Coronavirus Liveblog für Baden-Württemberg

Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Donnerstag, 18. März 2021

Stand

Das war der Donnerstag in Baden-Württemberg

Ab sofort wieder Impfungen mit Astrazeneca

21:40 Uhr

Baden-Württemberg folgt der neuen Entscheidung der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA über die Zulassung des Impfstoffs Astrazeneca und hat die Impfzentren des Landes darüber informiert, dass Impfungen mit Astrazeneca von Morgen an wieder aufgenommen werden sollen. "Das gemeinsame Ziel des Landes und der Impfzentren ist es, möglichst viele Impfungen durchzuführen und einmal gebuchte Termine stattfinden zu lassen", sagte Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne). Das Ministerium habe die Impfzentren gebeten, Termine, die zwischen Freitag, 19. März, bis einschließlich Montag, 22. März, gebucht waren, soweit möglich stattfinden zu lassen. Termine, die in diesem Zeitraum durch eine Umbuchung auf einen anderen Impfstoff erhalten werden konnten, bleiben davon unberührt. Alle bereits gebuchten Termine mit Astrazeneca ab Dienstag, 23. März, finden wie geplant statt.

Spahn gibt Astrazeneca wieder frei

20:27 Uhr

Als Reaktion auf die Empfehlung der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die weitere Verwendung des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca genehmigt - allerdings mit Warnhinweisen. Die Impfungen mit dem Präparat sollten noch im Laufe des Freitags wieder aufgenommen werden, sagte Spahn heute Abend in Berlin. Die Impfwilligen sollten dann in aktualisierten Aufklärungsbögen über mögliche Risiken informiert werden. Es gebe eine "besondere Sorgfaltspflicht gegenüber den Impfwilligen", sagte Spahn. "Die Bürgerinnen und Bürger können darauf vertrauen, transparent informiert zu werden." Nach der Aussetzung der Impfungen am Montag gelte es nun, vier verlorene Tage aufzuholen, sagte der Minister. Nun gehe es darum, "dass wir zügig weiterimpfen". Der Präsident des für Impfstoffe zuständigen Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek, sagte, eine Prüfung habe ergeben, dass der Nutzen fortgeführter Astrazeneca-Impfungen größer sei als die Risiken.

Schwäbisch Hall erlässt tagsüber geltende Ausgangssperre

20:06 Uhr

Der Corona-Hotspot Schwäbisch Hall mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von annähernd 300 wird eine tagsüber geltende Ausgangsbeschränkung erlassen. Das teilte Landrat Gerhard Bauer (parteilos) heute Abend mit. Die Regelung soll ab Samstag in Kraft treten. Bürger dürften die Wohnung dann nur noch aus triftigem Grund - wie etwa zum Einkaufen, dem Weg zur Arbeit oder Bewegung an der frischen Luft - verlassen. Zu den genauen Uhrzeiten machte der Landkreis noch keine Angaben. Für die im Kreis gelegene Stadt Schrozberg soll zudem eine Maskenpflicht für das gesamte Stadtgebiet erlassen werden.

Fast 2.000 Neuinfektionen in Baden-Württemberg

19:37 Uhr

Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen im Land hat sich im Vergleich zu gestern um 1.999 erhöht. Im Wochenvergleich sinken die Fallzahlen um 0,5 Prozent. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Land liegt bei 89 und damit um 22,9 deutlich höher als vor einer Woche. Heute wurden 32 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet. Die Sterbezahlen sind im Wochenvergleich um 13 Prozent gesunken. 255 an Covid-19 erkrankte Personen werden zurzeit auf Intensivstationen behandelt. Das sind mit 16 deutlich mehr als vor einer Woche. Geimpft sind inzwischen 917.558 Menschen - 16.355 mehr als gestern vermeldet. Insgesamt 410.263 Geimpfte haben durch die Zweitimpfung den vollen Schutz. Das sind 3,7 Prozent der Bevölkerung. Schwäbisch Hall meldet derzeit die höchste Zahl an Neuinfektionen - 292,7 je 100.000 Einwohner. Auf den Plätzen zwei und drei liegen Rastatt (184,5) und Sigmaringen (142,9). Rottweil meldet derzeit mit 28,6 die niedrigste Zahl, gefolgt vom Neckar-Odenwald-Kreis (41,8) und dem Kreis Heidenheim (46,7).

