SWR2 Wissen: Archivradio

Radio im Zweiten Weltkrieg

STAND
INTERVIEW

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Vor 75 Jahren vermeldete die BBC den Tod Adolf Hitlers. Nur wenige Tage später verkündet Admiral Karl Dönitz die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht.

Das Radio in der NS-Zeit war Propaganda – aber vor allem war es: Unterhaltung. Goebbels wollte, dass die Menschen den Reichsrundfunk hören und nicht die Feindsender. Gelegentlich waren auch beide gleichzeitig zu hören: Wenn etwa die Russen mit eigenen Sendern die Deutschen Radiosendungen störten.

Christoph König im Gespräch mit dem Rundfunkhistoriker Prof. Konrad Dussel

Erste Rundfunkrede des Reichkanzlers Adolf Hitler. Er verliest am 1. Februar 1933 am Mikrofon den im Kabinett beschlossenen "Aufruf an das deutsche Volk" (Foto digital koloriert) (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance / akg-images)
Erste Rundfunkrede des Reichkanzlers Adolf Hitler. Er verliest am 1. Februar 1933 am Mikrofon den im Kabinett beschlossenen "Aufruf an das deutsche Volk" (Foto digital koloriert) picture alliance / akg-images Bild in Detailansicht öffnen
Eröffnung der Funkausstellung am 28. August 1936: Joseph Goebbels (NSDAP) mit dem Reichssendeleiter Eugen Hadamovsky (links) bei seinem Rundgang durch die Ausstellung, rechts Dr. (Christian Paul?) Goerz. picture-alliance / akg-images / Naumann Bild in Detailansicht öffnen
Joseph Goebbels, Reichsminister für Volksaufkläerung und Propaganda, bei der Eroeffnung der 14. Deutschen Rundfunkausstellung am 30. Juli 1937 in Berlin; im Vordergrund Reichsintendant Heinrich Glasmeier picture-alliance / akg-images Bild in Detailansicht öffnen
Eröffnung der Berliner Funkausstellung am 5. August 1938: Joseph Goebbels und der Präsident der Reichsrundfunkkammer Hans G. Kriegler (Mitte) besichtigen den neuen Volksempfänger, der für 35 RM angeboten wird picture-alliance / akg-images Bild in Detailansicht öffnen
Plakat zur Reichsgartenschau Stuttgart 1939 picture alliance / arkivi Bild in Detailansicht öffnen
Evakuierung von Dünkirchen. Im Mai 1940, nachdem der belgische Widerstand gegen die deutsche Invasion zusammengebrochen war, wurde die britische Expeditionary Force aus Dünkirchen gehoben. Zwischen dem 26. Mai und dem 4. Juni wurden 335.000 britische und französische Truppen von Tausenden kleiner britischer Boote und Kriegsschiffe von den Stränden gebracht und unter schwerem Luft- und Artilleriebeschuss nach England transportiert. Das Foto zeigt Boote, die Dunkirk verlassen. Imago imago images / United Archives International Bild in Detailansicht öffnen
Deutscher Angriff auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941: Joseph Goebbels (NSDAP, Reichsminister für Volksaufklaerung und Propaganda, am Mikrofon) gibt über den Rundfunk die Proklamation Hitlers bekannt picture-alliance / akg-images Bild in Detailansicht öffnen
