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Am 18.1.1979 detonierte ein Sprengsatz am Sender Koblenz des Südwestfunks – an jenem Abend, als die erste Folge von „Holocaust“ im Fernsehen lief. Ähnliches passierte beim WDR in Münster. Der Verdacht fiel schnell auf Neonazis, die schon zuvor in Publikationen dazu aufgerufen hatten, die Ausstrahlung der Serie zu verhindern.

Der Verdacht bestätigte sich: Ein Nazi aus Wiesbaden wurde schließlich als Täter ermittelt und zu mehr als vier Jahren Haft verurteilt.

28.1.1979 Zuschauerreaktionen auf US-Fernsehserie „Holocaust“

28.1.1979 | Das Wort „Holocaust“ zog erst mit der gleichnamigen Serie 1979 in die deutsche Sprache ein – und das war nicht das einzige, was diese US-Serie bewirkte. Die Aufarbeitung und öffentliche Erinnerungskultur hat damals erst begonnen. Die Resonanz auf die Serie war überwältigend – aber auch gespalten, wie die Zuschauerreaktionen zeigen.  mehr...

Holocaust-Überlebende Erzählen

16.4.1945 Radioansprache von Anita Lasker nach ihrer Befreiung aus Bergen-Belsen

16.4.1945 | Am 15. April 1945 wurde die 19-jährige Anita Lasker von britischen Truppen aus dem KZ Bergen-Belsen befreit. Schon einen Tag später berichtete sie im deutschen Programm der BBC, was sie erlebt hatte.  mehr...

April 1945 Olga Schlossberg (14 Jahre) nach ihrer Befreiung aus Bergen-Belsen im BBC-Interview

April 1945 | Am 15. April 1945 befreiten britische Truppen das Konzentrationslager Bergen-Belsen. Unmittelbar danach führt ein BBC-Reporter ein Interview mit einer 14-jährigen Überlebenden. Der Name des Interviewers ist nicht dokumentiert. Die Aufnahme dauert nur 40 Sekunden.  mehr...

24.5.1981 Hans Rosenthal spricht über seine "Zwei Leben in Deutschland"

24.5.1981 | Hans Rosenthal (1925 - 1987) war einer der beliebtesten Showmaster Deutschlands. Den Holocaust überlebte er nur knapp in einem Versteck in Berlin. Hier erzählt er seine Geschichte.  mehr...

Mehr zum Thema

Doku im Ersten „Zeugen – Wie der Holocaust ins Fernsehen kam“

Lange Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg wurde in der deutschen Gesellschaft nicht offen thematisiert, was sich in den Konzentrationslagern abgespielt hatte. Das änderte die US-Serie „Holocaust“ 1979. Sie war der Beginn der deutschen Erinnerungskultur. Zwei Jahre später eine weniger bekannte, aber mindestens genau so wichtige Etappe: Das Erste sendete Interviews mit KZ-Überlebenden unter dem Titel „Zeugen – Aussagen zum Mord an einem Volk“. Die Serie waren nach langer Vorbereitung in Israel und Polen entstanden. 40 Jahre danach zeichnet eine Dokumentation diesen Weg noch einmal nach.  mehr...

SWR2 Journal am Mittag SWR2

Porträt Der Historiker Raul Hilberg – Pionier der Holocaust-Forschung

"Die Vernichtung der europäischen Juden" gilt als erste systematische Beschreibung des Holocaust. Das Buch ist ein Standardwerk, doch auf die Anerkennung musste der Autor lange warten.  mehr...

SWR2 Wissen SWR2

Trotz Auschwitz Jüdisches Leben in Deutschland nach 1945

Die Befreiung von Auschwitz bedeutete Neubeginn und Wiederaufbau einer lebendigen jüdischen Gemeinschaft.  mehr...

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