Ein Russicher Soldat patrolliert beim einem Willkommensschild vor dem Eingang zu Mariupol (Foto: ard-foto s1, Photo by Yuri KADOBNOV / AFP)

das ARD radiofeature

Propagandaschlacht um Mariupol – Doku über eine Stadt im Krieg

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AUTOR/IN
Christine Hamel

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Wie kaum eine ukrainische Stadt gilt Mariupol als Symbol für den russischen Angriffskrieg. Die Hafenstadt am Asowschen Meer wurde seit dem 24. Februar 2022 ununterbrochen bombardiert.

Die Angriffe auf die Entbindungsklinik und das Theater, in dem Zivilisten Zuflucht gesucht hatten, wurden als Kriegsverbrechen eingestuft. Seit Mai ist die Stadt unter russischer Kontrolle.

Ein Kampf um Mariupol tobt weiter: der Propagandakrieg. Russische Influencer kommen in die Stadt und beteuern in die Kameras des Staatsfernsehens, dass die Zerstörungen das Werk der Ukrainer seien. Das Leid der Opfer aus Mariupol geht weiter.

(Produktion: BR 2022)

Das ARD radiofeature Hören, was dahinter steckt

Renommierte Journalistinnen und Journalisten recherchieren für das Gemeinschaftsprojekt ARD radiofeature Themen, die unser soziales und politisches Leben berühren. Die aktuelle und viele vergangene Folgen stehen hier zum Download bereit. Auch als Podcast!  mehr...

Krieg in der Ukraine

Gespräch Somalia und die Weizen-Blockade aus der Ukraine – „Es braucht jetzt wirklich einen Kraftakt“

Durch die Blockade von Weizenexporten aus der Ukraine hat sich die Hungersnot in den Ländern am Horn von Afrika drastisch verschlimmert. Die Sprecherin von UNICEF Deutschland, Christine Kahmann, nennt die Lage in Somalia im Gespräch mit SWR2 „katastrophal“.
Das Land importiere über 90 Prozent seines Bedarfs an Weizen aus Russland und der Ukraine. Kahmann erläutert: „Viele Familien in Somalia können sich Grundnahrungsmittel nicht mehr leisten.“ Dass ein erstes Frachtschiff mit einer Ladung Weizen aus einem ukrainischen Hafen auslaufen konnte, ist für die Expertin ein „Hoffnungsschimmer“. Es gelte aber: „Die Lage in Somalia lässt sich nicht einfach entschärfen. Es braucht jetzt wirklich einen Kraftakt.“
Doch sei der Nothilfeaufruf von UNICEF und anderen Hilfsorganisationen bisher „drastisch unterfinanziert“. Auch wenn die Welternährungsorganisation WHO für Somalia noch nicht offiziell eine Hungersnot ausgerufen habe, gelte: „Bereits jetzt sterben die Kinder – wir dürfen jetzt keine weitere Zeit verlieren.“
Christine Kahmann ist seit 2020 Pressesprecherin des UNICEF-Komitee Deutschland; sie hat zuvor für die Hilfsorganisation „Action against Hunger“ gearbeitet.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Gespräch Sergii Rudenko – Selenskyj. Eine politische Biografie

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskji ist seit dem Überfall Putins ein Weltstar. Dabei war er im letzten Winter ziemlich angezählt. Seine Partei „Die Diener des Volkes“ war hervorgegangen aus einer Fernsehproduktionsfirma, deren Mitarbeiter auf einmal die Armee, den Geheimdienst und das Außenministerium leiteten. Erst der Überfall Putins machte aus Selenskji den Präsidenten, der Putin herausfordern konnte. Jetzt ist ein Buch auf Deutsch erschienen, das erzählt die ganze verworrene Geschichte des Machtwechsels in der Ukraine: Selenskji – eine politische Biographie. Wir sprechen mit dem Autor Sergii Rudenko.
Übersetzt von Beatrix Kersten, Jutta Lindekugel
Hanser Verlag, 224 Seiten, 24 Euro
ISBN 978-3-446-27576-8  mehr...

SWR2 lesenswert Magazin SWR2

Wort der Woche Zeitenwende - erklärt von Bernhard Pörksen

Seit Ende Februar ist angesichts der aktuellen Kriegssituation in der Ukraine und der Drohungsszenarien Wladimir Putins von einer „Zeitenwende“ die Rede. Eingeführt hat den Begriff Bundeskanzler Olaf Scholz auf Twitter und in seiner Bundestagsrede am 27. Februar. Deutschland hat seine Position, bei Kriegsgeschehen keine Militärhilfe zu leisten, erstmals seit 1945 gebrochen. Und die Europäischen Länder stehen mit ihren schwer geschnürten Sanktionspaketen gegenüber Wladimir Putin geschlossen ein für den Frieden und zeigen eine starke Solidarität mit der Ukraine. Der Krieg dort hat Europa verändert. Nun hat es seit dem Zweiten Weltkrieg etliche brutale politische Auseinandersetzungen und Kriegssituationen in Europa gegeben - und auch andere einschneidende Entwicklungen - etwa 9/11 oder der dramatisch verlaufende Klimawandel - werfen die Frage nach einer „Zeitenwende“ auf. Prof. Bernhard Pörksen, Medienwissenschaftler an der Universität Tübingen, erklärt seine persönliche Einschätzung des Begriffs in der aktuellen europäischen Kriegssituation und darüber hinaus.  mehr...

