Omikron (Foto: SWR)

Einblick | 21.01.2022

Omikron-Welle: The Show must go on - aber nicht um jeden Preis

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Es wird ernst in diesen Wochen, noch ernster. Die Infektionszahlen gehen steil in die Höhe, auch bei uns im SWR. Täglich kommen mehr als zehn neue Fälle dazu. Durch das verantwortungsbewusste Handeln unserer Mitarbeitenden und dank eines umsichtigen Krisenstabes schaffen wir es, alle Angebote und Sendungen zu produzieren. Doch auch bei uns im SWR drohen erhebliche Personalengpässe durch Infektionen und Quarantäne. Es kann also in den kommenden Tagen und Wochen sein, dass unsere Havarieszenarien Wirklichkeit werden.

Natürlich sind wir im SWR auf Ernstfälle vorbereitet, auch wenn wir alles dafür tun, dass sie nicht eintreten. Im Fernsehen sind unsere Landesprogramme im Notfall in der Lage, gemeinsame Nachrichten zu senden. Unsere Regionalstudios können sich schnell gegenseitig mit Programm unterstützen, falls einzelne Sendungsausgaben im Radio personell nicht mehr stemmbar sind. Und auch wenn mal eine ganze Hörfunkwelle vorübergehend nicht mehr sendefähig sein sollte, können wir reagieren - zum Beispiel indem bei SWR1 oder SWR4 das Programm aus dem jeweils anderen Bundesland übernommen wird.

Ich weiß ja, wie die Mitarbeitenden im SWR ticken: Niemand möchte eine Sendung ausfallen lassen und man wird versuchen, es auf Biegen und Brechen irgendwie hinzubekommen. Aber wir dürfen uns selbst und unsere Kolleginnen und Kollegen nicht überfordern. Deshalb sage ich an dieser Stelle ganz deutlich: Wenn es nicht mehr geht, geht es nicht mehr. Dann müssen wir auch mal die Waffen strecken und unserem Publikum sagen, dass wir es aufgrund der Pandemie gerade nicht schaffen. Klar, wir sagen auch, dass wir alles daran setzen, möglichst bald wieder mit allen Angeboten für die Menschen da zu sein. Das ist mein Appell an uns alle im SWR: The Show must go on, aber nicht um jeden Preis.

Ihr Kai Gniffke

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