In Limburg gibt es seit 2006 freiwillige Polizeihelfer. Momentan sind es zwei - künftig sollen es aber wieder mehr sein. Etwa zehn neue Helferinnen oder Helfer in Uniform wünschen sich das Ordnungsamt und die Polizei. Und auch Bewerber aus Rheinland-Pfalz können sich in Limburg bewerben.
Salvatore Bascetta ist seit 2006 ehrenamtlich in Limburg dabei
Salvatore Bascetta aus Limburg unterstützt seit 2006 den freiwilligen Polizeidienst mit seinem Engagement. Drei bis vier Stunden in der Woche geht er im Schnitt auf Streife. Immer zu zweit, zusammen mit einem anderen Polizeihelfer.
"Ich helfe gerne Leuten und bin auch bei der Freiwilligen Feuerwehr. Es macht mir Spaß und es ist abwechslungsreich. Zum Beispiel melden wir der Polizei oder dem Ordnungsamt, wenn uns bei unserem Gang durch die Stadt Sperrmüll auffällt", erzählt der 65 Jahre alte Limburger, der im Hauptberuf als Hausmeister arbeitet.
Ehrenamtliche sorgen für mehr Sicherheit in Limburg
"Präsenz zeigen, beobachten, melden" - das ist laut Stadtverwaltung Limburg das Motto der Freiwilligen Polizeihelfer. Und auch Salvatore Bascetta ist während seines Dienstes für die Bürgerinnen und Bürger immer ansprechbar. Vor allem auf größeren Festen oder an den Wochenenden werden die Helfer eingesetzt und sollen für mehr Sicherheit sorgen.
Damit sie erkannt werden, tragen sie eine polizeiähnliche blaue Uniform. Waffen haben sie keine dabei, nur Pfefferspray und ein Handy. "Wir haben Jedermannsrechte. Wir dürfen das alles auch machen, was Sie auch machen dürfen. Also zum Beispiel jemanden anzeigen, wenn das nötig ist." In den 18 Jahren im Freiwilligen Polizeidienst wurde es für den Limburger nie gefährlich.
Am häufigsten gebe es Konflikte mit uneinsichtigen Hundebesitzern, die ihre Hunde nicht anleinen wollen oder wegen der Hinterlassenschaften der Hunde. Die meisten Leute in der Stadt würden sich freuen, ihn auf Streife zu sehen. Bascetta möchte sehr gerne so lange es geht weiter die Stadt und die Polizei unterstützen.
Bewerbungsfrist bis zum 31. Januar 2025
Wer sich vorstellen kann, sich künftig im Freiwilligen Polizeidienst zu engagieren, muss bei seiner Bewerbung unter anderem ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen. Außerdem dürfen Interessenten nicht vorbestraft sein und müssen nachweisen, dass sie für die Demokratie einstehen.
Bis zum 31. Januar 2025 kann man sich bewerben. Danach gibt es noch ein Gespräch mit dem Ordnungsamt und der Polizei. Ab Mai kommenden Jahres sollen dann ausgewählte Bewerber von der Polizei in einem Lehrgang ausgebildet werden.