Sozialministerium empfiehlt Kontakte auch weiterhin zu reduzieren

18:59 Uhr

Trotz der Aufhebung der Quarantänepflicht für "Kontaktpersonen von Kontaktpersonen" empfiehlt das Sozialministerium der Bevölkerung weiterhin Kontakte zu reduzieren. Die Menschen sollten aufmerksam auf das mögliche Auftreten von Symptomen achten und sich gegebenenfalls nach Rücksprache mit der Hausärztin oder dem Hausarzt testen lassen. Der Verwaltungsgerichtshof hatte gestern in seinem Beschluss die Quarantäneregelung für "Kontaktpersonen von Kontaktpersonen" aufgehoben. Diese war von der Landesregierung wegen der besonders hohen Ansteckungsgefahr bei den neuen Corona-Varianten in die "Corona-Verordnung Absonderung“ neue Vorschrift aufgenommen worden.

Baden-Württemberg setzt weiteren Öffnungsschritt aus

17:38 Uhr

In Baden-Württemberg wird es erstmal keine weiteren Lockerungen für Freizeit und Handel geben. Weitere Öffnungen seien derzeit unrealistisch und nicht sinnvoll, teilte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) mit. Damit können Kneipen und Restaurants auch im Außenbereich nicht öffnen, Theater und Kinos bleiben geschlossen. Die Ministerpräsidentenkonferenz Anfang März hatte derartige Lockerungen in Aussicht gestellt – geknüpft an dauerhaft rückläufige Inzidenzwerte. Die Tendenz zeige aber in die falsche Richtung, so Kretschmann. Die Absage an weitere Öffnungsschritte soll in einer neuen Corona-Verordnung der Landesregierung formuliert werden, die derzeit in Arbeit ist.

EMA hält Astrazeneca-Impfstoff weiterhin für sicher

17:13 Uhr

Der Corona-Impfstoff von Astrazeneca ist aus Sicht der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) sicher. Das teilte die Behörde in Amsterdam mit. "Die Impfung ist sicher und wirksam", sagte EMA-Chefin Emer Cooke. Es werde aber eine extra Warnung vor möglichen seltenen Blutgerinnseln in Hirnvenen bei den möglichen Nebenwirkungen aufgenommen. Die EMA hatte eine Überprüfung eingeleitet, nachdem Fälle von Thrombosen in den Hirnvenen nach der Impfung zu einem Impfstopp mit dem Mittel geführt hatten.

Landkreis Sigmaringen zieht Corona-Notbremse

16:58 Uhr

Im Landkreis Sigmaringen greift ab Samstag die Corona-Notbremse. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt dort seit sechs Tagen über 100 - zuletzt ist sie auf 130 gestiegen. Ab Samstag werden deshalb fast alle Lockerungen vom 8. März zurückgenommen. Das Corona-Virus habe sich flächendeckend im gesamten Kreis verbreitet. Mehrere Betriebe, Schulen, Kindergärten und medizinische Einrichtungen sind laut Landratsamt betroffen.

Gaststätten können Erlaubnis einfach verlängern

16:45 Uhr

Gaststätten, die pandemiebedingt seit Monaten geschlossen sind, können ihre Lizenz ohne viel Aufwand verlängern lassen. Das hat das baden-württembergische Wirtschaftsministerium, mit Verweis auf einen entsprechenden Erlass, klargestellt. Normalerweise erlischt die Zulassung, wenn der Betrieb nicht innerhalb eines Jahres nach Erteilung der Erlaubnis begonnen oder seit einem Jahr nicht mehr ausgeübt worden ist. Gaststätteninhaberinnen und -inhaber können durch den Erlass laut Ministerium bei ihrer zuständigen Behörde formlos per E-Mail oder auch per Telefon eine Fristverlängerung beantragen.

