Nazanin hatte einen Traum: aufs Gymnasium zu gehen. Doch im Iran gab es für sie weder Chancengleichheit noch ein Recht auf Bildung

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Sarah Wilk
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Rieke Spang
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Nazanin Khawari hatte einen großen Wunsch: aufs Gymnasium gehen. In ihrer Heimat, dem Iran, war das nicht möglich. Denn Nazanin und ihre Familie sind Afghanen. Weil sie als Angehörige der ethnischen Minderheit Hazara in Afghanistan unterdrückt wurden, floh ihr Vater bereits als Kind in den Iran. Hier ist Nazanin geboren. Aber im Iran hatte sie als Afghanin nicht dieselben Rechte, wie alle anderen.

„Man konnte nicht aufs Gymnasium gehen, also nur bis zur 10. Klasse, dann darf man nicht weiter machen, wenn man Afghanin ist.“

Chancengleichheit und ein Recht auf Bildung gab es nicht für Nazanin. Als ihr Vater dann noch von den iranischen Behörden unter Druck gesetzt wird, als Soldat in Syrien zu kämpfen, entschließt sich die Familie, das Land zu verlassen. Auch, damit Nazanin eine Zukunft hat.

„Deswegen sind wir auch hierhergekommen, damit ich in Deutschland etwas erreichen kann, damit ich auch arbeiten kann. Weil hier kann man alles werden, was man will, es gibt keine Grenzen. Das finde ich toll.“

In Bad Bergzabern hat sich die 13-Jährige in kürzester Zeit zur Einserschülerin hochgearbeitet. Und das, obwohl die Familie erst seit 2016 in Deutschland lebt. „Am Anfang war das sehr schwer, ich konnte nicht mal ein Wort sprechen. Alles war neu für mich, auch die Schriftart.“ Trotzdem hat sie es geschafft.

„Ich bin auch sehr stolz, ich habe Deutsch gelernt und ich bin jetzt auf dem Gymi. Ich habe alles geschafft, mein Traum ist wahr geworden.“

Und das nächste Ziel hat sie auch schon im Blick: Ärztin werden.

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