Der Schriftsteller Thomas Mann (1875 - 1955) um 1940 in den USA. Mann sprach während des Zweiten Weltkriegs mehrmals zu den Deutschen in seiner Sendereihe „Deutsche Hörer“. Die Reden nahm er auf Platten auf, die nach New York geschickt und per Kabel nach London übertragen wurden. Die BBC sendete die Aufnahmen über Langwelle auch ins deutsche Reichsgebiet. Imago imago images / Everett Collection Bild in Detailansicht öffnen
Deutsche Truppen im Dezember 1942 in Stalingrad Imago imago images / United Archives International Bild in Detailansicht öffnen
Generalfeldmarschall Friedrich Paulus (1980 - 1957), Oberbefehlshaber der 6. Armee während der Schlacht von Stalingrad, nach seiner Gefangennahme Ende Januar 1943 in Stalingrad (heute Wolgograd) Imago imago images / ITAR-TASS Bild in Detailansicht öffnen
Mitglieder der Redaktion des deutschsprachigen Dienstes ("German Service") der BBC (British Broadcasting Corporation) übertragen im Kriegsjahr 1944 aus einem Londoner Theater eine Sendung. Der deutsche Dienst der BBC wurde auf dem Höhepunkt der Sudetenkrise am 27. September 1938 gegründet, im Juni 1941 bekam er sein markantes Erkennungszeichen, das Morsezeichen für den Buchstaben V wie Victory (Sieg), das gleichzeitig an Beethovens "Tatatataaaaa"-Motiv aus der 5. Sinfonie erinnert. (c) dpa - Bildarchiv Bild in Detailansicht öffnen
Adolf Hitler, der nach dem gescheiterten Attentat vom 20. Juli 1944 einen Verband an der linken Hand trägt. Von links: Mussolini, Martin Borman, unbekannt, Adm. Dönitz, Hitler, Göring, Hermann Fegelein und Bruno Loerzer Imago imago images / Everett Collection Bild in Detailansicht öffnen
Ein letztes Mal meldete sich Adolf Hilter (1889 - 1945) am 30. Januar 1945 im Rundfunk zu Wort aus Anlass des 12. Jahrestag der Nationalsozialistischen Regierung picture alliance / akg-images Bild in Detailansicht öffnen
Bedingungslose Kapitulation am 7. Mai 1945 in Reims / Frankreich: In den frühen Morgenstunden unterzeichnet im Obersten Hauptquartier der Alliierten Expeditionsstreitkräfte (SHAEF) Generaloberst Alfred Jodl das Kapitulationsdokument. Links Major Wilhelm Orenius, rechts der deutsche Admiral Hans Georg von Friedeburg Imago imago images / ZUMA/Keystone Bild in Detailansicht öffnen
Britischer Militärkorrespondent bei der Berichterstattung über den Nürnberger Prozess vom 20.11. 1945 bis 1.10.1946 (Foto undatiert) picture-alliance / akg-images Bild in Detailansicht öffnen
Techniker testen im Landessender Beromünster in Beromünster / Schweiz im Dezember 1948 eine neue Sendeanlage, die ab Frühjahr 1949 in Betrieb sein soll. Radio Beromünster sendete während des Zweiten Weltkriegs in deutscher Sprache und berichtet auch über den Kriegsverlauf, ohne direkte Gegenpropaganda zum Deutschen Reich. picture alliance/KEYSTONE Bild in Detailansicht öffnen
Annemarie Hase (1900 - 1971) im Fernsehfilm "Haus Herzenstod" (1964). 1936 war sie ins Exil nach London gegangen und arbeitete von 1940 bis 1944 als Kabarettistin für das deutschsprachige Programm der BBC in der Rolle der "Frau Warnecke". picture alliance / United Archives/Pilz Bild in Detailansicht öffnen

