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Arte Serie „Wild Republic" – Herr der Fliegen in den Alpen

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Die Story erinnert an den Kult-Roman aus den 1950er Jahren, „Herr der Fliegen“ von William Golding: In der Serie „Wild Republic“ wird ein Erlebniscamp für straffällige Jugendliche von einem Mord überschattet. Die Truppe begibt sich auf die Flucht durch die Alpen. Ein Selbsterfahrungstripp, bei dem alle ihre Rolle finden müssen und schnell mit der Frage konfrontiert sind, wofür sie selbst stehen wollen. Ab 19. Mai ist die erste Staffel der Serie in der Arte Mediathek zu sehen.

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Eine Art Klassenfahrt als Bewährungsprobe in den Dolomiten

Eine Gruppe von Jugendstraftätern, alle so Anfang 20. Sie kennen sich nicht, sind aber auf dem Weg zu einem Erlebniscamp in den Dolomiten: Selbsterfahrung, zweite Chance, Bewährungsprobe. Schon in der ersten Nacht fliegt ihnen alles um die Ohren. Der Tiroler Bergführer wird ermordet aufgefunden. Dann nehmen sie ihre Betreuerin als Geisel und beschließen, gemeinsam zu fliehen.

"Wild Republic" von Markus Goller und Lennart Ruff (Foto: Pressestelle, © Luis Zeno Kuhn, Lailaps Pictures GmbH - X Filme Creative Pool GmbH)
Durch eine erlebnispädagogische Maßnahme inmitten der Alpen sollen mehrere jugendliche Straftäter*innen ihren Sinn für Gemeinschaft und Solidarität stärken. Pressestelle © Luis Zeno Kuhn, Lailaps Pictures GmbH - X Filme Creative Pool GmbH Bild in Detailansicht öffnen
Man hofft, die Jugendlichen fernab der Zivilisation wieder auf den richtigen Weg bringen zu können. Pressestelle © Luis Zeno Kuhn, Lailaps Pictures GmbH - X Filme Creative Pool GmbH Bild in Detailansicht öffnen
Alles kommt anders, als einer der Betreuer eines Nachts tot aufgefunden wird. Keiner weiß, ob der Tod ein Unfall oder gar Mord war. Pressestelle © Luis Zeno Kuhn, Lailaps Pictures GmbH - X Filme Creative Pool GmbH Bild in Detailansicht öffnen
Die Jugendlichen, die allesamt schlechte Erfahrungen mit Behörden gemacht haben, entscheiden sich zu fliehen. Pressestelle © Luis Zeno Kuhn, Lailaps Pictures GmbH - X Filme Creative Pool GmbH Bild in Detailansicht öffnen
Bald stoßen sie auf eine riesige Höhle, die ihnen Schutz vor Wind, Wetter und ihren Verfolgern bietet. Schnell kommt es zu Verschwörungen und Machtspielen – die zunächst flache Hierarchie weicht einem Zirkel von Entscheidern. Pressestelle © Luis Zeno Kuhn, Lailaps Pictures GmbH - X Filme Creative Pool GmbH Bild in Detailansicht öffnen
Während sich die Konflikte in der Gruppe langsam zuspitzen, scheint es nur eine Frage der Zeit, bis die Einsatzkräfte der Polizei das Versteck entdecken werden. Pressestelle © Luis Zeno Kuhn, Lailaps Pictures GmbH - X Filme Creative Pool GmbH Bild in Detailansicht öffnen

Schwer von der Erwachsenenwelt enttäuschte Jugendliche

Aus der Zufallstruppe wird eine Schicksalsgemeinschaft, in der jede und jeder seine Rolle erstmal finden muss. Bei der Flucht durch die atemberaubende Landschaft der Alpen sind sie aufeinander angewiesen, um Schutz und etwas zu essen zu finden. Immer wieder geht es um das Ich und die Gemeinschaft: Wer wollen wir sein, welche Rolle spielen Gewalt oder Strafe? In Flashbacks wird die Vorgeschichte der einzelnen Figuren hart hineingeschnitten. Und es sind natürlich in den meisten Fällen keine schlimmen Verbrecher, sondern junge Menschen in Ausnahmezuständen.

Effektvolles Alpen- und Seelendrama

Wie schon in der Serie „Club der roten Bänder“ gelingt es den Autoren Jan Martin Scharf und Arne Nolting, einem jungen Publikum Futter für die Suche nach Freiheit, Identität und Selbstwertgefühl zu liefern, ihre Zweifel an unseren Lebens- und Wirtschaftsmodellen in eine überaus spannende Geschichte zu gießen.

Als Spiegel einer Gesellschaft zwischen Spaltung und Zusammenhalt ist „Wild Republic“ modern und divers, ein effektvolles Alpen- und Seelendrama, das nach den großen internationalen Highend-Serien schielt und dabei ziemlich viel richtig macht.

„Wild Republic" in der Arte Mediathek

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