Matteo Berrettini bei den Boss Open in Stuttgart

Tennis | BOSS Open

Berrettini und Draper bestreiten Tennis-Endspiel in Stuttgart

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Redakteur/in
dpa
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Michi Glang

Das Rasen-Tennisturnier in Stuttgart geht am Sonntag mit dem Finale zwischen Matteo Berrettini und dem Briten Jack Draper zu Ende.

Noch einmal zeigte der frühere Wimbledon-Finalist Matteo Berrettini die Faust, dann umarmte er seinen unterlegenen italienischen Landsmann am Netz. Mit dem dominanten 6:4, 6:0 gegen Lorenzo Musetti zog der Italiener am Samstag erneut ins Endspiel des Stuttgarter Rasen-Tennisturniers ein.

Am Sonntag (13 Uhr) greift Berrettini gegen den Briten Jack Draper nach seinem dritten Stuttgart-Titel nach 2019 und 2022 und wird als Favorit in die Partie gehen. Draper setzte sich in seinem Halbfinale gegen Brandon Nakashima aus den USA souverän 6:3, 6:3 durch.

Berrettini mit Respekt vor Draper

Der 22 Jahre alte Brite habe großes Potenzial, warnte Berrettini. Jeder wisse, wie gut er sei. Berrettini bewies seine Klasse auf Rasen erneut eindrucksvoll, dabei wurde er in den vergangenen Jahren immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen. Die Energie aufzubringen, immer wieder zurückzukommen, sei schwierig, gab er zu Bedenken. 

Anders als der achtfache Titelträger Berrettini wartet Draper noch auf seinen ersten Turniersieg auf der ATP-Tour. Seine bisherigen zwei Endspiele hat er verloren. Nun bestreitet er erstmals ein Finale auf Rasen und wandelt damit in Stuttgart auf den Spuren des zweimaligen Wimbledonsiegers Andy Murray.

Als erster Brite neben Murray, der 2022 das Endspiel in Stuttgart verlor, spielt Draper um den Titel. "Hoffentlich spiele ich jetzt ein bisschen anders", sagte Draper mit Blick auf die verlorenen Endspiele in Adelaide (2024) und Sofia (2023). "Ich habe darauf gewartet, dass die Gegner Fehler machen in den Endspielen, und das haben sie nicht getan. Ich denke, ich bin nun mental und körperlich besser."

Drapers unangenehmer Aufschlag

Im Viertelfinale hatte Draper auch dank 31 Assen den amerikanischen Titelverteidiger Frances Tiafoe besiegt. Einen Tag später schlug er zwar nur 13 Asse, glänzte aber dennoch mit seinem unangenehmen Linkshänder-Aufschlag. Bei 5:2 im zweiten Satz musste er noch einen kurzen Schreckmoment überstehen, als er auf dem Rasen ausrutschte.

Dann machte der Weltranglisten-40. bei eigenem Aufschlag seinen Sieg perfekt, passenderweise mit einem Ass beim ersten Matchball. Am Montag wird Draper in der Tennis-Weltrangliste einige Plätze nach vorn klettern und erstmals die britische Nummer eins.

Jan-Lennard Struff muss erkrankt passen

Die Hoffnungen auf einen deutschen Titelträger hatten sich am Freitag zerschlagen. Der Sauerländer Jan-Lennard Struff wurde krank und trat als letzter verbliebener deutscher Teilnehmer zu seinem Viertelfinale gegen Nakashima deswegen nicht mehr an

Deutschlands bester Tennisprofi Alexander Zverev sagte seinen zunächst zugesagten Start kurz nach dem verlorenen French-Open-Finale in Paris ab und wird in der kommenden Woche am Rasenevent im westfälischen Halle antreten.

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