Corona-Beschränkungen gelten auch für Geimpfte

16:02 Uhr

Corona-Beschränkungen gelten auch für Menschen, die bereits gegen das Virus geimpft oder daran genesen sind, so ein Beschluss des Verwaltungsgerichtshofs in Mannheim. Geklagt hatte die Bewohnerin eines Seniorenheims. Sie wollte erreichen, das Landratsamt Lörrach gerichtlich dazu verpflichten, ein gastronomisches Angebot nur für geimpfte und genesene Senioren als Ausnahme von der Corona-Verordnung des Landes zu genehmigen. Den Mannheimer Richtern zufolge sei nicht auszuschließen, dass auch von Geimpften und Genesenen eine Ansteckungsgefahr ausgehe. Das Risiko sei deshalb zu hoch. Der Beschluss ist nicht anfechtbar.

Maskenpflicht in Grundschulen

15:18 Uhr

Auch an den Grundschulen in Baden-Württemberg soll es ab der kommenden Woche eine Maskenpflicht geben. Das hat der SWR aus Regierungskreisen erfahren. Außerdem soll in den Klassenstufen 5 und 6 Wechselunterricht möglich werden, um die Hygiene-Mindestabstände zwischen den Schülerinnen und Schülern sicherzustellen.

Pilotstudie mit Corona-Riechtests in Südbaden

15:10 Uhr

Mehrere Städte und Gemeinden in Südbaden nehmen an einer Pilotstudie mit Corona-Riechtests teil. Der Riechtest soll helfen, eine Infektion mit dem Coronavirus schon am Anfang zu erkennen. Im Kreis Lörrach sind Schopfheim, Rheinfelden und Schönau dabei, außerdem nehmen Villingen-Schwenningen, Offenburg, Emmendingen und Müllheim teil. Getestet werden Mitarbeiter in der Verwaltung oder in Kindertagesstätten, manchmal auch Eltern der Kita-Kinder. Die Pilotstudie dauert bis Ende April.

Aufbau der Seebühne in Überlingen

15:05 Uhr

Auf dem Gelände der Landesgartenschau Überlingen im Bodenseekreis hat am Donnerstag der Aufbau der Seebühne begonnen. Auf der Seebühne vor dem Uferpark sollen Konzerte und andere Veranstaltungen stattfinden, wenn es die Infektionszahlen zulassen, so die Veranstalter. Die Landesgartenschau Überlingen sollte eigentlich bereits vergangenes Jahr stattfinden, wurde aber wegen der Corona-Pandemie verschoben. Sie startet jetzt am 9. April.

Corona-Schnelltests: Macht jetzt jeder sein Ding?

14:45 Uhr

Alle Bürgerinnen und Bürger sollen sich kostenlos auf Corona testen lassen können. Das war das Versprechen von Bundesgesundheitsminister Spahn. Die Realität im Land sieht aber anders aus.

Erstes Schnelltestzentrum von Dm in Karlsruhe eröffnet

14:18 Uhr

Die Drogeriemarktkette Dm hat am Donnerstag ihr erstes Corona-Schnelltestzentrum in Karlsruhe eröffnet. Es ist Teil der Teststrategie des Landes.

Keine Rentenerhöhung: Nullrunde durch Corona

13:40 Uhr

Die Corona-Krise beschert den Rentnerinnen und Rentnern in Westdeutschland in diesem Jahr eine Nullrunde: Durch die Corona-Krise gingen die Löhne im Jahr 2020 um 2,34 Prozent zurück - als Folge müssten die Renten eigentlich sogar sinken, teilte das Bundesarbeitsministerium mit. Das sei aber aufgrund gesetzlicher Vorgaben ausgeschlossen. Stattdessen bleiben die Altersbezüge auf dem derzeitigen Niveau. Im Osten steigen die Renten zum 1. Juli um 0,72 Prozent, um die Anpassung des Rentenniveaus fortzuführen.

Mannheim bleibt mit Kita-Schließung vorerst allein

13:18 Uhr

Die Schließung aller Mannheimer Kitas bleibt vorerst ein Einzelfall in Baden-Württemberg. Eine Blitzumfrage des Städtetags ergab, dass keine anderen Kommunen einen solchen Schritt erwägen. Mannheim sei eine Ausnahme, sagte Dezernent Benjamin Lachat in Stuttgart. Der Städtetag ist dafür, dass nicht nur die Erzieherinnen und Erzieher, sondern auch die Kinder in den Kitas auf das Coronavirus getestet werden - sofern es spielerische Methoden dafür gibt. Seit Ende der Sommerferien 2020 zählte das Landesgesundheitsamt 331 Corona-Ausbrüche in Kitas mit insgesamt 2.154 Infizierten.