Originaltöne im SWR2 Archivradio

23.3.1933 Hitlers Machtübernahme im Parlament

23.3.1933: Adolf Hitlers tritt erstmals im Parlament auf. Er kündigt an, den vermeintlichen Reichstags-Brandstifter hinrichten zu lassen. Das Ermächtigungsgesetz wird verabschiedet.  mehr...

25.3.1933 Joseph Goebbels: "Der Rundfunk gehört uns!"

Am 25. März 1933 – nur einen Tag nach dem Ermächtigungsgesetz, mit dem Adolf Hitler Deutschland faktisch zur Diktatur gemacht hat – bestellt sein junger Propagandaminister Joseph Goebbels die Intendanten der Reichsrundfunkgesellschaft ein. Er spricht Klartext und droht. Keine andere außer der nationalsozialistischen Idee dürfe im Rundfunk zu Wort kommen – und wenn, dann nur, um den Unterschied zur eigenen zu verdeutlichen. Ein halbes Jahr später, am 18. August 1933, erklärt Goebbels auf der Berliner Rundfunkausstellung auch öffentlich seine Absicht einer sogenannten Reform des Deutschen Rundfunks. Beide Reden sind in der Aufnahme enthalten.  mehr...

September 1933 Hitlers erste Autobahn: Spatenstich bei Frankfurt

Spricht man vom Bau der Autobahn, fällt meist auch der Hinweis auf Adolf Hitler, dem diese Errungenschaft angeblich zu verdanken sei. Die Pläne dafür sind allerdings schon älter und stammen aus der Weimarer Zeit.  mehr...

2.7.1935 Wie der NS-Rundfunk sein soll – Reichssendeleiter Hadamovsky

2.7.1935 | Zur 12. Funkausstellung in Berlin skizziert Reichssendeleiter Eugen Hadamovsky die Ideen für den deutschen Rundfunk in seiner Rede an die Mitarbeiter der Reichs-Rundfunk-Gesellschaft am 2. Juli 1935.  mehr...

Genialer Chirurg mit Nähe zum NS-Regime Ferdinand Sauerbruch

Ferdinand Sauerbruch (1875 - 1951) war einer der einflussreichsten deutschen Chirurgen im 20. Jahrhundert. Doch sein Verhalten in der Nazi-Zeit war ambivalent.  mehr...

9. November 1938 Reichspogromnacht

In der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 begann die offene, systematische Judenverfolgung. Das Gedenken daran fiel den Deutschen lange schwer.   mehr...

1939 Schüler üben Umgang mit "Volksgasmaske"

1939 | Hitler und das NS-Regime bereiten den Krieg vor und stimmen die Bevölkerung darauf ein. Hier mit einer Übung an einer "Luftschutzhauptschule", an der Schüler die "Volksgasmaske" ausprobieren. Quelle: Deutsches Rundfunkarchiv  mehr...

1939 Einrichtung von Luftschutzräumen

1939 | In Wohngebäuden werden in Vorbereitung auf den sich ankündigenden Krieg zunehmend Luftschutzräume eingerichtet. So wie im folgenden Vorzeigebeispiel in Schlesien."Wenn hier Fliegeralarm ist“, so der Reporter, "werden Schallplatten aufgelegt, damit die Stimmung gut ist". Quelle: Deutsches Rundfunkarchiv  mehr...

29.7.1939 Luftschutzübung in Berlin

29.7.1939 | Ein Luftangriff auf Berlin wird simuliert. Zum Abschluss der Übung bedankt sich der Kommandeur bei der Bevölkerung. Sein Fazit: Wer sich an die Empfehlungen halte, habe bei einem Angriff nichts zu befürchten. Quelle: Deutsches Rundfunkarchiv.  mehr...

1939 Kampf gegen Tuberkulose: Die Röntgen-Reihenuntersuchungen

1939 | Um Tuberkulose-Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und so die Ansteckungsgefahr einzudämmen, wurde 1939 die Röntgen-Reihenuntersuchung eingeführt. Der Mediziner Hellmuth Ulrici erläutert Ende 1939 im Rundfunk die Wichtigkeit der neuen Untersuchung.  mehr...

1.9.1939 "Seit 5:45 Uhr wird jetzt zurückgeschossen" – Hitler erklärt Kriegsbeginn und Pakt mit Stalin

1.9.1939 | Bei seiner Reichstagsrede zum Kriegsbeginn am 1. September 1939 donnert Adolf Hitler immer wieder frenetischer Applaus entgegen. Er rechtfertigt den Überfall auf Polen mit einem angeblichen polnischen Angriff auf den Sender Gleiwitz in Schlesien. Jetzt schieße man eben „zurück“.  mehr...

