Buchkritik

Christian Baron – Schön ist die Nacht

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AUTOR/IN
Max Knieriemen

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Kaiserslautern in den 1970er Jahren: detailgenau lässt Christian Baron in diesem Buch die Arbeiterviertel auferstehen. Erzählt von Kneipendunst, Geldnot und Kleinkriminalität.

Mit „Ein Mann seiner Klasse“, dem literarischen Portrait seines Vaters, feierte der Schriftsteller vor zwei Jahren große Erfolge. Jetzt geht es um Barons Großväter. Der aktuelle Roman enthält eine Spur mehr Fiktion, ist aber auch aufwändig recherchiert. Nicht nur für eingefleischte Lautrer lesenswert!

Gespräch „Der Klassenkampf findet statt, von oben“: Christian Baron über seinen Roman „Schön ist die Nacht“

Armut als Thema in der deutschsprachigen Literatur? Seit Christian Barons Debüt „Ein Mann seiner Klasse“ lassen sich damit Erfolge feiern. Am 28. Juli erscheint Barons neuer Roman „Schön ist die Nacht“. Wieder beschreibt der gebürtige Kaiserslauterer ungeschönt und trotzdem nahbar die Erfahrungen am unteren Ende der Wohlstandsgesellschaft.
Diesmal stehen die 1970er-Jahre im Fokus, die beiden Protagonisten wollen das Versprechen der sozialen Marktwirtschaft annehmen, schaffen es aber nicht. Und „dass sie es beide nicht schaffen, sagt mehr über die Gesellschaft aus als über sie“, sagt Baron. Während einer sich mit Gaunereien behelfen will, versucht der andere, ein guter Mensch zu sein. Aber ganz so einfach macht Baron es sich mit seinen Figuren nicht. „Ich finde es erstmal wahnsinnig sympathisch, wenn jemand sagt, Erwerbsarbeit ist eigentlich abzulehnen.“
Eine Perspektive von unten auf die im Rückblick verklärten 1970er-Jahre soll das Buch sein, sagt der Autor. Denn der Wohlstand von damals sei auch durch Rassismus gegenüber sogenannten Gastarbeitern oder ein starres Patriarchat erkauft worden – und längst nicht für alle zugänglich.  mehr...

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Buchkritik Christian Baron - Ein Mann seiner Klasse

Armut, Gewalt und Hunger: Der Journalist Christian Baron erinnert sich an seine Jugend in der Provinz und in einem bildungsfernen Milieu. Rezension von Jann-Luca Künßberg. Claassen Verlag ISBN 978-3-546-10000-7 288 Seiten 20 Euro  mehr...

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Buchkritik Herausgeber: Christian Baron, Maria Barankow – Klasse und Kampf

Die Klassenfrage ist wieder da, auch in der Literatur. Das zeigt neben neueren Romane diese Anthologie: Autorinnen und Autoren erzählen von ihrer Herkunft, von Klassenunterschieden und den Schwierigkeiten, in einem Literaturbetrieb anzukommen, der von der Mittelschicht geprägt ist. Aktuell und hochpolitisch!
Rezension von Ulrich Rüdenauer.
Claassen Verlag, 224 Seiten, 20 Euro
ISBN: 9783546100250  mehr...

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Mit neuen Büchern von Lize Spit, Christian Baron, Mariana Leky, Alex Capus und Linda Boström Knausgård. Redaktion und Moderation: Anja Brockert  mehr...

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Max Knieriemen