Alte rund neuer Führerschein (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Fleig / Eibner-Pressefoto)

Vorgeschriebener Führerschein-Umtausch

So kommen Sie an den neuen Lappen

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Der Führerschein soll europaweit fälschungs- und missbrauchssicherer werden. Zu diesem Zweck müssen bis 2033 rund 40 Millionen deutsche Fahrerlaubnisse getauscht werden. Der Tausch erfolgt in einem Stufenplan, der für das kommende Jahr die Jahrgänge 1953 bis 1958 zum Tausch vorsieht.

Dabei geht der ADAC davon aus, dass es im Moment noch rund 15 Millionen alte Papier-Führerscheine gibt, die bis Ende 1998 ausgestellt worden sind und runde 28 Millionen Scheckkarten-Führerscheine, die zwischen 1999 und 2013 ausgegeben worden sind.

EU-Führerschein (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Axel Heimken)
Alle vor 2013 ausgestellten Führerscheine werden gegen den neuen EU-Führerschein im Scheckkartenformat getauscht. Axel Heimken

Bis zum 19. Juli 2022* müssen alle, die zwischen dem 1.1.1953 und dem 31.12.1958 geboren worden sind und einen vor dem 19.1.2013 ausgestellten Führerschein haben, ihre Fahrerlaubnis jetzt tauschen lassen. Wer den Tausch versäumt, riskiert bei einer späteren Kontrolle ein Verwarnungsgeld von 10 Euro.

* Termin wurde vom 19. Januar auf den 19. Juli 2022 verlängert, aufgrund der coronabedingt eingeschränkten Öffnungszeiten der Ämter. Betroffene sollten sich aber schon jetzt um einen Termin bei ihrer Führerscheinstelle kümmern.

Zusammengefasst

BetroffenGeburtsjahrgängen 1953 bis 1958
Stichtag19. Januar 2022
ZuständigkeitFührerscheinstelle des aktuellen Wohnortes
Kosten25,30 Euro
Verwarnungsgeld10 Euro bei Fristüberschreitung
FahrerlaubnisklassenPKW- und Motorradklassen bleiben erhalten
Gültigkeit15 Jahre, europaweit
Prüfungkeine erneute Prüfung notwendig

Wenn Ihre Fahrerlaubnis zwischen dem 1.1.1999 und dem 19.1.2013 ausgestellt beziehungsweise erneuert wurde, gelten andere Umtausch-Fristen. Bis wann Sie dann einen neuen Führerschein haben müssen, erfahren Sie auf der Homepage des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Den Alten dürfen Sie behalten

"Als nächstes sind dann die Jahrgänge 1959 bis 1964 dran," erklärt SWR-Redakteurin Petra Thiele. "Die haben bis 19. Januar 2023 Zeit. Und so weiter." Die Redakteurin weist weiter darauf hin, dass ein freiwilliger Umtausch für alle, die nicht mehr auf ihren Jahrgang warten möchten, jederzeit möglich ist.

Rosa Führerschein (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Andreas Arnold)
Der alte Führerschein verliert zwar seine Gültigkeit, Sie dürfen das entwertete Dokument aber behalten. Andreas Arnold

"Und man muss keine Angst haben," so Thiele weiter, "das man dann sein altes Dokument - mit dem ja meist super-lustigen Jugendbildnis drin - abgeben muss." Wer möchte, darf den alten rosa oder grauen Papier-Führerschein nach dem Umtausch, natürlich entwertet, behalten.

Grund für den Umtausch ist eine europäischen Richtlinie (EU-Richtlinie 2006/126/EG), deren Umsetzung bei uns in der Anlage 8 zur Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) geregelt ist. Die neuen Führerscheine sollen fälschungssicherer sein und bei Kontrollen sollen auch die Besitzer leichter wieder zu erkennen sein.

Das brauchen Sie für den Umtausch

Der Umtausch alt gegen neu erfolgt durch die Führerscheinstelle an Ihrem Wohnort und Sie benötigen folgende Unterlagen:

• Antragsformular (Download bei der zuständigen Führerscheinstelle) • Personalausweis oder Reisepass (mit Meldebescheinigung) • Biometrisches Passfoto

Der ADAC weist darauf hin, dass falls der alte Führerschein nicht von der Behörde Ihres aktuellen Wohnsitzes ausgestellt wurde, eine sogenannte Karteikarten-Abschrift der Behörde, die ursprünglich den Führerschein ausgestellt hat, vorgelegt werden muss. Die ausstellende Behörde finden Sie auf Ihrem Führerschein. Die Abschrift kann meist telefonisch, per Mail oder online beantragt werden und wird direkt an die für Sie zuständige Führerscheinstelle weitergeleitet.

Scheckkarte wird digital

Neben dem neuen Scheckkarten-Führerschein solle in einigen Jahren auch eine digitale Variante geben, erklärt SWR-Redakteurin Petra Thiele: "Dann kann man bei Kontrollen sein Smartphone vorzeigen. Der ist dann dort gespeichert."

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