Ulmer Arzt vom Bundeswehrkrankenhaus startet bei Ironman-WM auf Hawaii (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance dpa Ronit Fahl)

Profi- und Hobbysportler

Bundeswehrarzt aus Ulm startet beim Ironman auf Hawai

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Hendrik Zorn
Das Bild zeigt Hendrik Zorn (Foto: SWR, Alexander Kluge)

Für Triathleten ist es das größte Ereignis und gilt als härtestes Rennen der Welt: Der Ironman auf Hawaii. Ein Bundeswehrarzt aus Ulm ist im Oktober einer der deutschen Teilnehmer.

Von Beruf ist Christian Ernst Mediziner und arbeitet als Oberfeldarzt am Bundeswehrkrankenhaus (BWK) auf dem Oberen Eselsberg in Ulm. Und so ganz nebenbei ist der Spezialist für Wirbelsäulen und Osteologie Facharzt für Orthopädie der deutschen Ski-Nationalmannschaft. Und: Der Arzt vom BWK ist selbst Extremsportler, er ist ein "Eisenmann" und nimmt im Oktober am legendären Ironman auf Hawaii teil.

Für den 50-Jährigen geht damit ein sportlicher Lebenstraum in Erfüllung: Mit den besten 2.500 Triathleten der Welt starten zu dürfen. Start der Männer ist am 8. Oktober, die Frauen sind bereits zwei Tage früher dran. Schwimmen, Radfahren, Laufen alles auf der Langdistanz.

Weitere Sportler rund um Ulm wollen zum Ironman

Andere Hobbysportler aus der Region wollen auch nach Hawaii: der Rektor der Ulmer Spitalhofschule, Martin Felber aus Erbach (Alb-Donau-Kreis) etwa. Oder (laut Starterliste) Christian Peitz aus Ulm, Sabrina Klotz aus Gundelfingen (Landkreis Dillingen), und –kurz vor ihrem 66sten Geburtstag-  Bariele Célette aus Dillingen. Sie ist damit die älteste deutsche Hobby-Athletin. Und aus dem Ostalbkreis kommt Profisportlerin Elena Illeditsch aus Lauchheim

Ulmer Arzt vom Bundeswehrkrankenhaus startet bei Ironman-WM auf Hawaii (Foto: IMAGO, xEibnerxPressefotox xHeikexFeinerx)
Die Ironman-WM auf Hawaii findet 2022 vom 06. bis 08. Oktober statt. xEibnerxPressefotox xHeikexFeinerx

Extremsportler mit Respekt vor Autos

Jetzt schaut der Mediziner erst mal zuversichtlich auf den nächsten Mittwoch, dann fliegt er nach Hawaii. Die letzten Radeinheiten sind rum. Und da hatte er dann doch immer den Respekt davor, dass ihn zu guter Letzt doch ein "Auto vom Rad" holen könnte.

Nach hartem Training wird Körper "heruntergefahren"

Also das Radtraining ist vorbei. Ansonsten gehöre er aber zu den "paar Verrückten" die morgens um halb sechs ins SSV-Bad zum Schwimmen gehen, so wie an diesem Donnerstag auch. Insgesamt aber werde der Körper "heruntergefahren". Nicht mehr das harte Trainingsprogramm steht also für ihn auf der Tagesordnung sondern Regeneration und beispielsweise Streching. Aber den Motor ganz abschalten kann man natürlich nichts, denn allein die Laufstrecke des Ironman ist ja ein "normaler" Marathon.

"Man fährt da nicht einfach nur hin. In den zehn Stunden am Stück, in denen man läuft, Rad fährt, schwimmt muss auch das Material passen."

Und deshalb muss man sich für dieses Großereignis qualifizieren. Seit 2012 versucht Christian Ernst das, hat insgesamt sechs Langstreckenrennen mitgemacht. Auch mit professionellem Training, mit hohem finanziellen Einsatz, mit speziellen Ernährungsstrategien, mit Verzicht auf Alkohol. Gebracht haben ihm das Asketentum und der Stress erst mal nichts.

Mit lockeren Beinen zu einem perfekten Tag

Jetzt ist er die ganze Sache entspannter angegangen und es hat geklappt, obwohl die Qualifikation für Haiwaii diesmal gar nicht das Ziel war. Deshalb hat er von dem Langstreckenrennen in Frankfurt vorab auch niemandem großartig erzählt, auch seiner Familie nicht. Und dann kam dieser Tag im Juni, kam seine Qualifikation für Hawaii. Das war ein Tag, erinnert er sich, an dem alles geklappt und gepasst hat. Ein Tag, in den er mit "ganz lockeren Beinen" gestartet war.

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