Turnerin Elisabeth Seitz hofft nach ihrem Achillessehnenriss auf ein baldiges Comeback, wird die EM aber dennoch verpassen.  (Foto: IMAGO, IMAGO / Eibner)

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Turn-Bundestrainer: Seitz-Comeback bald - EM nicht realistisch

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Nicole Schmitt

Im vorigen September reißt sich Elisabeth Seitz die Achillessehne. Seither kämpft die erfolgreiche Turnerin um ihr Comeback und macht Fortschritte. Für die EM plant der Bundestrainer dennoch ohne sie.

Die deutsche Rekordmeisterin Elisabeth Seitz wird nach ihrer schweren Verletzung aller Voraussicht nach auch die Turn-Europameisterschaften Anfang Mai im italienischen Rimini verpassen.

Sie habe ihm ein Video mit einer kompletten Übung am Stufenbarren geschickt, bei der sie noch auf einen Abgang verzichtet hat, und er hoffe auf ein baldiges Comeback, berichtete Frauen-Bundestrainer Gerben Wiersma am Rande des Weltcups in Cottbus. "Aber die Europameisterschaften werden nicht realistisch sein, weil sie dann auch in der Mannschaft antreten muss", sagte der Niederländer. Der Mannschaftswettbewerb ist ein Vierkampf aus Boden, Sprung, Schwebebalken und Stufenbarren.

Seitz verpasste wegen Achillessehnenriss bereits die WM 2023

Die 30 Jahre alte Stufenbarren-Europameisterin von 2022 hatte sich Anfang September vorigen Jahres im Training am Boden die rechte Achillessehne gerissen. Wegen der Verletzung musste die Stuttgarterin bereits auf die Weltmeisterschaften einen Monat später im belgischen Antwerpen verzichten. Dort hatten die deutschen Turnerinnen im Team als 13. die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Paris verpasst und nur noch einen Quotenplatz erhalten. 

Entscheidung über letzten freien Startplatz fällt im Juni

Dieser letzte freie Startplatz wird anhand des Ergebnisses der deutschen Meisterschaften Anfang Juni in Frankfurt/Main und der finalen Ausscheidung zwei Wochen später in Rüsselsheim vergeben. Der Deutsche Turner-Bund (DTB) hat dafür seine Qualifikationskriterien in Abstimmung mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) verändert. Danach ist in diesem Fall nicht die Mehrkampf-Leistung entscheidend, sondern die Medaillen- oder Finalchance im Mehrkampf oder an einem Einzelgerät. "Das ist gleichwertig", sagte DTB-Sportdirektor Thomas Gutekunst.

Bundestrainer Wiersma glaubt an baldiges Comeback

Das eröffnet Seitz die Möglichkeit, sich ganz auf ihr Spezialgerät Stufenbarren zu konzentrieren, an dem sie im vorigen Jahr im türkischen Antalya EM-Bronze gewonnen hatte. Dass sie jetzt noch keinen Abgang bei ihrer Übung gezeigt habe, sei kein Problem, sagte Wiersma. "Mit ihrer schweren Verletzung wird sie vorsichtig sein und es erst in einer entscheidenden Situation zeigen", sagte der 46-Jährige. Wann genau Seitz ihren ersten Wettkampf bestreitet, ist unklar. Möglichkeiten bestehen unter anderem in der Bundesliga am 13. April oder auch am 25. Mai. "Ich bin ziemlich sicher, dass sie zu den Qualifikationen antritt", erklärte Wiersma.

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