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Julius Bauer Vorstellung (Foto: SWR)
Anna Pöhler (Foto: SWR)
Mann Mitte 50 in einem roten Arbeitsanzug auf einer gerodeten Lichtung vor seinem Rückezug. (Foto: SWR)
Burkhard arbeitet da, wo andere Urlaub machen – im Wald.
Schon früh morgens beginnt Burkhard mit seiner Arbeit.
Mit Baumstämmen in der Zange fährt Burkhard aus dem Wald,…
…um sie am Waldrand für die Lastwagen abholbereit abzulegen.
Mit dem Sonnenaufgang ist Burkhard nicht mehr allein im Wald.
Nicht ungefährlich – oft kommen Wanderer zu nah an Burkhards Gerät und gefährden sich selbst.
Gefällt wurden die Baumstämme, die Burkhard abtransportiert, maschinell von einem Harvester oder manuell mit der Kettensäge.
Über seine Zukunft als Waldarbeiter macht sich Burkhard aber auch Gedanken. „Wenn das mal in 2-3 Jahren durch ist, dann wird für viele keine Arbeit mehr da sein.“

„Ich arbeite da, wo andere Urlaub machen.“

Seit fast 25 Jahren arbeitet Burkhard im Wald. Industrie hat er auch schon ausprobiert, sagt er: „War mir zu monoton und immer drinnen, das hat mir nicht gefallen.“ Nun sitzt Burkhard also in einem sogenannten Rückezug, einer Maschine, die Tonnen gefällter Bäume aus dem Wald ziehen kann.

Spielerisch bedient er die Joysticks. Was von oben wie Mikado aussieht, ist nicht ganz ungefährlich. Eben die, die im Wald Urlaub machen bringen sich oft in Gefahr, meint Burkhard: „Ich kann nicht immer auf die Wege schauen bei der Arbeit. Manche sind so flugs, die nehmen keinen Blickkontakt auf und laufen einfach vorbei. Es kann immer mal ein Holz runterfallen. Gott sei Dank ist da noch nichts passiert.“

Was Burkhard neben den Wanderern Sorgen bereitet, ist die Zukunft der Waldarbeiter – Schuld ist Klimawandel. Der Borkenkäfer hat so leichtes Spiel mit den von Hitze und Trockenheit geschwächten Bäumen. „Das ist eine Katastrophe. Alle die im Wald arbeiten wissen: Wenn das mal in 2-3 Jahren durch ist, dann wird für viele keine Arbeit mehr da sein.“

„Die Fichte, das Holz, mit dem hier am meisten gearbeitet wurde, die ist erst mal weg.“ Um den Wald selbst macht sich Burkhard weniger Sorgen:

„Der Wald erholt sich relativ schnell. Innerhalb von 10-15 Jahren wird man den Kahlschlag hier gar nicht mehr erkennen, da ist das hier alles zugewachsen.“

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