SWR2 am Samstagnachmittag SWR2

Medizin Ukraine: So versorgt man versehrte Soldaten mit Prothesen

Bisher waren sie in der ukrainischen Gesellschaft nahezu unsichtbar: Amputierte und Menschen mit Behinderung. Doch durch den Krieg benötigen plötzlich Hunderte junger Soldaten Prothesen, um weiterhin am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können.  mehr...

SWR2 Impuls SWR2

Kriegsfolgen Ukraine: So hilft ein Zoo seinen hungernden Tieren

Die Tiere im Privatzoo „12 Monate" nahe Kiew haben Schlimmes erlebt. Im Frühjahr mussten sie über Wochen hinweg Kriegslärm, Kälte und Hunger ertragen. Nun versucht der Zoo, zum Normalbetrieb zurückzukehren.  mehr...

SWR2 Impuls SWR2

Krieg Resilienztraining für ukrainische Soldaten

Der Krieg in der Ukraine hat auch Auswirkungen auf die Psyche. In Präventionskursen der Armee werden nun Experten ausgebildet, die ihr Wissen an Soldaten weitergeben. Die Bewältigungsstrategien sollen posttraumatischen Belastungsstörungen vorbeugen.  mehr...

SWR2 Impuls SWR2

Gespräch Trotz fehlender militärischer Erfolge: Der russische Krieg in der Ukraine droht lange weiterzugehen

Der Abnutzungskrieg zwischen Russland und der Ukraine könne möglicherweise noch Jahre weitergehen, sagt der Politikwissenschaftler Manfred Sapper in SWR2, Chefredakteur der Zeitschrift "osteuropa". Dabei seien auf beiden Seiten inzwischen vermutlich etwa 20- bis 30-tausend tote Soldaten zu beklagen.
Wenn der russische Präsident Putin öffentlich erkläre, dass alles nach Plan verlaufe, lasse sich das nur noch als Zynismus begreifen, so der Osteuropa-Experte. Die russische Offensive im Donbass, bei der Städte in Schutt und Asche gelegt und Menschen wahllos getötet würden, habe dabei gerade einmal Geländegewinne von 30 Kilometern gebracht. Das sei kein militärischer Erfolg.
Unverändert gingen die militärischen Führungen von Ukraine und Russland davon aus, dass ein Waffenstillstand schlechter sei als eine Fortsetzung der militärischen Anstrengungen. Zugleich achte Moskau penibel darauf, vor allem Berufssoldaten aus fernen Regionen des Landes in der Ukraine einzusetzen, nur wenige aus Moskau oder St. Petersburg, um Widerstände dort nicht zu vergrößern.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

SWR2 Leben Wenn der Krieg in die Stadt kommt – Uschhorod, Ukraine

Seit Beginn des Krieges sind tausende Seit Beginn des Krieges sind sehr viele Menschen in den Westen der Ukraine geflohen. Christiane Seiler hat in der Kleinstadt Uschhorod Einwohner*innen und Geflüchtete getroffen.  Von Christiane Seiler  mehr...

SWR2 Leben SWR2

Tagesgespräch USA-Experte: Deutschland ist in Europa zentraler Partner der USA

Die USA sind unter Präsident Joe Biden anderen Ländern gegenüber partnerschaftlicher aufgestellt als sie es noch unter dem vorherigen Präsidenten Donald Trump waren. Das sagt Michael Link (FDP), Mitglied des Bundestages und Transatlantik-Koordinator der Bundesregierung, anlässlich des US-amerikanischen Unabhängigkeitstages im SWR2 Tagesgespräch. Die neue Partnerschaft zeige sich unter anderem daran, dass Biden Trumps Pläne, US-Militär aus Deutschland abzuziehen, rückgängig gemacht habe. "Die Amerikaner wissen, dass Deutschland als Drehkreuz unverzichtbar ist." Mit dieser Aussage meint Link unter anderem die Basen in Ramstein, Landstuhl und Stuttgart. "Die Amerikaner schätzen neben der Sicherheit des Standorts auch die Lebensqualität, die Deutschland hat."
Welchen Anteil der Krieg in der Ukraine an der neuen westlichen Geschlossenheit hat, erklärt Link im Gespräch mit SWR2 Aktuell-Moderator Pascal Fournier.  mehr...

SWR2 Aktuell SWR2

Literatur Natascha Wodin erhält Joseph-Breitbach-Preis 2022

Die Schriftstellerin und Übersetzerin Natascha Wodin wurde unter anderem bekannt mit ihrem Buch „Sie kam aus Mariupol“. Nun erhält sie den mit 50.000 Euro dotierten Joseph-Breitbach-Preis.  mehr...

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Christine Hamel