Eichhörnchen wissen genau, wo sie ihre Nüsse, ihr Futter für den Winter, versteckt haben (Foto: dpa Bildfunk, Frank Rumpenhorst)

Vögel, Igel, Eichhörnchen

Füttern und überwintern: Wie wir Tieren draußen helfen können

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Der Winter ist kalt und ungemütlich - nicht nur für uns, sondern besonders für Tiere, die draußen klarkommen müssen. Einige schlafen, andere bleiben aktiv. Tipps für Unterkunft und Futter.

Wie kann ich Igel, Vögel und Co im Garten unterstützen?

Am einfachsten ist es, einen Berg Herbstlaub in einer geschützten Ecke im Garten liegen zu lassen. Den nutzen dann auch Amphibien und Insekten, um sich zu verkriechen. Igel brauchen das Laub zum Nestbau. Wer hier mehr tun will, kann auch direkt ein Igelhaus unters Laub schieben oder einen Rohbau schaffen - mit ein paar Ziegelsteinen, über die Äste gelegt werden.

Apropos Äste: Auch Haufen aus Totholz und Steinen sind beliebte Quartiere für Blindschleichen, Kröten und Insekten, die dort gut versteckt gerne winterstarr schlafen.

Nicht geerntetes Obst und Beeren in einem Garten. (Foto: SWR, SWR - Susanne Henn)
Nicht geerntetes Obst und Beeren sind für Vögel im Winter eine echte Überlebenshilfe. Dichte Beerenhecken bieten Ihnen zudem Schutz und ein warmes Schlafplätzchen in kalten Winternächten. SWR - Susanne Henn

Wie können Tierfreunde im Herbst und Winter helfen, auch ohne Garten?

Diese Helfer suchen sich draußen irgendwo ein Plätzchen für ein Insektenhotel oder einen Nistkasten als Unterkunft. Dafür ist fast überall Platz. Für Nistkästen ist jetzt die perfekte Zeit zum Aufhängen. Denn da ziehen über Winter auch schon mal Fledermäuse, Mäuse oder Gartenschläfer ein.

Im Frühjahr können die Nistkästen gereinigt werden und sind direkt wieder einzugsbereit für Vögel zum Brüten.

Hier die Lieblingsspeisen verschiedener Vögel:

Blaumeise (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)
Die Blaumeise frisst gerne Sonnenblumenkerne, gehackte Nüsse und Erdnüsse. Picture Alliance Bild in Detailansicht öffnen
Der Grünfink mag gehackte Nüsse, Mohn, Hanf und Sonnenblumenkerne. Picture Alliance Bild in Detailansicht öffnen
Der Stieglitz liebt gehackte Nüsse, Hanf, Mohn, Sonnenblumenkerne und Samen verblühter Stauden. Picture Alliance Bild in Detailansicht öffnen
Amseln mögen Äpfel, Rosinen, Haferflocken, gehackte Nüsse, Sonnenblumenkerne, getrocknete Beeren und Mehlwürmer. Picture Alliance Bild in Detailansicht öffnen
Rotkehlchen können gehackten Nüssen, Getreideflocken, Mehlwürmern und Rosinen in Kokosfett nicht widerstehen. Picture Alliance Bild in Detailansicht öffnen
Der Kleiber bevorzugt Getreideflocken, Hanf, Haselnüsse und Sonnenblumenkerne. Picture Alliance Bild in Detailansicht öffnen
Der Feldsperling ist ein Allesfresser. Er mag gehackte Nüsse, Samen, Fettfutter, Rosinen und getrocknete Beeren. Der Haussperling mag im übrigen das gleiche Futter. Picture Alliance Bild in Detailansicht öffnen
Elstern mögen ganze Erdnüsse und Maiskörner. Picture Alliance Bild in Detailansicht öffnen
Eichelhäher lieben Eicheln, ganze Erdnüsse und Maiskörner. Picture Alliance Bild in Detailansicht öffnen
Grünspechte bevorzugen Äpfel, Fett, gefettette Erdnüsse oder Mehlwürmer. Picture Alliance Bild in Detailansicht öffnen
Der Buchfink frisst gerne Sonnenblumenkerne, Hanfsamen, Bucheckern, gehackte Erdnüsse und andere Nüsse. Picture Alliance Bild in Detailansicht öffnen

Wie sieht es denn mit Füttern in der kalten Jahreszeit aus?

Beim Füttern dürfen wir etwas zurückhaltender sein. Denn Tiere bevorzugen grundsätzlich natürliche Nahrungsquellen - im Garten sind das beispielsweise verblühte Pflanzen mit alten Samenständen. Die einfach stehen lassen, ebenso Wildobst und Hagebutten. Also die Früchte und Beeren an Hecken und Bäumen besser nicht entfernen. Damit ist schon viel getan.

Ein Futterspender und ein Meisenknödel hängen in einem Garten. (Foto: SWR, SWR - Susanne Henn)
Wer Vögel füttern will, sollte statt in einem offenen Vogelhäuschen Obst- und Beerenmischungen in einem Futterspender oder auch Meisenknödel anbieten - aus hygienischen Gründen. SWR - Susanne Henn

Eichhörnchen und Vögel freuen sich zusätzlich aber auch über Nüsse, besonders über Erdnüsse mit Schale. Wenn es schneit, lieben die Vögel zusätzliches Fettfutter. Das lässt sich auch gut auf dem Balkon verfüttern.

Bis etwa Ende November können wir den Igeln noch helfen, sich genügend Winterspeck anzufressen, indem wir ihnen Katzenfutter und Rührei ohne Salz hinstellen. Aber bitte keine Milch - denn Igel sind, genau wie Katzen, laktoseintolerant.

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