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Treibhausgas als Rohstoff – Wie die Chemieindustrie CO2 nutzen will

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Hellmuth Nordwig
Hellmuth Nordwig

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Die Atmosphäre darf nicht länger als Deponie für CO2 dienen. Und ein Teil des Treibhausgases muss sogar von dort zurückgeholt werden. Unter die Erde damit, sagen die einen. Norwegen etwa will ausgebeutete Erdgasfelder damit füllen – ein neues Geschäftsmodell für seine fossile Industrie.

Immer mehr Forschende und Firmen finden aber: CO2 sollte lieber sinnvoll genutzt werden. Zum Beispiel, um synthetische Treibstoffe für Flugzeuge herzustellen. Oder als Rohstoff für die Chemieindustrie, die bis 2045 klimaneutral werden muss.

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Raus aus der Luft, ab in den Boden: In Island steht die größte Anlage zur Speicherung von CO2, betrieben mit klimafreundlicher Geothermie. In einem speziellen Prozess versteinert das CO2 innerhalb von zwei Jahren im Basaltgestein und ist so für immer der Atmosphäre entzogen.

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In Deutschland wurde die Technik verhindert, Norwegen dagegen ist Vorreiter. Vor der Küste soll CO2 aus ganz Europa versenkt werden – in einem großen „Endlager“ unter dem Meer.

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