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Daniela aus Stuttgart ist Mutter von drei Töchtern und Geschäftsführerin eines Familienunternehmens. Sie würde sich jederzeit wieder fürs Arbeiten entscheiden. Aber ohne die Hilfe der Großeltern wäre das nicht möglich gewesen.

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„Wenn mich heute jemand fragt, ob ich mich nochmal entscheiden würde, mit Kindern berufstätig zu sein, muss ich ganz klar sagen: Ja! Ich würde es niemals anders machen, ich könnte es gar nicht anders.“

Daniela, 50, Geschäftsführerin und Mutter von drei Kindern

Daniela ist nicht nur Mutter von drei Töchtern, sondern auch Chefin eines Unternehmens. „Mein Vater hat mir immer abgeraten, das Familienunternehmen zu übernehmen. Aber ich hab trotzdem meine Kanzlei aufgegeben – in der ich auch mit Säugling an der Brust gearbeitet hab' – und mich der Herausforderung gestellt.“

Gleichberechtigung für Mama und Papa

Als dann die ersten Auslandsreisen anstanden, protestierte ihr Vater: „Er hat gesagt: ‚Das kannst du doch nicht machen - einfach die Kinder hier beim Papa lassen.‘ Auf meine Nachfrage: ‚Wieso? Das hast du doch genauso gemacht. Wo bitte ist da der Unterschied?', grübelte er kurz, um dann zu sagen: 'Stimmt.' Für meinen Mann Andy und für unsere drei Mädels war das letztlich eine wunderbare Erfahrung!”

Gute Organisation ist wichtig

Aber wie stemmt man den Alltag, wenn beide Eltern berufstätig sind? Daniela lächelt: „Ohne klare Struktur und ohne die Hilfe der Eltern wäre das nicht möglich gewesen. Wenn ich aus der Firma nach Hause kam, gab es nur Familie - und manchmal auch einen kurzen Schreianfall von mir. Aber dann hab‘ ich meinen Töchtern erklärt, dass es manchmal eben einfach zu viel ist, und dass auch wir Eltern nicht perfekt sind. Und dass sie das deswegen auch nicht sein müssen.”

„Aber trotzdem braucht es den Vertrauensvorschuss, dass die Kinder, wenn es mal hart auf hart kommt, auch zu mir kommen und Rat und Hilfe suchen. Das war auch schon bei mir so: Ich hatte mein Leben schon mit sechzehn so organisiert, dass meine Eltern kaum Einblick hatten. Aber sie haben mir vertraut und ich habe sie wohl nicht enttäuscht. Ich denke, bei unseren Töchtern ist das jetzt auch so.”

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