Vorhang zu: Staatstheater in Karlsruhe und Stuttgart öffnen nicht vor Ende April

12:55 Uhr

Die Staatstheater in Karlsruhe und Stuttgart bleiben noch bis mindestens Ende April geschlossen. Das hat Kunstministerin Theresia Bauer (Grüne) mitgeteilt. Bisher war geplant, die beiden Häuser abhängig von der Corona-Lage nur bis Ende März für den regulären Spielbetrieb geschlossen zu halten. Die Umsetzung dieser Pläne erscheine angesichts der aktuellen Situation aber nicht realistisch, sagte Bauer. Die Staatstheater müssten deshalb zunächst weiter auf kreative Sonderformate setzen.

Lokaler Einzelhandel schließt - Ortenauer Landrat dagegen

12:44 Uhr

Im Ortenaukreis muss der Einzelhandel am Samstag wieder schließen. Der Ortenauer Landrat Frank Scherer (parteilos) machte im Rahmen einer Online-Pressekonferenz keinen Hehl daraus, dass er und sein Gesundheitsamt mit der Entscheidung nicht einverstanden sind. Sie müssten sich allerdings an die Vorgaben des Sozialministeriums in Stuttgart halten. Landratsamt und Gesundheitsamt seien der Meinung, dass der Inzidenzwert allein nicht entscheidend dafür sein könne, ob der Einzelhandel öffnen darf oder nicht, so Scherer. Der Inzidenzwert liegt im Ortenaukreis derzeit bei 81,2. Wichtig sei unter anderem, ob die Krankenhäuser ausgelastet sind. Das sei im Ortenaukreis derzeit nicht der Fall.

Nach Corona-Jahr: Audi setzt "vorsichtig optimistisch" auf 2021

12:38 Uhr

Nach einem Rückgang bei Umsatz und Gewinn im Corona-Jahr 2020 erwartet der Autobauer Audi mit Sitz in Neckarsulm (Kreis Heilbronn) deutliche Steigerungen bei Absatz- und Umsatzerlösen.  

Ministerpräsident Kretschmann lässt sich impfen

12:04 Uhr

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) lässt sich gegen das Coronavirus impfen. Er soll seine erste Injektion am Freitagmittag im Impfzentrum in der Stuttgarter Liederhalle bekommen, so das Staatsministerium. Hinterher will er sich mit einem Statement an die Presse wenden. Schon vor drei Wochen hatte der Grünen-Politiker im Landtagswahlkampf angekündigt, sich impfen zu lassen. Sollte der Impfstoff Astrazeneca bis morgen wieder freigegeben sein, werde sich Kretschmann mit diesem impfen lassen, so das Staatsministerium gegenüber dem SWR.

Ortenau-Landrat verärgert über Ladenschließungen

11:59 Uhr

Der Einzelhandel im Ortenaukreis muss am Samstag wegen gestiegener Corona-Inzidenzwerte wieder schließen - auf Weisung des Landesgesundheitsministeriums und gegen den Widerstand vor Ort. "Ich persönlich finde das nicht richtig", sagte der Landrat des Ortenaukreises, Frank Scherer, in einer Online-Pressekonferenz. "Es gäbe andere Maßnahmen, die sinnvoller wären." Immerhin habe man mit der Öffnung zwischenzeitlich für einen "verdienten Lichtblick" gesorgt. Im Ortenaukreis liegt der Inzidenzwert seit dem 11. März über 50. Trotzdem wurde der Einzelhandel bis zuletzt offengehalten - der Kreis argumentierte damit, dass das Infektionsgeschehen nicht diffus sei, und stützte sich dabei auf einen entsprechenden Passus der Coronaverordnung des Landes. Das Gesundheitsministerium in Stuttgart folgte dieser Argumentation laut Scherer aber nicht und verfügte, dass die Geschäfte nun doch schließen müssen. Erlaubt bleibe aber Shoppen mit Termin.

