KI Header

Grundlegende Fakten zur KI

Was ist KI und was kann sie?

Stand
AUTOR/IN
Patrisha Walters

Ob in der Schule oder auf der Arbeit, "künstliche Intelligenz" ist längst kein Fremdwort mehr. Und obwohl KI überall Thema ist, bleiben einige Fragen oft offen.

Hier gibt es Antworten auf die wichtigsten Fragen zu KI:

Was unterscheidet KI von menschlicher Intelligenz?

"KI" steht für "künstliche Intelligenz".

Künstliche Intelligenz ist die Wissenschaft, Maschinen zu machen, welche Dinge tun, für deren Ausführung beim Menschen Intelligenz erforderlich wäre.

Künstliche Intelligenz ist die Fähigkeit einer Maschine, sich menschenähnlich zu verhalten. Das bedeutet, die Maschine imitiert menschliche Fähigkeiten wie Lernen, Planen und Denken.

Wie funktioniert KI?

Künstliche Intelligenz kann nicht plötzlich anfangen zu denken und zu lernen. Statt den Nervenzellenverbindungen in einem menschliche Gehirn arbeitet die Künstliche Intelligenz mit künstlichen Neuronennetzen und die müssen trainiert werden.

Am Anfang weiß die KI noch nichts. Für das Training müssen ihr immer wieder ähnliche Daten zugespielt werden. Damit eine KI zum Beispiel ein Bild einer Katze erstellen kann, muss sie vorher viele Bilder von Katzen gesehen haben. Aus den Bildern speichert die KI Muster und Zusammenhänge. Sie merkt sich beispielsweise, wie groß Katzen sind, welche Farben die Tiere normalerweise haben, oder wo sie sich häufig aufhalten.

Sieht die KI nach dem Training ein Bild eines Tieres, kann sie erkennen, ob es sich um eine Katze handelt oder nicht. Erstellt die KI ein Bild einer Katze, ist das Ergebnis besonders detailliert, wenn die KI bereits viele Informationen über Katzen gespeichert hat.

KI lernt allerdings auch durch jede Nutzung. Wenn jemand online etwas in der Suchmaschine eingibt, schlägt die KI vor, wie der Satz beendet werden könnte. Das kann sie nur, weil viele andere Menschen schon nach diesem Satz gesucht haben.

Was kann KI?

Mittlerweile kann KI schon einiges. KI vervollständigt unsere Fragen an Suchmaschinen, kann Untertitel für Videos generieren und diskriminierende Kommentare auf Social Media löschen. Es gibt aber auch schon KI, die Erdbeben voraussagen kann oder Ampelsysteme, die Fahrzeuge erkennen und automatisch schalten können.

Und dann gibt es die großen Aushängeschilder für KI: selbstfahrende Autos und persönliche Assistenten wie Siri, Alexa oder ChatGPT, die das Internet durchforsten und versuchen, Antworten auf alle gestellten Fragen zu finden.

App Store - Apple - Apple App Store auf einem iPhone
ChatGPT hat 2023 einen Hype um KI ausgelöst

Wer hat KI erfunden?

Es gibt einige Menschen, die mit der Erfindung von künstlicher Intelligenz in Verbindung gebracht werden.

Mathematiker Alan Mathison Turing (1912-1954)
Der Mathematiker Alan Turing hat wesentlich zur Forschung an künstlicher Intelligenz (KI) beigetragen

Alan Turing (Mathematiker): Entwickler der Turningmaschine. Noch bevor es Computer gab, konnte die Maschine Zahlenfolgen lesen und in Bewegungsfolgen übersetzen. Las die Maschine eine Zahl, kombinierte sie die Zahl mit der verknüpften Richtung und setzte sich in Bewegung.

Turing veröffentlichte außerdem den Aufsatz "Computing Machinery and Intelligence" (deutsch: "Kann eine Maschine denken?") und stellte darin die Theorie auf, dass eine Maschine dann denken könne, wenn ihre Antworten in einem Gespräch nicht von einem Menschen zu unterscheiden seien.

