Schulpraktikum im SWR Studio Freiburg

Freiburg: Was wollen junge Menschen in der Schule lernen?

Stand

Von Autor/in Antonia Wischner, Jari Honnef, Gina Anagnostopoulos, Jonathan Fey, Mariella Hannemann, Vincent Obermaier, Vivienne Timmroth, David Schäfer, David Kinsler, Max-Ferdinand Helmeke

Viele junge Menschen sind mit dem Schulsystem unzufrieden. Was läuft nicht gut? Inwiefern lässt sich das ändern und welche Ideen dazu haben Menschen in Freiburg?

Büffeln, pauken, lernen - ist unsere Schule so gut, wie sie es sein sollte? Die Schule ist für alle ein wesentlicher Bestandteil im Leben. In Deutschland ist jedes Kind dazu verpflichtet, mindestens neun Jahre lang in die Schule zu gehen. Aber auch in Freiburg sind nicht alle zufrieden mit Unterricht und Lehrplan:

Immer wieder gibt es Kritik am Unterricht – er sei beispielsweise veraltet, Lehrkräfte überfordert. Einer baden-württembergischen Schülervertretung zufolge hat das auch Auswirkungen auf die Leistungen von Schülerinnen und Schülern.

Enttäuschende PISA-Ergebnisse - große Unzufriedenheit

Dass die Leistung abnimmt, hat eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa Anfang des Jahres gezeigt: Rund 68 Prozent der Befragten sehen demnach die Qualifikation der Schulabsolventen heute schlechter an als noch vor 30 Jahren. Nur 10 Prozent sehen eine Verbesserung. Anlass der Befragung von rund 1.000 Personen Mitte Februar waren die neuesten Ergebnisse der PISA-Studie, die einen starken Leistungsabfall deutscher Schülerinnen und Schüler in Mathematik, Lesekompetenz und Naturwissenschaft zeigt.

Ist unser Schulsystem noch zeitgemäß?

Michael Dombrowsky ist Lehrer am Kepler-Gymnasium Freiburg und war als Fachberater im Regierungspräsidium Freiburg am Bildungsplan 2016 beteiligt. Das Schulsystem könne sicherlich die eine oder andere Reform vertragen, sagt er. Aber er findet auch, dass das Schulsystem allen Kindern und Jugendlichen etwas biete. Beispielsweise ermögliche die Schulform der Gemeinschaftsschule seit der Reform im Jahr 2012, dass gemeinsam gelernt wird, so Dombrowsky.

Welche Fächer hätten sich die Menschen in Freiburg in der Schule gewünscht?

Bildungsplan wird im regelmäßigen Rhythmus angepasst

Alle zehn bis zwölf Jahre wird der Bildungsplan in Baden-Württemberg geändert. Hierfür geht ein Impuls vom Kultusministerium aus, der an Experten des Instituts für Bildungsanalysen Baden-Württemberg (IBBW) weitergeleitet wird. Diese haben in einer Kommission den Auftrag, den Bildungsplan zu erstellen. Worin der Bildungsplan besteht, bestimmen die Experten in der Kommission. Michael Dombrowskiy vom Regierungspräsidium Freiburg betont: "Welche Fächer es umfasst, ist eine politische Entscheidung."

Schülerinnen und Schüler können sich einbringen

Aber auch Schülerinnen und Schüler können Initiative ergreifen - beispielsweise im Landesschülerverband Baden-Württemberg, in der schuleigenen SMV ("Schüler Mitverantwortung") oder in Jugendorganisationen von politischen Parteien.

Schule ist kein "Reparaturbetrieb für die Gesellschaft"

Ob Fächer wie Geschichte und Religion in dem Ausmaß unterrichtet werden müssen, wie sie unterrichtet werden, ist eine Frage, findet Michael Dombrowsky. Die müsse man gesellschaftlich ausdiskutieren, sagt er.

Gleichzeitig könne Schule nicht alles leisten, so Dombrowsky: "Es gibt den Trend, dass Schule der Reparaturbetrieb für die Gesellschaft ist." Daraus würden Forderungen folgen: von der berühmten Steuererklärung zur Demokratiebildung oder Themen wie Ernährung.

Doch der perfekte Schultag kann für jeden unterschiedlich aussehen. So würden ihn sich Leute in Freiburg vorstellen:

Die Praktikumswoche im SWR Studio Freiburg in Bildern

Eine Jugendliche steht in einem Radiostudio vor einem Tisch und Mikro.
"Auf Los geht's los" - Gleich am ersten Tag ging es ins Radio-Studio, um Nachrichtentexte einzusprechen und aufzunehmen. Bild in Detailansicht öffnen
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Freiburg im Breisgau

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