Klinik-Koordinator: Planbare Eingriffe werden bald wieder abgesagt

11:52 Uhr

Eine dritte Corona-Welle läuft nach Ansicht eines Experten auf die Krankenhäuser in Baden-Württemberg zu. "Ab nächster Woche werden wir wieder planbare Eingriffe absagen müssen, damit wir genug Kapazitäten für die Corona-Fälle haben", sagte Götz Geldner, Koordinator der intensivmedizinischen Versorgung von Corona-Patienten in Baden-Württemberg. Derzeit befinde man sich auf dem Level des Peaks der ersten Welle, wobei die Fälle gleichmäßiger im Land verteilt seien als im Frühjahr vergangenen Jahres. Die Intensivbetten seien schon zu 10 bis 15 Prozent mit Covid-Patienten belegt, sagte der Ärztliche Direktor der Ludwigsburger RKH-Kliniken. "Wir starten nicht bei Null." Anfang der Woche seien in zwei von sechs Versorgungsgebieten Covid-Patienten in andere Krankenhäuser verlegt worden. Derzeit sei die britische Variante auf dem Vormarsch. "Das einzige, was uns rausholt, sind die Impfungen", sagte Geldner. Der Intensivmediziner plädierte dafür, den wegen Unsicherheit über mögliche Folgeschäden ausgesetzten Impfstoff von Astrazeneca auf freiwilliger Basis zu verabreichen.

Intensivmediziner fordert Umsetzung der Notbremse

11:37 Uhr

Der wissenschaftliche Leiter des Intensivregisters der Fachgesellschaft Divi, Christian Karagiannidis, hat ein Einhalten der beschlossenen Corona-Notbremse angemahnt. "Ich hoffe, die Politik setzt die Beschlüsse um, nach denen die Lockerungen bei einem Inzidenzwert über 100 zurückgenommen werden", sagte der Mediziner dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Der Experte rechnete vor, dass die Lage bei den Intensivpatienten ähnlich wie im Oktober 2020 sei. "Damals gab es bundesweit 3.000 Covid-Intensivpatienten. Wenn wir jetzt beim Impfen nachlassen, bei den Lockerungen bleiben und die Inzidenz bis 200 laufen lassen, dann können es 5.000 bis 6.000 Patienten werden", sagte Karagiannidis. Das sei in den Kliniken "die absolute Kapazitätsgrenze".

Tourismusminister Wolf hält einheitllichen Impfnachweis für sinnvoll

11:10 Uhr

Urlaubsreisen im Sommer - mit einem einheitlichen EU-Impfpass könnte das klappen. Baden-Württembergs Justiz- und Tourismusminister Guido Wolf (CDU) nennt diesen Nachweis im SWR-Interview eine gute Lösung.

Massiver Anstieg der Inzidenz in Schrozberg auf über 1.000

10:55 Uhr

Nach einem Corona-Ausbruch in einem Kindergarten in Schrozberg (Kreis Schwäbisch Hall) ist die kleine Gemeinde zu einem der bundesweit am stärksten belasteten Hotspots geworden. Die Sieben-Tage-Inzidenz schoss innerhalb weniger Tage auf einen vergleichbar astronomischen Wert von 1065,5 Fälle (Stand Mittwoch) pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Insgesamt wurden in diesem Zeitraum 62 Neuinfektionen in der 5.800 Einwohner-Kommune registriert, wie der Landkreis mitteilte. In dem mittlerweile geschlossenen Kindergarten mit rund 60 Kindern waren Anfang der vergangenen Woche reihenweise Erzieherinnen erkrankt. Weitere Großausbrüche sind nach Angaben der Schrozberger Verwaltung nicht bekannt.

RKI meldet bundesweit 17.504 neue Corona-Fälle

10:39 Uhr

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Deutschland erneut gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet 17.504 neue Fälle - das sind etwa 4.000 mehr als gestern und über 3.000 mehr als vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt das RKI mit 90 an, gestern lag der Wert noch bei 86,2. Die Gesundheitsämter der Bundesländer haben dem RKI außerdem 272 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus gemeldet.

Trotz Krise: Baustoffkonzern Heidelberg Cement mit Rekordergebnis

10:31 Uhr

Der Baustoffkonzern Heidelberg Cement hatte im abgeschlossenen Geschäftsjahr mit geringerer Nachfrage zu kämpfen. Trotzdem hat das Unternehmen nach eigenen Angaben ein Rekordergebnis erzielt.

