Aussichtspunkte in Rheinland-Pfalz

Von hier haben Sie den schönsten Ausblick

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Marcus Netscher
SWR1 Redakteur Marcus Netscher

Der ungetrübte Ausblick über Eifel, Hunsrück, Rheinhessen oder die Pfalz – das kann der Höhepunkt einer Wanderung oder auch nur ein kurzer Abstecher beim Sonntagsausflug sein. Wir zeigen Ihnen, wo Sie die schönsten Aussichten in Rheinland-Pfalz finden können.

Rheinhessen

Nur gut fünf Gehminuten vom Wanderparkplatz am Naherholungsgebiet Neuborn vor den Toren von Wörrstadt in Rheinhessen liegt der Burgunderturm. Mitten im Weinberg liegt der rote Turm im burgundischen Baustil, der anlässlich der 25-jährigen Städtepartnerschaft Wörrstadt – Arnay-le Duc errichtet wurde. Von hier aus schweift der Blick über die rheinhessischen Weinlandschaften und der Wind weht dem ausgeruhten Wanderer um die Nase. Der Burgunderturm ist übrigens die erste Sehenswürdigkeit der "Hiwweltour Neuborn", die sich von hier aus über runde acht Kilometer auf den Höhen rund um Romersheim schlängelt.

Bismarckturm Ingelheim

Das Rheintal von Bingen bis Mainz, den Taunus und das rheinhessische Hügelland überblickt der Wanderer von der Aussichtsplattform des Bismarckturmes auf dem Westerberg bei Ingelheim. 124 Treppenstufen führen im Turm über drei Podeste in eine Höhe von 31 Meter. Errichtet wurde der Turm übrigens zu Ehren des ersten deutschen Reichskanzlers Otto von Bismarck im Jahre 1912. Der Turm kann bequem mit dem Auto angefahren werden. Von dort aus gibt es gleich zwei "Hiwweltouren" entlang des Westerberges mit weiteren tollen Ausblicken auf Ingelheim und Gau-Algesheim.

Hunsrück

Inmitten des Nationalparks Hunsrück-Hochwald auf dem Gipfel des Erbeskopf thront in rund 800 Metern die Aussichtsplattform "Windklang".

Windklang Skulptur am Erbeskopf
Die Windklang-Skulptur kreiert je nach Wetterlage ihren eigenen Song zum Ort.

Die "Windklang-Skulptur", entworfen vom Bildhauer Christoph Mancke zeigt das Zusammenspiel von Natur und den Elementen und kreiert, je nach Wetterlage, tatsächlich jeweils ihren eigenen Klang. Der Erbeskopf kann leicht mit dem Auto angefahren werden und ist der ideale Ausgangspunkt für eine Wanderung. Unsere Empfehlung ist die rund acht Kilometer lange Höhentour "Traumschleife Gipfelrauschen Erbeskopf", die mehr als einen traumhaften Ausblick über den Hunsrück zu bieten hat.

Mosel

Sicht auf Bernkastel-Kues mit der Burgruine Landshut und Weinreben
Blick auf Bernkastel-Kues mit der Burgruine Landshut.

Hoch über Bernkastel-Kues an der Mosel erbauten die Römer einst das "Princastellum". Heute steht an gleicher Stelle die Burgruine Landshut. Was einst vor den Barbaren schützen sollte, wurde später von den fränkischen Eroberern zur Burg ausgebaut. Heute ist die Ruine nicht nur ein lohnenswertes Ausflugsziel mit einem beeindruckenden Blick über das Moseltal, sie ist auch der Beginn eines Themenrundweges. Vom Marktplatz in Bernkastel aus erreichen Sie die Burg in gut einer halben Stunde zu Fuß. Wer es bequemer haben möchte, erklimmt die Höhe mit dem Burg-Landshut-Express.

Blick auf die Orte Leiwen und Trittenheim an der Mosel
Blick auf die Orte Leiwen und Trittenheim an der Mosel

Oberhalb der Ortschaften Leiwen und Trittenheim kann die "Zummethöhe" mit dem Titel "Schönste Weinsicht 2016" aufwarten. Von hier aus locken Touren entlang der Höhenzüge mit klangvollen Namen wie "Stefan-Andres-Wanderweg" oder die Traumschleife "Fünfseenblick". Für Einsteiger empfiehlt sich vom Ausgangspunkt "Wanderparkplatz Zummethöhe" der rund 6,5 Kilometer lange "Wanderrundweg Zummethöhe".

