Ein Zweikampf im Landespokal-Spiel zwischen Sandhausen und Mannheim (Foto: IMAGO, IMAGO / foto2press)

Fußball | 3. Liga

"Zum Gewinnen verdammt": Waldhof Mannheim reist zum Derby nach Sandhausen

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Patrick Stricker

Kurpfalz-Derby in der 3. Fußball-Liga: Der formstarke SV Sandhausen empfängt den kriselnden SV Waldhof Mannheim. SWR Sport überträgt die Partie live im Stream und im TV.

Neun Spiele, so lange hat der SV Waldhof Mannheim in der 3. Fußball-Liga nicht mehr gewonnen. Eine erschreckend lange Serie, durch die der Club bis auf den drittletzten Tabellenplatz abgerutscht ist.

Neun Spiele, für Profis und Fans sind das umgerechnet 810 quälend lange Minuten ohne echtes Erfolgserlebnis. Das bislang letzte geht auf den 30. September zurück: Nach einem 3:1 gegen Freiburg II gingen die Mannheimer vor mehr als zwei Monaten letztmals als Gewinner vom Platz. Und nun?

Steht am Samstag (09.12.2023, ab 14 Uhr live bei SWR Sport) das Kurpfalz-Derby beim SV Sandhausen auf dem Plan. Ausgerechnet dort soll der Waldhof-Knoten endlich platzen, auch wenn die Vorzeichen dafür alles andere als gut stehen.

Erst vor drei Wochen trafen beide Teams im nordbadischen Landespokal aufeinander, der SVS gewann mit 4:1 – womit die Mannheimer Negativserie streng genommen sogar aus zehn sieglosen Pflichtspielen besteht.

"Wir sind im Endeffekt zum Gewinnen verdammt. Das ist unser Auftrag", sagt Waldhof-Trainer Rüdiger Rehm. Er und seine Mannschaft werden auf der knapp 24 Kilometer kurzen Auswärtsfahrt ins Hardtwaldstadion von rund 3.000 Fans begleitet.

Waldhof Mannheim in Sandhausen: 3.000 SVW-Fans fahren mit

"Wir brauchen diese Unterstützung", sagt Rehm: "Für uns wird sie auch in Sandhausen unfassbar wichtig sein, um aus dieser Situation herauszukommen." Nicht dabei helfen – zumindest nicht auf dem Platz – werden die gelb-gesperrten Bentley Baxter Bahn und Kelvin Arase. Tim Sechelmann ist nach einer Zerrung wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen.

Aufseiten des Mannheimer Lokalrivalen Sandhausen ist die Personallage derweil um einiges angespannter. Dennis Diekmeier (muskuläre Probleme), Lucas Laux (Reha nach Kreuzbandriss), Rouwen Hennings (Muskelfaserriss) und Joe-Joe Richardson (Meniskusschaden) fallen definitiv aus. Gleiches gilt für Max Geschwill, der sich im Training am Sprunggelenk verletzt hat und bis Jahresende fehlen wird. Die Einsätze von Alexander Fuchs sowie Luca Zander (Grippe) sind noch offen.

Die Mannschaft von Trainer Jens Keller dürfte ihre Motivation ohnehin weniger aus der Personallage und mehr aus ihrer Formstärke ziehen. Der SVS ist seit sieben Spielen ungeschlagen, zuletzt gab es einen 2:1-Auswärtssieg in Essen und davor ein 2:0 im Heimspiel gegen den MSV Duisburg. Mit sieben Siegen und insgesamt 27 Punkten aus 17 Spielen rangiert Sandhausen in der Tabelle auf dem fünften Platz – mit dem Aufstiegs-Relegationsrang in Schlagweite.

"Die Tabelle zeigt, dass wir in den oberen Bereichen angekommen sind", sagt Keller: "Das hat funktioniert, indem sich die Mannschaft aufgeopfert hat, gemeinsam an den Zielen arbeitete und immer füreinander da war. Es wird auch jetzt von großer Bedeutung sein, dass sich die Mannschaft an das erinnert, was wir gemeinsam erarbeitet haben."

"Es ist immer schön, Derbys wie dieses zu spielen"

Der Sieglos-Serie des Gegners will Keller derweil keine große Bedeutung beimessen. "Ich denke, dass jede negative Serie irgendwann einmal endet", ist sich der SVS-Trainer sicher: "Mannheim hat Qualität. Dennoch können wir von der ersten Minute selbstbewusst auftreten, da wir gute Spiele gezeigt haben. Es ist immer schön, Derbys wie dieses zu spielen."

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Patrick Stricker