Stadtrat beschließt höheres Budget

Finanzielle Zukunft des Theaters in Lahnstein gesichert

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AUTOR/IN
Mike Roth

Der Stadtrat hat für das Theater in Lahnstein ein höheres Budget genehmigt, als in den vergangenen Jahren. Trotzdem sorgen sich die Schauspieler weiter um die Zukunft der Bühne.

Die Stadt Lahnstein wird mit einem Haushaltsdefizit von 2,4 Millionen Euro ins neue Jahr gehen. Trotzdem soll die städtische Bühne weiter finanziert werden und sogar mehr Geld erhalten, als in den Jahren zuvor. Das hat der Lahnsteiner Stadtrat am Donnerstagabend einstimmig in seiner Abstimmung über den Haushalt 2023 beschlossen.

Theater Lahnstein erhält 638.000 Euro

Im Haushaltsplan ist auch das Budget für das städtische Theater enthalten. Demnach stehen dem Theater im kommenden Jahr 638.000 Euro zur Verfügung – wegen der gestiegen Energiekosten sind das 32.000 Euro mehr als im vergangenen Jahr.

Etwa die Hälfte davon zahlt die Stadt, der Rest kommt aus Zuschüssen von Bund und Land. Darüber hinaus will die Stadt rund 30.000 Euro für die Burgspiele Lahneck ausgeben, die vom Stadttheater inszeniert werden. Die Kommunalaufsichtsbehörde ADD muss dem gesamten Haushaltsplan der Stadt noch zustimmen.

Schauspieler am Theater Lahnstein fürchten um ihre Zukunft

Trotz des vom Stadtrat bewilligten Budgets befürchten die Schauspieler und der Verein zur Kulturpflege in Lahnstein nach eigenen Angaben jedoch, dass der Lahnsteiner Oberbürgermeister Lenart Siefert plant, das Theater zu schließen. Siefert hat den Vertrag des langjährigen Intendanten Friedhelm Hahn nicht verlängert. Ab Januar sei deshalb die Zukunft des Spielbetriebs ungewiss, so die Sorge des Vereins zur Kulturpflege und der Schauspieler.

Stadt will Intendanz neu ausschreiben

Oberbürgermeister Siefert betonte im SWR-Interview aber, es gebe keinen Anlass zu fürchten, dass das Theater geschlossen werde. Ab Januar solle es eine Interimslösung für die Intendanz geben. Danach werde eine Expertengruppe die Stelle neu ausschreiben. Aus Sicht des Vereins zur Kulturpflege und der Schauspieler, käme dies zu spät, um den Spielplan für die kommende Saison zu erstellen. Der Verein zur Kulturpflege hatte der Stadt daher vorgeschlagen, das Theater als Träger zu übernehmen. Diesen Vorschlag lehnte Oberbürgermeister Siefert jedoch ab.

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Mike Roth