Leandro BARREIRO MARTINS (1.FSV Mainz) im Zweikampf gegen Tim KLEINDIENST (Heidemheim)

Fußball | Bundesliga

Burkardt und Kleindienst treffen: Mainz 05 und Heidenheim trennen sich unentschieden

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Maximilian Springer

Mainz 05 ging beim 1. FC Heidenheim in Führung, musste sich am Ende aber mit einem Unentschieden begnügen. Während der FCH die Klasse sicher hält, bleibt Mainz auf dem Relegationsplatz.

Der 1. FC Heidenheim und der 1. FSV Mainz 05 trennten sich am Sonntagabend 1:1 (0:1). Mit dem Punkt veredelte der FCH den sicheren Klassenerhalt, der schon vor Anpfiff der Partie gegen die Rheinhessen fest stand. Der FCH steht auf Tabellenplatz zehn. Mainz bleibt auf dem Abstiegsrelegationsrang und verpasst Big Points im Kampf um den Klassenerhalt.

Mainz 05-Kapitän Silvan Widmer zeigte im SWR-Interview nach Abpfiff gemischte Gefühle über den Punktgewinn. "Ich glaube die Mannschaft hat alles versucht und reingeworfen", sagte der Verteidiger. Das Gegentor sei in einer Phase gefallen, in der Mainz "zurück gedrängt" wurde und "nicht mehr so viel Zugriff" hatte. Das Unentschieden sei ein gerechtes Resultat. Mit Blick auf den Abstiegskampf sagte der Schweizer: "Wir sind noch voll im Rennen."

Frank Schmidt, Trainer der Heidenheimer, konnte zusammen mit seinem Team den sicheren Klassenerhalt fest machen. Im Interview mit dem SWR freute sich Schmidt über diesen Erfolg. "Mega, dass wir jetzt den Klassenerhalt auch zu hundert Prozent fix haben. Das hat sich die Mannschaft redlich verdient. Und trotzdem ist eine gewisse Enttäuschung da heute. Wir hätten das Spiel gern gewonnen", sagte Schmidt. Es sei ein enges Spiel gewesen, dass in beide Richtungen hätte gehen können.

Heidenheim eröffnet das Spiel mit erster Torchance

In der Heidenheimer Arena konnten die Gastgeber schon vor dem Anpfiff den Klassenerhalt feiern. Der 1. FC Heidenheim kann durch den Sieg des VfL Bochum bei Union Berlin am Nachmittag nicht mehr auf den sechzehnten Tabellenplatz abrutschen. Entsprechend beschwingt startete der FCH in die Partie. In der zehnten Spielminute prüfte Stürmer Eren Dinkci erstmals den Mainzer Keeper Robin Zentner, der den zentralen Schuss aus rund 20 Metern aber abwehrte. Acht Minuten später hatten dann auch die Gäste ihre erste Tormöglichkeit. Eine Flanke von Silvan Widmer verwerte FSV-Mittelfeldmann Jae-Sung Lee aber nicht gewinnbringend. Sein Kopfball, der wohl als Vorlage auf Angreifer Ludovic Ajorque gedacht war, fand keinen Abnehmer (19.).

Große Tormöglichkeiten blieben im weiteren Verlauf der ersten Hälfte zunächst aus. In der 29. Minute fand der Heidenheimer Verteidiger Omar Traoré mit einem langen Ball dann Tim Kleindienst, der auf einmal gefährlich vor Zentner auftauchte. Dieser blieb aber wach und entschärfte die Szene.

Jonathan Burkardt lässt Trainer Bo Henriksen jubeln

Die Gäste meldeten sich in der 36. Minute wieder im Spielgeschehen an. Verteidiger Sepp van den Berg köpfte aus aussichtsreicher Position aber nur in die Arme von FCH-Torhüter Kevin Müller. Nur eine Minute später machte es sein Teamkollege Jonathan Burkardt besser. Eine Flanke von Anthony Caci schoss der Angreifer technisch hochwertig direkt aufs Tor und überwand Müller im linken unteren Eck (37.). FSV-Trainer Henriksen ballte in seiner Coaching-Zone jubelnd die Fäuste. Kurz vor dem Halbzeitpfiff folgte dann aber noch ein Schock-Moment für die Gäste. Kapitän Silvan Widmer verletzte sich ohne Gegnereinwirkung am Knie und musste behandelt werden. Zum Wiederanpfiff stand der Schweizer aber wieder auf dem Platz.

In der zweiten Hälfte hielt Mainz-Torhüter Zentner die Führung fest. Der Schlussmann parierte einen Lupfer des durchgebrochenen Dinkci spektakulär (55.). Trotzdem übernahm der FCH nach dieser Szene zunehmend die Spielkontrolle. In der 65. Spielminute wandelte Kleindienst den Druck der Gastgeber in Zählbares um. Eine starke Flanke von Traoré köpfte der Angreifer ins Tor und ließ Zentner dabei keine Chance. Es ist das 12. Saisontor des FCH-Topscorers.

Beide Teams mit Topchance zur Führung - Latte rettet Mainz

Die Mainzer zeigten sich vom Ausgleich der Gastgeber beeindruckt. Der FCH blieb am Drücker und hatte durch Patrick Mainka eine Topchance in Führung zu gehen. Der Kopfball des Innenverteidigers klatschte an den Mainzer Torpfosten (70.). Den Druck der Gastgeber durchbrach dann wieder Burkardt, der plötzlich nach einem langen Ball nur noch den Heidenheimer Keeper Müller vor sich hatte. Sein Versuch diesen zu umkurven scheiterte aber, der 23-Jährige wurde zu weit nach außen getrieben. Seine Hereingabe erreichte zwar noch Lee, der den Ball aber übers Tor schoss (76.).

In der Schlussphase der Partie waren die Gäste näher am Siegtreffer. Der oft präsente Burkardt brachte mit einem abgefälschten Schuss Müller aber nicht mehr in Bedrängnis (88.). Kurz vor dem Abpfiff dann nochmal die Gelegenheit für den FCH: Der eingewechselte Stefan Schimmer traf mit seinem Kopfball aber nur die Torlatte (90.+4). Kurz darauf pfiff Schiedsrichter Sven Jablonski die Partie ab.

Für den von Frank Schmidt trainierten FCH geht es am Samstag zum SC Freiburg (11.5., 15:30 Uhr, live im Audiostream auf Sportschau.de). Mainz 05 empfängt am selben Tag Borussia Dortmund (18:30 Uhr, live im Audiostream auf Sportschau.de).

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Maximilian Springer

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