Stadtentwicklung Nagold

Flüsse, Spielis und eine Festwiese

Nagold: 10 Jahre nach der Landesgartenschau

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AUTOR/IN
Andrea Schuster

Oben auf der Burg und unten im Tal - die Landesgartenschau hat Nagold im Nordschwarzwald verändert. Mitten in der Stadt mehr Wasser und mehr Grün.

Nagold – wo ist das? Das weiß nicht jeder, Nagold ist schließlich kein prominenter Ort. Aber die Stadt im Kreis Calw hat das Schattendasein hinter sich gelassen. Das hängt mit wirtschaftlichem Aufschwung zusammen, mit mehr Tourismus im Nordschwarzwald und tatsächlich mit der Landesgartenschau vor gut zehn Jahren.

Burggelände Nagold
Stammt aus dem 14. und 15. Jahrhundert: die Burg Hohennagold auf dem Schlossberg.

Die mittelalterlichen Burgruine Hohennagold hoch über der Stadt ist noch eine richtige Burganlage: mit Wehrturm, Zwinger, Mauern und dem 17 Meter hohen Bergfried. Judith Bruckner bietet dort Führungen an.

Mystisch sei das, sagt Bruckner, man bekomme ein Gefühl für Mittelalter. Am Wochenende kommt das Mittelalter ganz modern daher: mit Kaffee, Eis und Weizenbier im Burghof. Ab dem 1. Mai wird in den Sommermonaten bewirtet. Das war nicht immer so. Bei der Gartenschau 2012 ist Hohennagold ein bisschen zu neuem Leben erwacht. Man hat sie miteinbezogen, obwohl die eigentliche Gartenschau unten im Tal war, nahe der Innenstadt.

Grün und Stadt verbinden

Nagolds Stadtplaner Ralf Fuhrländer war bei der Planung der Landesgartenschau dabei. Man wollte, dass die Stadt "grüner" wird, und zwar mitten drin. Er ist zufrieden, noch heute. Grün ist vor allem der Stadtpark Kleb. Dort spazieren auch an einem Werktag viele Menschen jeden Alters. Wenn man sie fragt, sagen sie alle, die Gartenschau sei ein großer Gewinn gewesen und die Stadt habe sich verändert.

Stadtentwicklung Nagold
Wachsende Kirche: Mitten im Stadtpark Kleb wurde bei der Gartenschau 2012 eine Kirche aus Weidenzweigen angelegt. Ein ruhiger Ort, der auch für Gottesdienste genutzt wird.

Ein großer Spielplatz ist belebt und man kann von einer Brücke aus brütende Schwäne beobachten. Auf einer riesigen Wiese darf man spielen, Sport oder ein Picknick machen oder sich an die Sonne legen.

Wem es im Sommer zu heiß wird, kann sich problemlos abkühlen: in den Flüssen Nagold und Waldach, die mitten im Park zusammenfließen und zugänglich sind.

Ralf Fuhrländer erzählt, man wolle das Wasser noch zugänglicher machen. Eine "sanfte Wasserkultur" könnte auch Stand-up-Paddler auf die Flüsse bringen.

Gartenschauen: davor und danach

Balingen

Rundgang: Das gibt es schon zu sehen Erste Einblicke in das Gelände der Gartenschau Balingen

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Andrea Schuster