ZF Friedrichshafen rechnet mit kräftiger Erholung

10:28 Uhr

Der drittgrößte deutsche Autozulieferer ZF Friedrichshafen ist im Corona-Jahr 2020 tief in die roten Zahlen gerutscht, rechnet aber mit einer kräftigen Erholung. Der Nettoverlust lag bei 741 Millionen Euro, wie das Stiftungsunternehmen heute mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte ZF noch 400 Millionen Euro Gewinn erwirtschaftet. Grund für die roten Zahlen seien unter anderem Rückstellungen für den Personalabbau. Im zweiten Halbjahr schrieb ZF schon wieder schwarze Zahlen. Der Umsatz sank 2020 um elf Prozent auf 32,6 Milliarden Euro. "2020 war ein ambivalentes Jahr", sagte Vorstandschef Wolf-Henning Scheider. "Doch wir haben gemeinsam die Krise gemeistert."

Main-Tauber-Kreis droht Notbremse

10:15 Uhr

Im Main-Tauber-Kreis ist die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Fällen laut Landesgesundheitsamt über die 100er-Marke gestiegen. Das könnte bald Auswirkungen haben.

Pilotversuch mit Selbsttests an Schulen im Ostalbkreis

10:13 Uhr

Der Ostalbkreis weitet die Corona-Schnelltestmöglichkeiten vor allem an Schulen aus. Geplant ist nach Mitteilung des Landratsamtes ein Pilotversuch zur freiwilligen Selbsttestung. Schülerinnen und Schüler sollen sich bei dem Pilotversuch unter Aufsicht selbst testen können. Entsprechende Test-Sets seien bereits bestellt, noch vor den Osterferien soll der Versuch anlaufen. Neun Kommunen wollen mit ihren Schulen daran teilnehmen, auch die drei Kreisberufsschulzentren seien dabei. Ziel sei es, zu erproben, wie eine Schulgemeinschaft derartige Tests in den Schulalltag integriert und wie auf Positivfälle schnell reagiert werden kann.

Steigende Inzidenz: Welche Lockerungen Heidelberg jetzt zurücknimmt

9:55 Uhr

Weil der Corona-Inzidenzwert in Heidelberg drei Tage lang über 50 lag, nimmt die Stadt nun wieder Lockerungen zurück. In Mannheim, Ludwigshafen und dem Rhein-Neckar-Kreis sind Verschärfungen bereits in Kraft getreten.

Ärztepräsident: Härterer Lockdown nicht vermittelbar

9:42 Uhr

Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hält weitere Lockerungen in der derzeitigen Pandemie-Situation in Deutschland für nicht möglich. Man müsse weiter vorsichtig sein, sagte Reinhardt im Interview mit SWR Aktuell - auch mit Blick auf die Impfstoff-Lieferungen und angesichts der Langsamkeit, mit der man gerade impfen müsse. Einen härteren Lockdown hält Reinhardt allerdings für nicht vermittelbar. Man müsse eine Balance aufrechterhalten, so der Ärztepräsident. Soziales Leben müsse genauso möglich sein wie der Blick darauf, nicht in eine dritte Welle zu laufen.

Kostenlose Schnelltests für alle in Friedrichshafen

9:17 Uhr

Die Stadt Friedrichshafen (Bodenseekreis) bietet ab heute kostenlose Corona-Schnelltests für alle an. Eingerichtet wurden zwei Testzentren, eines in der alten Festhalle, das andere in der Innenstadt. In beiden Testzentren sind kostenlose Schnelltests einmal pro Woche möglich - geöffnet sind sie von 10 bis 18 Uhr. Die Anmeldung erfolgt online, wer ohne Anmeldung kommt, muss sich auf Wartezeit einstellen, so die Stadt.

Erste Mallorca-Urlauber fliegen nach Palma

9:11 Uhr

Mallorca ist kein Corona-Risikogebiet mehr, heute startet einer der ersten Flüge von Stuttgart nach Palma. Während sich die Menschen auf Urlaub freuen, befürchtet die Politik: Die Entscheidung könnte ein großer Fehler gewesen sein.

