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Sicherheit hat im Flugverkehr oberste Priorität. Jedes Gepäckstück muss durch einen Scanner. Um Waffen oder Sprengstoff zu erkennen, durchleuchtet der Scanner den Koffer mit Röntgenstrahlen.

Röntgenstrahlen werden in einer luftleeren Glasröhre erzeugt. Zwischen zwei Elektroden wird eine hohe Spannung angelegt und der Minuspol, die Kathode, stark erhitzt. Dadurch treten negativ geladene Elektronen aus, die zum Pluspol, der Anode beschleunigt werden. Dort kommen sie mit ungefähr halber Lichtgeschwindigkeit an und treffen auf die Atomkerne der Anode aus Kupfer. Die Atomkerne bremsen die Elektronen schlagartig ab. Dabei wird die Bewegungsenergie der Elektronen hauptsächlich in Wärme umgewandelt; ein Prozent aber wird in Form von Röntgenstrahlung abgegeben.

Der Röntgenscanner durchstrahlt das Gepäck mit verschiedenen Wellenlängen. Dadurch kann das Gerät neben der Form auch das Material eines Gegenstandes erkennen. Weiche, organische Stoffe – wie zum Beispiel Käse – lassen alle Wellenlängen durch. Sie werden orange dargestellt. Stahl ist nur für kurzwellige, also besonders energiereiche Röntgenstrahlen durchlässig, die ein blaues Bild erzeugen.

Zwar sieht der Kontrolleur schon an Form und Farbe des Röntgenbilds, ob es sich um gefährliche Gegenstände handeln könnte. Endgültige Sicherheit bringt aber nur der Blick in den Koffer.

Aufgrund des Röntgenbilds könnte Plastiksprengstoff im Gepäck sein. In diesem Fall entpuppt sich der verdächtige Gegenstand aber als harmloses Käsepäckchen. Durch den Gepäckscanner vor Anschlägen geschützt, kann das Flugzeug sicher in den Urlaub starten.