21. Juni 1985 Petra Kelly – Aushängeschild der Grünen

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Petra Kelly war die Ikone der deutschen Friedens- und Anti-Atombewegung. Eine Grüne der ersten Stunde. Gründungsmitglied der Partei, mehrere Jahre Vorsitzende und Bundestagsabgeordnete bis 1990.

Hier ein ausführliches Interview mit ihr aus der SDR-Sendung „Von Zehn bis Zwölf“. Im Interview mit Rüdiger Becker erzählt sie von ihrer Kindheit in den USA und warum sie sich gegen Atomenergie und gegen die Krankheit Krebs engagierte.

In den Grünen sieht Kelly eine revolutionäre Partei, die für Gewalt- und Blockfreiheit steht. Zu dem bereits Erreichten sagt sie: "Dass wir endlich Bereiche wie soziale Verteidigung diskutieren, wie man sich auch nicht-militärisch wehren kann, das sind für mich Erfolge einer programmatischen Diskussion." Und mit einem Seitenhieb auf die eigene Partei fährt die Feministin fort: "Ich hätte mir nur gewünscht, die Grünen hätten das intensiver noch gemacht."

Petra Kelly schildert weiter ihre Pläne für die Zukunft: In Osteuropa wolle sie ein Trainingszentrum für soziale Verteidigung gründen und dabei helfen, ein "bescheidenes, ziviles Europa" aufzubauen.

Das Leben und Wirken Kellys endete abrupt. 1992 wurde sie gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Gert Bastian tot in der gemeinsamen Wohnung bei Bonn aufgefunden. Bastian soll seine Lebensgefährtin und sich selbst erschossen haben.

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