IMAGO  Wolfgang Maria Weber (Foto: 999)

Nationaler Anti-Catcall-Tag

Anzügliche Gesten: Kreis und Stadt Kaiserslautern sammeln Catcalling-Vorfälle

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Anzügliche Sprüche, aufdringliche Blicke oder jemandem hinterherpfeifen - all das ist kein Kompliment, sondern Catcalling. Stadt und Kreis Kaiserslautern wollen dagegen nun vorgehen.

Catcalling kommt aus dem Englischen und bedeutet sinngemäß so viel wie Geschrei verliebter Kater. Und so ähnlich klingt es, wenn zum Beispiel Männer anzügliche Geräusche oder Gesten gegenüber Frauen machen. Zum Catcalling gehören aber auch übergriffige Nachrichten mit sexuellem Inhalt in den Sozialen Medien.

Die Folgen sind für die Opfer meist gravierend, sagen die Gleichstellungsbeauftragten von Stadt und Kreis Kaiserslautern: Betroffene berichteten von körperlichen und emotionalen Auswirkungen. Außerdem verspannte Muskeln, Beschwerden beim Atmen, Schwindel, Übelkeit und Angst, den Ort wieder zu besuchen, an dem der Catcall passiert ist.

Mail-Adressen für Catcalling-Opfer

Opfer von Catcalling in Stadt und Kreis Kaiserslautern können nun anonym E-Mail-Adressen schreiben. Für Opfer aus der Stadt Kaiserslautern lautet die Adresse keinkompliment@kaierslautern.de, für Opfer aus dem Kreis keinkompliment@kaierslautern-kreis.de. Die eingegangen Nachrichten werden dort bis Mai kommenden Jahres gesammelt.

Die Gleichstellungsbeauftragten gehen davon aus, dass sich vor allem Frauen und Mädchen melden werden. Denn häufig richte sich Catcalling gegen sie. Am 9. Juni 2023, dem internationalen Aktionstag gegen Catcalling, sollen die eingegangenen Nachrichten sichtbar gemacht werden. Und zwar genau dort, wo sie auch passiert sind. Wie genau das aussehen könnte, darüber sind sich die Gleichstellungsbeauftragten noch nicht ganz einig.

Möglich seien Plakate oder Kreidezeichnungen auf dem Boden.

Catcalls in Stadt und Kreis Kaiserslautern sichtbar machen

Ziel sei, Bürgerinnen und Bürger für das Thema zu sensibilisieren. Die Gleichstellungsbeauftragten hoffen dadurch auf mehr Zivilcourage. Außerdem könnte durch die verschiedenen Aktionen Polizei und Ordnungsamt aufgezeigt werden, wo Catcalling besonders oft auftritt.

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