1.9.1939 BBC-Nachrichten zum Kriegsbeginn

1.9.1939 | Die BBC-Nachrichten zum Kriegsbeginn am 1. September 1939. Deutschland hat Polen angegriffen und zahlreiche Städte bombardiert. Großbritannien und Frankreich haben eine Generalmobilmachung angeordnet. Abends werde das Parlament in London zusammenkommen. Auch „Herr Hitler“ wird mit einigen Äußerungen zitiert.  mehr...

1.9.1939 Ex-US-Präsident Herbert Hoover: „USA sollen sich aus Krieg raushalten“

1.9.1939 | Herbert Hoover war zwar seit 1933 nicht mehr Präsident der Vereinigten Staaten, aber immer noch außenpolitisch aktiv. Er hatte nicht erwartet, dass Hitler Polen tatsächlich angreifen würde.  mehr...

24.9.1939 Heile Welt bei der Reichsgartenschau in Stuttgart

24.9.1939 | Der Rundfunk soll im „Dritten Reich“ möglichst breite Teile der Bevölkerung ansprechen. Es gibt lange Reportagen und Interviews verschiedener Berufsgruppen, Vereine oder NS-Organisationen. Regionen und Städte werden porträtiert, wichtige Feiern oder Ereignisse. Ein Beispiel ist der Bericht von der Reichsgartenschau in Stuttgart 1939.  mehr...

29.5.1940 Noch meldet die Wehrmacht Erfolge

29.5.1940 | Der Krieg findet auch im Rundfunk statt. Wichtig sind die Lageberichte der Wehrmacht. Anfangs sind sie noch von Erfolgsmeldungen geprägt und bleiben nah an der Realität. Erst als sich das Blatt wendet, lässt man das wahre Ausmaß der Niederlagen lieber unerwähnt. Im Jahr 1940 ist die Wehrmacht noch auf dem Vormarsch. Der Lagebericht vom 29. Mai 1940 meldet den Sieg gegen das britische Expeditionsheer.  mehr...

11.3.1941 Kabarett gegen Hitler: Annemarie Hase im deutschen Dienst der BBC

11.3.1941 | Die BBC wollte die Bevölkerung direkt ansprechen. Das Programm umfasste Musik und Reden von Exilanten, aber auch Kabarett. Die emigrierte Kabarettistin Annemarie Hase tritt hier in ihrer Figur als „Frau Wernicke“ auf. Im Ausschnitt geht es um die sogenannten Feindsender, die im Deutschen Reich verboten sind.  mehr...

1941 Thomas Mann meldet sich aus Kalifornien

1941 | Thomas Mann spricht im Krieg mehrmals zu den Deutschen in seiner Sendereihe „Deutsche Hörer“. In seinem Exil in Kalifornien nimmt er seine Reden auf Platte auf. Diese werden per Luftpost nach New York gebracht und von dort wiederum per Kabel nach London übertragen. Die BBC sendet die Aufnahmen schließlich über Langwelle auch ins deutsche Reichsgebiet. Die erste dieser Aufnahmen stammt vom 18. März 1941. Anschließend hören wir eine weitere vom Dezember desselben Jahres. Da ist auch die Tonqualität besser.  mehr...

8.12.1942 Krieg im Äther: Russische Störsender überlagern deutsche Propaganda

8.12.1942 | Im Zweiten Weltkrieg war auch der Rundfunk ein Schlachtfeld. Die Kriegsparteien versuchten, die Übertragung des gegnerischen Funks zu stören. Im Archiv findet sich eine eindrucksvolle Aufnahme. Während der deutschen Lagemeldung ist dröhnend Laut Gegenpropaganda zu hören, vermutlich von russischer Seite gesendet. Ein Sprecher brüllt: „Wo ist Rommel?“, „in Italien geht alles drunter und drüber“, „alles Lügen“ oder „aus Russland kommt niemand zurück“.  mehr...

