Stella organisiert queere Jugendgottesdienste in der katholischen Kirche

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„Die Gesellschaft ist im Wandel. Daran müssen wir uns orientieren, schließlich wollen wir Räume schaffen, in denen Diskriminierung und Ausgrenzung keine Rolle spielen“.

Stella organisiert für das Bistum Limburg queere Jugendgottesdienste. Denn sie will zeigen: „Kirche geht auch anders. Kirche kann so stattfinden, dass sich alle willkommen fühlen. In unserer Arbeit liegt der Fokus nicht darauf, ob und was man glaubt oder wie man den Glauben lebt, sondern darauf, Gemeinschaft zu finden.“ 

Der Grund für die queere Jugendarbeit liegt in der hohen Nachfrage der Jugendlichen und dem Bedarf in diesem Bereich Angebote zu schaffen. Der Arbeitskreis, in dem Stella mitarbeitet, veranstaltet nicht nur Gottesdienste, sondern auch Stammtische und Filmabende zu queeren Themen. Auf den Veranstaltungen kommen von den Jugendlichen auch kritische Fragen, aber das findet Stella gut, denn so kommt man ins Gespräch.

„Es ist jede*r, dazu eingeladen – egal welchen Glaubens, Alters oder Geschlechts. Unser Hauptziel ist es, für Menschen da zu sein. Wir handeln nach dem Grundsatz, dass alle Menschen von Gott geliebt werden.“

Stella freut sich, dass der Arbeitskreis von den Kolleginnen und Kollegen ernstgenommen und unterstützt wird. „Wir bekommen sehr viele positive Rückmeldungen zu unseren Angeboten. Ich würde mir wünschen, dass es uns andere Bistümer gleichtun, denn es gibt einen Bedarf an Veränderung. Wir müssen unsere Zielgruppen in den Blick nehmen und uns fragen: Was wünschen und brauchen Jugendliche?“

Stella findet, dass genau diese Veränderung in der Kirche notwendig ist: „Die Kirche entwickelt sich gerade. Es ist klar, dass das nicht von heute auf morgen klappt, aber es passiert etwas. Der erste Schritt ist getan und da folgt noch mehr.“

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