Christine betreibt in ihrer privaten Garage eine Tauschbörse gegen Verschwendung

Christine betreibt in ihrer privaten Garage eine Tauschbörse gegen Verschwendung

Christine Gölz betreibt in Osthofen eine Garagentafel für Bedürftige (Foto: SWR)
Mit fast 30 Freiwilligen betreibt Christine die Tafel in ihrer Garage.
Die Idee kam ihr bei einem Gespräch über Foodsaving.
Lebensmittel bekommt sie z. B. von Supermärkten.
Christine bietet vieles an, was eigentlich weggeworfen werden würde.
Die nächste Tafel ist in Worms.
Für viele Bedürftige ist die Fahrt dorthin zu beschwerlich oder zu teuer.
Lebensmittel, die auch bei Christine noch übrig bleiben, fährt sie nach Westhofen zu bedürftigen Familien oder dem Kinderheim.

„Wir müssen mehr auf uns achten und das nicht nur in Osthofen, sondern überall.“

Christine Gölz aus Osthofen, betreibt privat ein Sozialprojekt in ihrer Garage.

Als sich Christine Gölz im letzten Jahr mit einem Foodsaver unterhält, kommt ihr die Idee, eine Sammelstelle für kostenlose Lebensmittel in ihrer Garage auf ihrem Grundstück zu gründen. Ihr war bewusst, dass es genügend dankbare AbnehmerInnen in Osthofen geben würde:

„Wir haben in der Zwischenzeit eine große Altersarmut, haben viele Hartz IV-Empfänger, die zur Tafel gehen sollen.“

Die nächste Tafel befindet sich im zwei Kilometer entfernten Worms. Für viele ist die Hin- und Rückfahrt nach Worms beschwerlich oder das Zugticket zu teuer. An dieser Stelle hilft Christine mit ihrer „Sozialgarage“ aus: „Wir bieten in der Garage alles an, was eigentlich weggeworfen werden würde: Lebensmittel, Kleidung, Schuhe, Spielzeug - Alles eigentlich!“.

Danke vieler Freiwilliger hat die Tafel täglich geöffnet

Pro Tag machen rund 50 Menschen aller Altersgruppen, Gebrauch von dem Angebot. Die Garage ist jedoch nicht nur für hilfsbedürftige Menschen da. Sie steht auch für Nachhaltigkeit und somit heißt Christine auch jeden willkommen, der das Wegwerfen von Lebensmitteln verhindern möchte. Fast 30 Freiwillige helfen Christine dabei, den Aufwand rund um die Garage zu bewerkstelligen. Es müssen Lebensmittel aus den Supermärkten vorbeigebracht werden, die Regale ein- und ausgeräumt und die Garage sauber gehalten werden.

Alles was an Essen übrig geblieben ist, fährt die Gruppe zusätzlich weiter nach Westhofen oder bringt es zu abgemachten Zeiten Hilfsbedürftigen vorbei, die selbst nicht mobil sind: „Da sind auch noch arme Familien, die wir dann beliefern.“

Mit einem Verein möchte Christine noch mehr Menschen helfen

Der nächste wichtige Schritt für Christine und ihre freiwilligen Helfer ist die Gründung eines Vereins, denn sie hat eine Vision: „Ich würde mir wünschen, noch mehr Menschen erreichen zu können.“


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