Heilung durch Pferde: Ruth und die Reittherapie

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AUTOR/IN
Theresa Krampfl

Ruth aus Hirrlingen und ihre Pferde therapieren Menschen mit physischen oder psychischen Schwierigkeiten – und es wirkt, auf vielen Ebenen.

„Wer zum Reiten kommt, hat ein Thema, das er anschauen möchte oder muss.“

Patient Lias kommt, wie auch viele andere Patienten, einmal in der Woche zur Reittherapie bei Ruth. Das Reiten und der Kontakt mit dem Pferd helfen ihm auf körperlicher, seelischer, geistiger und sozialer Ebene. „Lias ist in meinen Augen oft sehr weit von seinem Körper entfernt, was durch seine Biografie mitbedingt ist. Und er reagiert unheimlich stark auf alles, was mit starken Reizen zu tun hat. Und wenn wir joggen gehen – Lias, Pferd Melossa und ich – und das Pferd trabt, dann lacht er, kommt so zu sich, ist im Hier und Jetzt. Ich hab‘ keinen Reiter, der so aus ganzem Herzen lachen kann, wenn er auf dem Pferd sitzt und einfach nur trabt.“

Mehr als nur Reiten

Vor acht Jahren entschied sich Krankenschwester Ruth für eine Weiterbildung zur Reittherapeutin, mittlerweile hat sie zwei Therapiepferde. Ihr Beruf ist viel mehr als die reine Therapiestunde: Pferde versorgen, Stall ausmisten oder auch Buchhaltung.

Pferd als Therapeut

Auch wenn Ruth ihre Arbeit liebt, ist es nicht immer leicht. „Ich möchte die Tiere nicht ausnutzen, ich möchte, dass die gesund und mit Freude ihren Job machen. Mein Anliegen ist, dass ich das bewahren kann. Ich möchte nicht, dass die jeden Tag drei Mal den gleichen Job machen. Dann sehen sie mich auf der Koppel und rennen ja davon!“ Für die Zukunft wünscht sich Ruth, ihren Betrieb auszubauen.

„Ein Team daraus zu machen, damit wir mehr Leute werden und größere Projekte anbieten können, das wäre unheimlich schön.“

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