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Die Gipfel in Rheinland-Pfalz bieten ihren Besuchern besondere Ausblicke über die jeweiligen Regionen. Zudem sind sie Naherholungsgebiete und ideale Ausgangspunkte für Wanderer und Mountainbiker.

Erbeskopf (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)
Fangen wir mit dem höchsten Gipfel in Rheinland-Pfalz an: Dem Erbeskopf, der sich im Hunsrück erhebt. Die 816,3 Meter ziehen viele Besucher an, die im eigenen Bundesland eine Abfahrt genießen wollen - im Winter auf Schnee, ansonsten auf der Sommerrodelbahn. Gekrönt wird der Gipfel von der Skulptur Windklang, gestaltet von Bildhauer Christoph Mancke. Aktuell wird die dortige Natur- und Umweltbildungsstätte Hunsrückhaus mit seinem Außenbereich als Tor zum Nationalpark neu gestaltet. Picture Alliance
Mit 746,9 Metern ist die Hohe Acht der höchste Berg der Eifel. Der bewaldete Berg bei Adenau ist sowohl Wander- als auch Wintersportgebiet. Mit gespurten Loipen, Rodelstrecken und Skiliften ist für den Wintersportfan alles vorhanden. Seit 1909 steht der Kaiser-Wilhelm-Turm auf der Hohen Acht. Von der Aussichtsplattform des 16 Meter hohen Turmes hat man einen Ausblick über die Eifel und bis zum Siebengebirge. Bei guten Sichtbedingungen auch bis Hunsrück, Taunus und Westerwald. Picture Alliance
Bei Stipshausen ist der Idarkopf mit 745,7 Metern die dritthöchste Erhebung im Hunsrück. Wer einen guten Rundumblick genießen will, steigt am besten auf den 28 Meter hohen Idarkopfturm. Der Skibetrieb wurde schon vor vielen Jahren eingestellt, dafür entsteht dort aktuell der Bike- und Naturerlebnispark Idarkopf, der voraussichtlich 2022 eröffnet werden soll.
Fangen wir beim Rösterkopf mit 708,1 Metern mal am Südhang an. Dort entspringt die Ruwer, die nach knapp 49 Kilometern in die Mosel mündet. Radsportfans freuen sich über die knackigen Anstiege aus dem Moseltal von 170 auf mehr als 700 Höhenmeter. Die Region erkundet man am besten auf dem Rösterkopf-Rundwanderweg, vorbei an dem Quellmoor "Weyrichsbruch" mit seinen seltenen Tieren und Pflanzen. Antje Neufing
Der Donnersberg bei Dannenfels ist das höchste Bergmassiv der Pfalz. Die höchste Stelle des Massivs ist die Felsformation Königsstuhl und erreicht 685,5 Meter. Auf der Ostseite des Berges steht der Adlerbogen. Das Denkmal wurde 1880 zu Ehren der Dienste von Generalfeldmarschall Helmuth von Moltke im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 errichtet. Für Wanderer und Ausflügler gibt es als Einkehrmöglichkeit die Keltenhütte und einen kleinen Kiosk am Ludwigsturm, ganz in der Nähe des Parkplatzes auf dem Plateau des Donnerbergs. Picture Alliance
Im Pfälzerwald sticht die Kalmit mit ihren 672 Metern heraus. Auf dem Berg stehen ein Aussichtsturm mit Relaisfunkstelle, eine Wetterstation und Fernsicht-Messstation, das Kalmithaus und der Sender Kalmit. Woher der Name stammt ist unklar. Die gängigsten Theorien gehen entweder vom lateinischen "calvus mons (kahler Berg)" oder germanischen Ursprung "kahl" und "munti" für "Schutzanlage" aus. Ein beliebtes Ausflugsziel ist das Kalmithaus. Seit 1908 lädt die höchstgelegene Hütte des Pfälzerwaldes seine Besucher auf den Berg ein. Ein weiteres Highlight ist das Naturdenkmal Felsenmeer-Hüttenberg. Das Gelände ist mit großen Felsblöcken übersät, die während verschiedener Eiszeiten entstanden. Pfalz Touristik
Der höchste Berg im Binger Wald heißt Kandrich. Der Gipfel nahe Daxweiler ist 638,6 Meter hoch und wurde knapp 30 Jahre lang vom amerikanischen Militär genutzt. Unter anderem waren Radaranlagen und Flugabwehrraketensysteme auf dem Kandrich stationiert. Bis 2006 wurden die Anlagen zurückgebaut und das ehemalige Militärgelände rekultiviert. Heute befindet sich auf dem Kandrich ein Windpark mit 16 Windrädern. Wandern kann man trotzdem, so verläuft etwa der Europäische Fernwanderweg E8 am Kandrich vorbei. Wer zwischendurch mal eine Rast machen möchte: Die Lauschhütte und die Emmrichshütte liegen ganz in der Nähe. Foto: K. Weis
Direkt an der Grenze zu Hessen liegt die Fuchskaute. Der erloschene Vulkan bei Willingen ist mit 657 Metern die höchste Erhebung im Westerwald. Auf der Hochebene entspringen der Ketzerbach und der Aubach, die beide in die Dill münden. Große Teile der Fuchskaute sind als Vogel- und Naturschutzgebiet ausgewiesen, hier kann im Winter aber auch Skilanglauf betrieben werden. Im Sommer freuen sich Wanderer über mehr als 250 Kilometer Wanderwege, u.a. verläuft hier auch der Westerwaldsteig. Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit bietet das Hotel und Restaurant Fuchskaute bei Willingen. Foto: Steffen Sturn
Der Aremberg ist als tertiärer Vulkan mindestens 10 Millionen Jahre alt und mit 623,8 Metern der höchste Berg des Ahrgebirges. Auf der Gipfelregion des Arembergs befinden sich geringe Reste der 1166 erstmals erwähnten Burg Aremberg und in deren einstigem Gelände ein 1854 aus Ruinengestein erbauter Aussichtsturm. Und noch ein Fakt am Rande: Der Rennstreckenabschnitt Aremberg der Nordschleife des Nürburgrings, von dem man den Berg sehen kann, ist nach diesem benannt. Picture Alliance
Wenn der Kappelberg auch nur auf 358 Meter kommt - es ist die höchste Erhebung in Rheinhessen. Der Berg liegt zwischen Bechenheim, Offenheim und Oberwiesen im größten zusammenhängenden Waldgebiet der Region. Daher wird dem Gipfel-Besucher ein großer Rundumblick leider verwehrt, dort oben gibt es zumindest ein Gipfelkreuz und eine Sitzgruppe für ein Picknick. Den Aufstieg kann man mit einer Wanderung durch das Wiesbachtal verbinden. Foto: Frank Hamm

Wir haben ihnen eine Auswahl dieser besonderen Orte in verschiedenen Regionen von Rheinland-Pfalz zusammengestellt.

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