3.2.1943 Niederlage von Stalingrad in den Nachrichten

3.2.1943 | Monatelang dauerte die Schlacht von Stalingrad im Winter 1942/43. 700.000 Menschen kamen ums Leben. Es ist die vor allem psychologische Wende im Krieg gegen die Sowjetunion. Am 3. Februar kommt auch das Oberkommando der Wehrmacht nicht umhin, die Niederlage zu verkünden.  mehr...

30.8.1944 Reichsrundfunk berichtet über Alfred Wegener und die Kontinentalverschiebung

1944: Der Reichsrundfunk berichtet über Alfred Wegeners Theorie der Kontinentalverschiebung. Wegener hatte diese 1912 vorgestellt, allerdings waren seine Belege noch schwach.  mehr...

21.7.1944 Nach Hitler-Attentat: "Warnkuckuck" warnt vor Luftangriffen

21.7.1944 | Einen Tag zuvor hatte die Gruppe um Claus Schenk Graf von Stauffenberg versucht, Adolf Hitler umzubringen, doch der Führer überlebte. Darum geht es in der Nachrichtensendung als ein Warnzeichen ertönt, der sogenannte Warnkuckuck. Ein Fliegerangriff steht in Stuttgart bevor. Der Sender wird deshalb abgeschaltet. Zuvor sind, wie üblich gegen Kriegsende, die Luftlagemeldungen zu hören, hier im Reichssender Stuttgart. Nach den Lagemeldungen folgen die Nachrichten vom 21. Juli 1944.  mehr...

Ulm

18.10.1944 Verlogene Trauerrede auf Erwin Rommel

18.10.1944 | Generalfeldmarschall Erwin Rommel (15. November 1891 bis 14. Oktober 1944), der "Wüstenfuchs", ist tot. Offiziell gestorben bei einem Autounfall in der Folge einer Embolie. In Wahrheit hatte sich Rommel das Leben genommen, unter Druck gesetzt von Hitlers General Ernst Maisel. Rommel war in Ungnade gefallen, nicht nur, weil er als verantwortlicher General die Invasion der Alliierten in der Normandie nicht verhindern konnte, sondern vor allem, weil es Material gab, das ihn in Verbindung brachte mit den Hitlern-Attentätern vom 20. Juli. Rommel wurde vor die Wahl gestellt: Volksgerichtshof – oder Suizid. Rommel nahm die Zyankalikapseln. Weil er aber in der Bevölkerung so beliebt war, wurde darüber nicht gesprochen, vielmehr schlachtet das NS-Regime Rommels Tod noch einmal propagandistisch aus. So auch beim Staatsakt im Rathaus von Ulm, wo Generalfeldmarschall Gerd von Rundstedt am 18. Oktober die Trauerrede hält.  mehr...

30.1.1945 Hitlers letzter Rundfunkauftritt

30.1.1945 | Adolf Hitler war in den ersten Kriegsjahren oft zu hören im Rundfunk des Dritten Reichs. Doch als die Wehrmacht auf dem Rückmarsch war, hörte man seltener vom Führer. Nach dem gescheiterten Attentat am 20. Juli 1944 meldet er sich zu Wort und noch ein letztes Mal zum 12. Jahrestag der Nationalsozialistischen Regierung. Dabei ruft Hitler die Bevölkerung noch einmal zum Kampf auf.  mehr...

5.4.1945 Nazi-Sender „Werwolf“ ruft zum Widerstand gegen Besatzer auf

5.4.1945 | Die Alliierten dringen immer weiter vor. In den von ihnen eroberten Gebieten haben sie teilweise Ausgangssperren verhängt. Der nationalsozialistische Sender „Werwolf“ ruft zum Widerstand auf. Reichsführer SS Heinrich Himmler hatte die Aufstellung der Untergrundorganisation „Werwolf“ gegen Ende des Zweiten Weltkriegs befohlen.  mehr...

21.4.1945 Goebbels ruft zur Verteidigung Berlins auf

21.4.1945 | Der Krieg ist praktisch schon verloren, als Joseph Goebbels im Rundfunk die Bewohner Berlins noch einmal zur erbitterten Verteidigung der Hauptstadt gegen den, wie er es nennt, „Mongolensturm“ aufruft.  mehr...

