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Von Wolfgang Molkow

„Nationaloper“ oder „Hohelied des Waldes“ - seit ihrer denkwürdigen, umjubelten Berliner Uraufführung am 18. Juni 1821 wurden Carl Maria von Webers Oper „Der Freischütz“ verschiedene Etiketten angeheftet. Doch längst sind hinter dem Waldesrauschen die von Weber komponierten „finstren Mächte“ hervorgetreten, durchdringt das Unheimliche das Heimelige, ist die „veilchenblaue Seide“ des Jungfernchors vergilbt, bedroht das Waldsterben jedes Jägervernügen. Ein Rückblick auf 200 Jahre Rezeptions- und Aufführungsgeschichte mit existentiellen Fragestellungen.

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