John McCarthy und Marvin Minsky nutzen auf einer Konferenz in Dartmouth erstmalig den Begriff "artificial intelligence" (deutsch: "künstliche Intelligenz).

Seit wann gibt es KI?

Noch bevor es Computer, geschweige denn das Internet gab, gab es Geschichten über Roboter, die denken und fühlen konnten. Egal ob die Maschine "Engine" aus "Gullivers Reisen" von 1726, Frankenstein oder der Zinnmann aus "Der Zauberer von Oz", die nicht-menschlichen Gestalten faszinierten schon vor hunderten von Jahren. Die nötige Technik, um den beliebten Figuren auch in der echten Welt Leben einhauchen zu können, gab es aber noch lange nicht.

Bert Lahr, Jack Haley, Judy Garland und Ray Bolger - Die Schauspieler von "Der Zauberer von Oz"
Der Zinnmann aus "Der Zauberer von Oz" ist Figur, die denken und fühlen kann, also auch eine Art von KI
  • 1936: Alan Turing entwickelt die Turingmaschine. Sie übersetzt Zahlenfolgen in Bewegungen.
  • 1950: Alan Turing schlägt den Turing-Test vor, um die Frage zu beantworten, ob Maschinen denken können. Er stellt die Theorie auf, dass eine Maschine dann denken kann, wenn ein Mensch im Gespräch sie nicht als Maschine erkennen kann. Der Test wird kritisiert, weil er voraussetzt, dass eine Maschine sprechen kann. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass eine Maschine schlau genug sein könnte, den Turing-Test bewusst nicht zu bestehen.
  • 1956: Auf der Konferenz in Dartmouth wird erstmalig der KI-Begriff verwendet. Hier wird der "Logic Theorist" entwickelt - die erste KI-Maschine, die rechnen kann.
  • 1958: Der Psychologe Frank Rosenblatt entwickelte das Perzeptron - ein künstliches Neuron. Damit können künstliche Netze aufgebaut werden, die Maschinen das Lernen ermöglichen. Viele der heutigen KI-Systeme nutzen Perzeptronenetze. Damals wurde allerdings eher auf klassische Programmierung gesetzt. Das Projekt wurde erst einmal nicht mehr gefördert.
  • 1966: Der Informatiker Joseph Weizenbaum entwickelte den ersten Chatbot mit dem Namen "ELIZA".
  • 1970er Jahre: KI-Systeme helfen bei der Diagnose von Patienten und Patientinnen

Weltkrebstag Künstliche Intelligenz verbessert Krebsdiagnose und Therapie

In der Krebsmedizin gewinnt Künstliche Intelligenz gerade enorm an Bedeutung. Doch es gibt noch Probleme – zum Beispiel, wenn es um die Zusammenarbeit von Mensch und KI geht.

  • 2011: Apples KI-Programm "Siri" wird veröffentlicht. Durch technologische Fortschritte können Menschen KI jetzt im Alltag nutzen. Jetzt haben die Geräte eine Leistung, die gut genug ist, um Rosenblatts künstliche Neuronennetze verwenden zu können.
  • 2018: Der KI "Project Debater" debattiert mit zwei Debattierexperten über Raumfahrt und kann selbst am Telefon einen Friseurtermin ausmachen, ohne enttarnt zu werden.
  • 2022: ChatGPT wird veröffentlicht

Hier gehts zur Hauptseite

Mehr zum Thema KI

Stuttgart

Scouting mit KI Wenn Fußball zur Mathematik wird: Ist Deniz Undav besser als Haaland?

Immer mehr Fußballvereine setzen beim Scouting von neuen Spielern auf Künstliche Intelligenz. Dabei kommt die KI zu verblüffenden Ergebnissen. Wie gut ist die neue Technologie?

Stand
AUTOR/IN
Patrisha Walters