Mittelrheintal

Maria Ruh
Von "Maria Ruh" aus hat man den schönsten Blick auf den Loreley-Felsen.

Zugegeben, im Mittelrheintal einen Aussichtspunkt zu finden, das ist nicht schwer. Da reihen sich von Bingen bis fast nach Koblenz Fels an Burg und Burg an Fels. Eine schöner als die andere. Als Geheimtipp gilt dabei die "andere Sicht" auf den Lorely-Felsen - der Loreleyblick "Maria-Ruh". Wer die "ruhige Seite des Rheins" mit dem unvergesslichen Ausblick erwandern möchte, der geht auf die 10. Etappe des Rheinburgen Weges, die über rund neun Kilometer von St. Goar aus nach Oberwesel führt. Bequemer geht es mit dem Auto bis Urbar und dann ein paar Meter in Richtung Rhein zu Fuß.

Blick auf Leutersdorf
Abendlicher Blick vom Kraneberg auf den Weinort Leuterdorf

Ein Stück weiter rheinabwärts findet sich von der Kanzel des "Krahnenberges" ein weiterer wunderbarer Blick auf das um Neuwied und Andernach. Am besten erschließt sich der Ausblick unserer Meinung nach als Highlight des rund sieben Kilometer langen Rundwanderweges "Traumpfädchen Kleiner Stern".

Nahe

Die Nahe schlängelt sich über rund 125 Kilometer von den Primstaler Höhen bis nach Bingen an den Rhein, zum Teil durch spektakuläre Felsformationen, die sicher jede für sich einen Tipp wert wären. Den schönsten Blick hat man allerdings vom "Balkon fürs Nahetal" aus. Rund einhundert Meter über dem Fluss nahe der Ortschaft Hochstetten-Dhaun thront der Nahe-Skywalk. Die stählerne Plattform bietet einen spektakulären Ausblick über das Tal.

Nahe Skwalk
Der Nahe-Skywalk bietet auch bei grauem Himmel eine spektakuläre Aussicht.

Das Auto kann direkt am Skywalk geparkt werden, ambitionierte Wanderer erwandern den Aussichtspunkt auf der 3. Etappe des "Hildegard von Bingen Pilgerwanderweges".

Ahrtal

Im Ahrtal möchten wir Ihnen den Weiselstein mit dem gleichnamigen Aussichtsturm ans Herz legen. Nahe der Ortschaft Schalkenbach gelegen kann man bei gutem Wetter sogar den Kölner Dom sehen. Ansonsten schweift der Blick über die markanten Vulkangruppen des Siebengebirges, die Niederrheinische Bucht und die Wacholderheide. Lassen Sie den Wagen in Schalkenbach stehen, von dort aus ist der Weiselstein zügig zu Fuß zu erreichen.

ahrtal historisch
Bereits in den 1930ern war das Ahrtal ein beliebtes Ausflugsziel.

Pfalz

Auf dem 611 Meter hohen Weißenberg, dem dritthöchsten Berg im Pfälzer Wald liegt nahe des Weilers Hemmersbergerhof der dreißig Meter hohe Luitpoldturm. Er wurde Anfang des 20. Jahrhunderts zu Ehren des bayrischen Prinzregenten Luitpold erbaut und bietet an guten Tagen einen Blick vom Elsass über die Vogesen bis hin zum Donnersberg im Norden und der Rheinebene.

Der Luitpoldturm nahe Merzalben
Luitpoldturm auf dem Weißenberg

Am leichtesten erwandert sich der spektakuläre Ausblick vom Örtchen Hemmersbergerhof aus. Wer gut zwanzig Kilometer dranhängt, der läuft den gleichnamigen Rundweg über Sieben buchen und Wernagel. Geübte Wanderer sollten hier fünf bis sechs Stunden veranschlagen.

Deutlich schneller, nämlich in nur acht Kilometern lässt sich der Stäffelsbergturm auf dem Weg zur Ruine Guttenberg vom Örtchen Dörrenbach aus erwandern. 120 Stufen später genießt der Wanderer auf rund 500 Metern Höhe einen Traumblick über die Südpfalz, das Elsass, die Rheinebene und an guten Tagen sogar bis in den Schwarzwald.

Rheinland-Pfalz

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Rheinhessen

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