jeder, der etwas gebrauchen kann, bekommt bei ihr auch etwas. Nur das Hamstern von Lebensmitteln wird auch bei ihn nicht gerne gesehen. „Ich bin ein Ehrenamtsfreak. Mir macht das unheimlich Spaß diese dankbaren Menschen zu sehen. Das gibt mir persönlich einfach viel.“ Anna macht weiter, damit sie so vielen Menschen wie möglich helfen kann.

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