Aus persönlichen Gründen

Kretschmanns Corona-Krisenmanager Stegmann tritt zurück

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Während der Corona-Pandemie war er Koordinator des Krisenstabs der Landesregierung. Nun scheidet Staatskanzlei-Chef Stegmann auf eigenen Wunsch aus.

Der Chef der baden-württembergischen Staatskanzlei, Florian Stegmann, hat Ministerpräsident Winfried Kretschmann (beide Grüne) gebeten, ihn aus persönlichen Gründen von seinen Aufgaben zu entbinden. Das gab das Staatsministerium am Dienstag in einer Mitteilung bekannt. Der Ministerpräsident habe diesem Wunsch bereits entsprochen und Stegmann zum 31. Januar in den einstweiligen Ruhestand versetzt. Stegmann leitet seit 13 Jahren die Staatskanzlei.

Kretschmann lobt den scheidenden Staatskanzlei-Chef

Ministerpräsident Kretschmann reagierte mit Bedauern. Er würdigte Stegmanns Rolle unter anderem während der Corona-Pandemie: Als Leiter der Lenkungsgruppe koordinierte er das Pandemiemanagement des Landes. "Ich konnte mich immer zu einhundert Prozent auf ihn verlassen", lobte Kretschmann den 54-Jährigen. Er habe darüber hinaus auch in seiner Rolle als Beauftragter für Bürokratieabbau herausragende Arbeit geleistet, hieß es in der Mitteilung weiter.

"Meine Familie braucht aufgrund einer schweren Erkrankung im engen Familienkreis in der kommenden Zeit mehr Raum und meine ganze Kraft und Aufmerksamkeit", schreibt Stegmann selbst in einer persönlichen Erklärung. "Deshalb muss ich meine Prioritäten neu ausrichten."

Noch keine Informationen über Nachfolge

In der Grünen-Fraktion hatte Stegmann zuletzt für Unmut gesorgt, denn er hatte empfohlen, das geplante Antidiskriminierungsgesetz wegen des bürokratischen Aufwands nicht weiterzuverfolgen. 

Wer Stegmann in seiner Rolle als Staatskanzlei-Chef ersetzen wird, steht offenbar noch nicht fest. "Über die Nachfolge wird zu gegebener Zeit informiert", teilte die Landesregierung mit.

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