Februar 1945 Luftangriff auf Dresden – Drei Perspektiven

Februar 1945 | Der Luftangriff der Alliierten auf Dresden vom 13. bis 15. Februar 1945 gehört zu den massivsten des Zweiten Weltkriegs. Weit mehr als 20.000 Menschen kamen dabei ums Leben. Es gab offenbar nur wenige Rundfunkberichte, zumindest sind kaum welche erhalten geblieben. Zu den wenigen gehören die folgenden drei. Sie unterscheiden sich stark, je nachdem, wer spricht: ein Soldat, ein Berichterstatter der sogenannten Propagandakompanie und eine Mutter.  mehr...

16.4.1945 Radioansprache von Anita Lasker nach ihrer Befreiung aus Bergen-Belsen

16.4.1945 | Am 15. April 1945 wurde die 19-jährige Anita Lasker von britischen Truppen aus dem KZ Bergen-Belsen befreit. Schon einen Tag später berichtete sie im deutschen Programm der BBC, was sie erlebt hatte.  mehr...

April 1945 Olga Schlossberg (14 Jahre) nach ihrer Befreiung aus Bergen-Belsen im BBC-Interview

April 1945 | Am 15. April 1945 befreiten britische Truppen das Konzentrationslager Bergen-Belsen. Unmittelbar danach führt ein BBC-Reporter ein Interview mit einer 14-jährigen Überlebenden. Der Name des Interviewers ist nicht dokumentiert. Die Aufnahme dauert nur 40 Sekunden.  mehr...

April 1945 Radio Beromünster: Deutsche Truppen flüchten in die Schweiz

April 1945 | Für die Süddeutschen ist das Schweizer Radio im Krieg eine wichtige Informationsquelle. Radio Beromünster sendet in deutscher Sprache und berichtet auch über den Kriegsverlauf, ohne direkte Gegenpropaganda zum Deutschen Reich. Im Ausschnitt ist eine Reportage aus dem April 1945 zu hören, die im Mai ausgestrahlt wurde. Es geht um die Situation an der Nordgrenze der Schweiz. Hier haben sich viele Flüchtlinge versammelt, die das Land auf dem Rückweg in ihre Heimat durchreisen wollen oder die in der Schweiz Asyl suchen. Während der Reportage trifft auch eine Gruppe deutscher Soldaten an der Grenze ein, die auf der Flucht vor den anrückenden französischen Truppen Schutz suchen.  mehr...

1.5.1945 BBC meldet Hitlers Tod

1.5.1945 | Am 30. April 1945 erschießt sich Adolf Hitler in seinem Bunker in Berlin. Bekannt wird das am 1. Mai. Unter Berufung auf den deutschen Rundfunk unterbricht auch die BBC ihr laufendes Programm. Eingeleitet wird die Nachricht von den Glocken des Big Ben, die anzeigen, dass es Viertel vor 10 Uhr abends ist. In den Archiven existiert eine weitere Version dieser Eilmeldung, die wir fälschlicherweise zunächst auch für einen Ausschnitt der Originalsendung hielten. Hier wird die Meldung über den laufenden Musiktitel „White Cliffs of Dover“ von der in Kriegszeiten berühmten Vera Lynn gesprochen.  mehr...

Archivradio

Anfänge des Radios Die Geschichte des Rundfunks

Das Radio hat die Welt verändert. Hier die Geschichte des Rundfunks in Originalaufnahmen.  mehr...

Parlamentsdebatten 1931 bis 1933 Der Reichstag vor Hitler

Die Weimarer Republik war die erste parlamentarische Demokratie in Deutschland. In bisher unveröffentlichten Tonaufnahmen der Parlamentsdebatten wird ihr Scheitern erfahrbar.
 mehr...

Trotz Auschwitz Jüdisches Leben in Deutschland nach 1945

Gábor Paál im Gespräch mit Micha Brumlik  mehr...

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