Verwaltungsgebäude der TU Kaiserslautern (Foto: dpa Bildfunk, Fotograf: Werner Baum)

Zum 1. Januar 2023

Aus zwei mach eins: Fusion der Universitäten Kaiserslautern und Landau

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Zum 1. Januar sind die Technische Universität Kaiserslautern und die Universität Landau fusioniert. Es ist die zweitgrößte Uni in Rheinland-Pfalz entstanden.

Mehr als 20.000 Studierende, rund 300 Professoren, mehr als 160 Studiengänge - das sind die wichtigsten Zahlen hinter der Fusion der beiden Universitäten. Im Jahr 2019 hatte der damalige Wissenschaftsminister Konrad Wolf (SPD) die Pläne der Landesregierung für eine Fusion der beiden Hochschulen vorgestellt, 2020 folgte das entsprechende Gesetz. Zuerst gab es auf beiden Seiten Vorbehalte gegen den Zusammenschluss - seitdem haben aber beide Unis an der Fusion gearbeitet.

Kaiserslautern

Uni-Fusion Kaiserslautern/Landau Universitäten verständigen sich auf Details

Die Universitäten in Kaiserslautern und Landau haben sich darauf verständigt, wie ihre geplante Fusion im Detail ablaufen soll. Den entsprechenden Formalien gab der Hochschulrat am Nachmittag grünes Licht.

RPTU statt TU

Die wichtigste Änderung zum 1. Januar 2023: der Name. Die neue Hochschule heißt künftig "Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau", kurz RPTU. Das Land fördert den Zusammenschluss mit rund 18 Millionen Euro - vor allem für die Digitalisierung. Aber auch die Forschung solle nicht zu kurz kommen, sagte der rheinland-pfälzische Wissenschaftsminister Clemens Hoch (SPD). Auch nicht vor dem Hintergrund der Energiekrise.

"Es soll nicht an der Qualität von Forschung und Lehre gespart werden, damit die Energiekosten bezahlt werden können."

So bekommt die neue Uni zum Beispiel für 500.000 Euro ein neues Bibliothekssystem. Damit können Studierende online auf Literatur- und Informationsangebote des jeweils anderen Standortes zurückgreifen.

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Die Uni Koblenz-Landau teilt sich zum 1. Januar auf. Die Uni Koblenz wird damit eigenständig. Betroffen ist vor allem die Verwaltung, doch auch Lehrende und Studierende könnten profitieren.

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Vorerst wenig Änderungen für Studierende in Kaiserslautern und Landau

Für Studierende und Lehrende ändert sich am Anfang noch wenig. Die 16 Fachbereiche bleiben vorerst bestehen. Allerdings wird schrittweise geprüft, inwieweit sie zusammenarbeiten können. In einigen Forschungsbereichen hat es im vergangenen Jahr schon Kooperationen gegeben. Die Uni soll weiterhin vor allem Präsenzunterricht anbieten. Allerdings ist nicht geplant, dass Studierende zwischen beiden Standorten pendeln - deshalb sollen bestimmte Vorlesungen auch online angeboten werden.

Geführt wird die RPTU vorerst von den zwei bisherigen Präsidentinnen und Präsidenten der eigenständigen Unis: Arnd Poetzsch-Heffter in Kaiserslautern und Gabriele Schaumann in Landau. Im Herbst 2024 soll dann ein neuer Präsident oder eine neue Präsidentin gewählt werden.

Normalbetrieb an RPTU spätestens 2027

Schnell voranschreiten soll die Fusion in der Verwaltung - sie soll als erstes umgebaut werden. Erste wichtige Schritte seien schon vollzogen, sagte ein Sprecher. "Wir haben zum 1. Januar eine funktionierende Verwaltung." In der Forschung haben die Verantwortlichen mehrere Felder benannt, in denen die neue Universität künftig Vorreiter sein will - zum Beispiel beim Thema Nachhaltigkeit. Die Uni-Führung geht davon aus, dass spätestens im Jahr 2027 der Normalbetrieb an der RPTU laufen kann.

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