Traumjob Lehrerin – Roswitha war ein Leben lang glücklich im Beruf

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AUTOR/IN
Simone Müller

Roswitha aus Mainz wusste schon als Kind, dass sie Lehrerin werden möchte. Sie hat den Schritt auch nie bereut, obwohl der Job im Alter durchaus beschwerlich wurde.

Frau steht vor Schule (Foto: SWR)

"Lehrer sollten authentisch bleiben und so agieren, wie sie als Menschen auch agieren. Sie sollten sich möglichst wenig verbiegen, in dem, was sie tun."

Roswitha ist davon überzeugt, dass Schüler schnell merken, ob ein Lehrer authentisch ist oder den Lehrer nur spielt. „Wenn Lehrer mit sich selbst im Reinen bleiben, können sie am ehesten Unterricht machen, den die Schüler akzeptieren.“ An diesen Leitsatz hat sie sich in ihren 40 Jahren als Lehrerin versucht zu halten. Außerdem war es ihr wichtig, den Unterricht so zu gestalten, dass er den Interessen der Schüler entgegenkam. Wenn sie dann ein positives Feedback von ihren Schülern bekam, fühlte sie sich gut. 

Traumjob Lehrerin in die Wiege gelegt

Für Roswitha war der Berufswunsch schon früh klar: Ihre Eltern und Großeltern waren ebenfalls Lehrer, es wurde ihr somit quasi in die Wiege gelegt. „Da habe ich mich am ehesten mit meinen Fähigkeiten gesehen. Das war immer mein Traumberuf.“  

Dennoch spürte sie im Lauf der Zeit, dass ihr der Beruf schwerer fiel: „Die Anstrengung wird mit dem Alter höher.“ Vor allem die Lautstärke und die vielfältigen Ansprachen der Schüler belasteten sie sehr. 

Deswegen freute sie sich auch auf die Verabschiedung in den Ruhestand. Jetzt kann sie sich ganz ihrem Hobby, der Malerei, widmen:

"Ich genieße es sehr, meinen Tag so zu gestalten, wie ich es will. Wenn man ein Bild malt, dann muss die Zeit unendlich sein. Das war in der Zeit, in der ich gearbeitet habe, gleich 0."

Mehr zu Roswitha, ihren Start in die Freistellung und weitere Geschichten aus dem Berufsalltag gibt’s in der Reihe „Berufung? Deutschlands wichtigste Jobs“ in der ARD Mediathek.

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