Rotes Kreuz: Lehrer sollen für Selbsttests in Klassen geschult werden

8:48 Uhr

Lehrkräfte sollten nach Ansicht des Deutschen Roten Kreuzes geschult werden, um ihre Schülerinnen und Schüler bei regelmäßigen Corona-Selbsttests anleiten zu können. "Wir planen gemeinsam mit anderen Hilfsorganisationen, Ärzten, Apotheken und den zuständigen Ministerien ein großes Projekt", kündigte DRK-Landesgeschäftsführer Marc Groß in den "Stuttgarter Nachrichten" (Donnerstagsausgabe) an. "Die Handhabung der Tests ist nicht mehr so schwierig, das kann man hinbekommen", sagte er. Ziel der Fortbildung ab April sei die Hilfe zur Selbsthilfe. Geplant seien die Unterstützung vor Ort und durch Online-Schulungen.

Erneut besondere Auflagen für Erntehelfer

7:42 Uhr

In Südbaden sind die ersten Saisonarbeitskräfte aus Osteuropa eingetroffen, um den Start der Spargelernte vorzubereiten. Weil die wichtigsten Herkunftsländer Corona-Risikogebiete sind, gelten für ihre Einreise und Beschäftigung besondere Auflagen. So müssen sich Helfer aus Polen und Rumänien online anmelden, bevor sie nach Deutschland kommen und spätestens 48 Stunden nach ihrer Ankunft einen negativen Corona-Schnelltest vorweisen. Wer aus einem Risikogebiet kommt, muss außerdem zehn Tage in Quarantäne. Für die Saisonarbeitskräfte ist geregelt, dass sie währenddessen in festen Teams auf den Höfen und Feldern arbeiten dürfen. Den Hof verlassen dürfen sie nicht. Auch für die Unterbringung der Menschen gelten wieder besondere Regeln.

EMA-Entscheidung zu Astrazeneca erwartet

7:18 Uhr

Hat der Impfstoff von Astrazeneca Thrombosen in Hirnvenen ausgelöst? Wegen dieser möglichen Nebenwirkung haben mehrere europäische Staaten, darunter auch Deutschland, Impfungen mit Astrazeneca-Dosen vorübergehend gestoppt und warten auf die Neubewertung der Europäischen Arzneimittelagentur EMA. Denn nach dieser Empfehlung will sich Deutschland laut Bundesgesundheitsministerium richten. Heute will die EMA ihre Empfehlung abgeben.

Bundesinnenminister für einfachere Corona-Regeln

6:43 Uhr

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) fordert eine deutliche Vereinfachung der Corona-Maßnahmen. "Die Regelungen sind mittlerweile zum Teil recht kompliziert geworden und nicht immer logisch", sagte der CSU-Politiker dem "Münchner Merkur". "Die Leute verstehen nicht, wenn der Blumenladen schließen muss, aber der Supermarkt nebenan Blumen verkaufen darf." Seehofer will einen neuen Ansatz, denn: "Wir können doch jetzt nicht drei Jahre im Lockdown verharren." Sein Vorschlag: Ab einer Inzidenz von 50 darf nur noch ein Kunde pro zehn Quadratmeter Verkaufsfläche in einen Laden - ob Supermarkt oder sonstiger Einzelhandel. "Eine Regel für eine Inzidenz von über 100 bräuchten wir dann nicht mehr", sagte Seehofer.

Neue Teststationen in Tübingen

6:14 Uhr

Ab Donnerstag gibt es laut Stadtverwaltung in Tübingen zwei neue Schnelltest-Stationen - eine am Uhlandbad und eine an der Kelter. Außerdem öffnen einige Teststationen schon um 8:30 Uhr - etwa die in der Kulturhalle und die Zinser-Station. Die Stadt hat das damit begründet, dass die Wartezeiten für einen Schnelltest zu bestimmten Zeiten noch zu lang sind.

Donnerstag, 18. März 2021

Weitere Infos finden Sie hier:

Das Virus und die Folgen Archiv Live-Blog zum Coronavirus in Baden-Württemberg

Seit dem 10. März 2020 begleitet SWR Aktuell Baden-Württemberg für Sie die Lage im Land rund um das Coronavirus in einem Live-Blog. In unserem Archiv können Sie die Ereignisse multimedial nachverfolgen.

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SWR