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Wenn Mira Haare schneidet, können die Gespräche auch in eine psychologische Richtung abdriften. Vor allem versucht sie aber eines zu sein: positiv.

Mira redet mit dir über alles

Wir Friseure lieben Menschen, wir sind ja halbe Psychologen.

Friseurmeisterin Mira, 53, aus Stuttgart

Immer positiv bleiben

„Ich bin gut drauf, gehe mit 53 immer noch tanzen.“ Mira hat einen jungen Geist und mag es, sportlich aktiv zu sein: „Bei anderen ist das oft nicht so. In meinem Alter trägt man eigentlich keinen Minirock mehr, da ist man nicht tätowiert.“ Ein Thema, mit dem sie sich derzeit stark beschäftigt, ist die Kraft der Gedanken.

„Alles, was man denkt, kann man verwirklichen. Ein Mensch kann alles mit seinem Unterbewusstsein erreichen.“

Deswegen ist es ihr besonders wichtig, positiv zu denken: „Wenn ich sage: Ich bin alt, ich kann nicht mehr Schlittschuhfahren, dann kann ich das auch nicht mehr. Das bremst. Wenn ich es nicht probiere, kann ich es nicht wissen.“ Mira lacht.

Halb Friseurin, halb Psychologin

Generell befasst sie sich gerne mit Menschen: „Das zeichnet uns Friseure aus. Wir lieben Menschen. Wir nehmen uns Zeit, auch menschlich zu sein. Nicht nur Geld, nicht nur die Frisur machen. Ich habe sehr viele Stammkunden, da gibt’s auch welche, die mal ein richtiges Tief haben. Dann geh‘ ich mit denen was trinken, reden. Wir Friseure sind ja halbe Psychologen.“

Sie selbst hat derzeit einen Wasserschaden im Friseursalon und muss ihn deshalb drei Wochen lang schließen. Ihre Reaktion? „Ich lache darüber. Was soll ich jetzt machen? Jetzt arbeite ich drei Wochen nicht, das ist ein bisschen schwierig. Aber dafür gehe ich Schlittschuhlaufen. Das ist das Positive. Alles hat einen Sinn.“

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